Gutachten: Chefket - Identitäter

"Identitäter" bei amazon
Artikelbeschreibung
Mit "Identitäter" veröffentlicht der ehemals bei Edit Entertainment gezeichnete Chefket am 12.07.2013 eine acht Anspielstationen umfassende EP, die inhaltlich der rote Faden Identität in den Ausprägungen Bewusstsein, Krise und Suche eint. Dabei erhält der sympathische Protagonist namhafte Unterstützung von Marteria, MoTrip, Tua und Samy Deluxe.

Positive Aspekte
Während des knapp halbstündigen Durchlaufs ist zunächst einmal mit Bewunderung die Stringenz anzumerken, mit der der parlierende Protagonist das Konzept "Identität" in seinen verschiedenen Facetten aufgreift und durchdekliniert. Exemplarisch für eine besonders gelungene Umsetzung der Thematik sollen neben den beiden bereits bekannten Titeln "Fliegen und fallen" und "Entscheide du" (mit MoTrip und Tua) der Titeltitel "Identitäter", das kritisch reflektierende "Made in Germany" sowie das gemeinsam mit Marteria eingespielte "Was wir sind" ins Felde geführt werden.
Weiterhin besticht Chefket auf einer durchgängig ruhig gehaltenen Instrumentierung mit einem sehr guten Gespür für die eingängige Melodie, die gerne auch in gesungener Form zu Beat gebracht wird. Gleichwenn der Rezensent die wahre Stärke des Protagonisten in einem präzise sprechgesungenen Vortrag sieht, bleibt dabei festzuhalten, dass sich der wohlige Gesang in den meisten Fällen nahtlos in das positive Erscheinungsbild der einzelnen Anspielstationen einfügt.

Negative Aspekte
Leider wird auf "Identitäter" einmal mehr ersichtlich, dass der einst unbeischlafbare Samy Deluxe musikalisch den Anschluss an seine jüngeren Kollegen verpasste und mittlerweile vor allem als Garant für Übersprungshandlungen in Erscheinung tritt. Darunter leidet die Anspielstation "Nach vorn", die zumindest beim Rezensenten zu dessen großem Bedauern nicht wirklich zünden möchte. Zu gezwungen wirkt hier die Darbietung des Gastredners.

Gesamtnote: 2-

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