Jephza - Supertramp (Review)

"Supertramp" bei amazon
Gleichwenn Jephza in der Spielzeit 2011 mit dem Album "Nachtwache" einen ordentlichen Tonträger veröffentlichte, blieb dem Zeremonienmeister aus dem Westerwald abseits von eingeweihten Kennerkreisen die ganz große Aufmerksamkeit verwehrt. Unterstützt durch die Damen und Herren von Feine Kreise und RZ Recordings soll diesem Umstand nun durch die Veröffentlichung des Tonträgers "Supertramp" Abbruch getan werden. Dieser birgt einige unterstützende Argumente dafür, dass dies in der Tat gelingen könnte. So besticht "Supertramp" durch eine kohärente Ästhetik, die durch warme Klänge von Beatbauern wie Chriss-Slik, plukk.inn, Alfabeats, bitbeats, Pokerbeats und David Floyd getragen wird. Ergänzt wird diese durch die ehrliche Lyrik eines sympathischen Protagonisten, die ihren roten Faden vielmehr in offen kritischer Selbstreflexion und Positivität als in in unserem Genre weit verbreiteten Verbalinjurien sucht und findet. Ausnahmen bilden das eskalierende Nothilfe vertonende "Bahnsteig", sowie der Repräsentant "Der Wackste macht das Licht aus" an der Seite von Davido. Nebst besagten Titeln seien als qualitative Leuchttürme auch die Titel "Zum Erlenborn", "Happiness only real when shared", "90er Kinder", "Supertramp" und "Schöner Tag 2" namentlich erwähnt. Garniert mit überaus vorzeigbarem Handwerk am Mikrophon gestaltet sich "Supertramp" als rundum runde Angelegenheit, bei der es als einziges Manko die relativ kurze Spielzeit von knapp 38 Minuten zu bemängeln gäbe. Andererseits sind durchgängig hochwertige Tonträger mit einem roten Faden mit jeder Menge Füllmaterial angereicherten Bauchläden jederzeit vorzuziehen. So kann ich an dieser Stelle guten Gewissens einen Kaufbefehl aussprechen. Tun Sie es!

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