Flo Mega - Die wirklich wahren Dinge (Review)

Nachdem sich Bremens Flo Mega bereits mit seiner herausragenden EP "Filmriss" ein gesundes Maß an Aufmerksamkeit vom aufgeschlossenen Musikkopf sichern konnte, stehen die Zeichen für seinen Erstling "Die wirklich wahren Dinge" spätestens seit einem sensationellen zweiten Platz für "Zurück" bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest in der Tat außerordentlich gut. Dabei wirkt der letztlich erfolgsbringende Titel im Albumkontext neben druckvollen Schlagern wie den vorab ausgekoppelten Nummern "DDR", "6000000€ Arsch" und "Die wirklich wahren Dinge" sowie bis dato unbekannten Leuchttürmen wie "Agentin mit Herz" und "Whopper" beim ersten Hördurchgang beinahe unscheinbar, was letztlich primär der Qualität besagter Nummern geschuldet ist.

Insgesamt besticht "Die wirklich wahren Dinge" auf zwölf Anspielstationen mit eingängig von den Ruffcats intonierten Melodien, die eine adäquate Grundlage für Flo Megas seeligen Gesang darstellen. Gleichwenn die Produktion nach wie vor Ecken und Kanten aufweist, wirkt "Die wirklich wahren Dinge" im Vergleich zu den Arbeitsergebnissen Flo Megas aus seiner Schaffensphase bei Melting Pot Music durchaus konsensfähig. So transportiert der Bremer die Klangästhetik US-amerikanischer Soulmusik längst vergangener Dekaden gekonnt in die Spielzeit 2011, ohne dabei jemals antiquiert zu wirken. Während diese Entwicklung mancherorts wohlwollende Reaktionen auslösen wird, ist damit zu rechnen, dass sich die ein oder andere Flo Mega-Anhängerin / der ein oder andere Flo Mega-Anhänger vergangener Tage verstört abwenden wird. Dessen unbeirrt wäre Flo Mega jedoch gut beraten, den eingeschlagenen Weg weiterhin konsequent zu beschreiten und den deutschen Musikmarkt mit unbedingt authentischem Liedgut zu bereichern. Seine Hörerinnen und Hörer hat Flo Mega schließlich spätestens mit "Zurück" gefunden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Bitte kommentieren Sie die Beiträge mit dem Maße an Respekt gegenüber den Künstlern, das auch Ihnen entgegengebracht werden soll.
Kritik ist durchaus erwünscht, aber nur in einem angemessenen Ton und von konstruktiver Natur.
Sollten Sie sich nicht daran halten, wird die freie Kommentarfunktion demnächst eingestellt und Kommentare sind nur noch nach Registrierung möglich!