Album der Woche: 3Plusss - Mehr / Tua - Stevia / Mach One - MACH

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Werte Damen und Herren,
aufmerksam wie Sie sind haben Sie in der Kategorienauswahl bestimmt schon die Rubrik "Album der Woche" gefunden. In diesem Zusammenhang versuche ich ab sofort wöchentlich, mein persönliches Album der Woche zu küren. Ich hoffe, Sie haben Verständnis dafür, dass diese Auswahl höchst subjektiv ist und in manchen Fällen auf einer oberflächlichen Rezeption einiger Konkurrenzprodukte beruht, die es nicht auf den Thron geschafft haben. Passend zu dieser wundervollen Rubrik finden Sie auch eine Abspielliste bei Spotify, in welcher die besagten Alben, sofern dort verfügbar, gesammelt werden. Einen umfassenderen Überblick gibt es natürlich weiterhin in der Abspielliste "Deutschrap aktuell".

Wir beginnen die Rubrik rückwirkend am 21.03.2014. An jenem Datum veröffentlichte Nachwuchskraft 3Plusss seinen ersten auf der großen Bühne mitspielenden Tonträger "mehr", der mittlerweile einen Charteinstieg auf Platz 24 verzeichnen kann. Darauf verwöhnt Sie der sympathische Zeremonienmeister mit technisch einwandfrei vorgetragenen Erzählungen aus dem Alltag eines jungen Erwachsenen, deren wohl klingende Untermalung durch Beatbauern wie Dead Rabbit, Nobody's Face, Peet, Figub Brazlevic, Dexter, Johnny Illstrument, Mortis und die Dramadigs einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Gelingen des Gesamtkunstwerkes hat. Als qualitative Leuchttürme tun sich dabei die Titel "Ich habe HipHop nicht verstanden", "Sicher" (mit Chefket), "Ab jetzt" und "DNS" hervor.

Am 28.03.2014 fiel Tuas neue EP "Stevia", die sich musikalisch weit abseits der Sparte Deutschrap bewegt und mit "Edward Hopper" nur einen Titel mit Sprechgesang enthält. Dafür überzeugt "Stevia" mit einem kohärenten Gesamtkonzept und birgt mit "Werbemädchen", "Keiner sonst" und "Femme Fatale" einige Anspielstationen, die Sie nicht verpassen sollten.

Zuletzt kommen wir zum 04.04.2014, an dem Berlins Mach One nach nur einjähriger Wartezeit mit dem Album "M.A.C.H." aufwartete. Darauf unterhält Sie der parlierende Protagonist mit seiner klassischen Rezeptur aus humorvollen Texten an der Grenze des guten Geschmacks, gepaart mit einer von reichlich Wiedererkennungswert gesegneten Produktion. Hervorragender Scheiß für Freunde des derben Humors.

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