Gutachten: Marteria - Zum Glück in die Zukunft II

"Zum Glück in die Zukunft II" bei amazon
Artikelbeschreibung
Wir blicken zurück auf die Spielzeit 2010: Herr Marten Laciny veröffentlicht nachdem er sich mit seinem Einstand "Base Ventura" und nicht zuletzt mit Marsimoto einen Namen in der HipHop-Szene gemacht hat, seinen wegweisenden Tonträger "Zum Glück in die Zukunft", der seinerzeit die Tür für Kunstschaffende wie Casper und Cro lichtjahreweit aufstieß. Eine Vergoldung sowie einen Erfolgsschlager (Anmerkung der Redaktion: "Lila Wolken" mit Yasha & Miss Platnum) später steht nun der lange erwartete Tonträger "Zum Glück in die Zukunft II" in den Plattenläden, um sich mit Qualität gewappnet den hohen Erwartungen des Publikums zu stellen.

Positive Aspekte
Bereits mit den vorab veröffentlichten Titeln "Bengalische Tiger", "Kids (2 Finger an den Kopf)" und "OMG!" wurde offensichtlich, dass sich der aufmerksame Zuhörer auf alltagsnahe Gegenwartslyrik gespickt mit reichlich Wortwitz und trefflichst untermalt von glänzenden Produktionen der Krauts freuen darf. Dieses Versprechen wurde mit hervorragenden Titeln wie "Die Nacht ist mit mir" (mit Campino), "Alt und verstaubt", dem souveränst umgesetzten "Eintagsliebe" (mit Julian Williams) und "Mein Rostock" selbstverständlich eingelöst. Dabei sei darauf hingewiesen, dass diese Anspielstationen lediglich exemplarisch für das großartige Gesamtwerk stehen sollen, aus dem sich vor allem das maximal atmosphärische "Welt der Wunder" positiv hervor tut.

Negative Aspekte
Wenn sich der Künstler hinsichtlich "Zum Glück in die Zukunft II" etwas vorwerfen lassen muss, dann liegt dies darin begründet, dass die vorab ausgekoppelten Anspielstationen in punkto Schmissigkeit nicht repräsentativ für das Album stehen und es auf dem Album etwas ruhiger zur Sache geht. Dadurch eignet sich "Zum Glück in die Zukunft II" weniger zur ununterbrochenen Beschallung Ihres nächsten Tanzabends, dafür jedoch umso mehr für ein aufmerksames Zuhören bei einem guten Glas alkoholfreiem Whisky. So fällt der Kritikpunkt der Repräsentativität bei der allgemeinen Bewertung des Werkes nicht sonderlich ins Gewicht, da Marteria auch mit ruhigeren Tönen uneingeschränkt überzeugen kann und der Tonträger mit jedem weiteren Hördurchgang wächst.

Gesamtnote: 1

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