Damion Davis - Querfeldein (Review)

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Nachdem Damion Davis in den vergangenen Jahren sein Tätigkeitsfeld als Kunstschaffender mit Filmen wie "Wholetrain" und "Blützbrüdaz" auf die große Leinwand ausweitete, konzentriert sich der sympathische Zeremonienmeister mit der Veröffentlichung seines Albums "Querfeldein" wieder auf seine musikalische Identität. Diese definiert sich in der Spielzeit 2013 auf Albumdistanz durch höchst eingängige Gesangseinlagen des Protagonisten im Kehrvers sowie stets solide vorgetragene Lyrik in Reimform. Nicht zuletzt durch die Beteiligung von Hannovers Mortis One an der Produktion kann dabei aus der Echtheitsperspektive kaum etwas anbrennen, zumal das Werk von der Qualitätsmarke Spoken View, die auch Szenehelden wie Morlockk Dilemma, Hiob oder Sichtbeton im Sortiment hat, in die Läden unseres Landes gebracht wurde. So lässt sich "Querfeldein" ohne größere Ausfälle (Ausnahme: "Hellwach") am Stück rezipieren. Dabei tun sich vor allem das moderat bedrückende Vorab-Lebenszeichen "An mir vorbei", das stark belastende "Ohne meinen Sohn", das wundervolle KRS-One-Zitat "S.O.T.P.", das retrospektive "Immer unterwegs" und das Beziehungsdrama "An der Line" als qualitative Leuchttürme hervor, die Wiederholungsreflexe auszulösen im Stande sind. So bleibt abschließend zu konstatieren, dass es sich bei Damion Davis' neuestem Lebenszeichen "Querfeldein" um Untergrund-Raop in Reinform handelt, welches auf keinen Fall übersehen werden sollte. Kaufen Sie!

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