Mein Album: Laas Unltd. - Blackbook

Bevor Rucksackträger Laas Unltd. die Single "Star Wars" (VÖ: 29.07.2011) und das zugehörige Album "Blackbook" (VÖ: 26.08.2011) in die Welt entlässt, stand er mir in der Rubrik "Mein Album" Rede und Antwort. Es ist mir eine Freude!

Wann erscheint das Album?
Die „Blackbook“ LP erscheint am 26.8.2011!

Über welches Label und welchen Vertrieb?
Ich veröffentliche über Bohemian Grove Music. Vertrieben wird das Album von Groove Attack.

Welche Gäste haben Sie geladen?
Ich habe bewusst auf eine Vielzahl an Features verzichtet und mich stattdessen auf zwei Gäste konzentriert, mit denen ich schon lange zusammenarbeiten wollte. Somit ist zum einen FLER auf meiner ersten Single „Star Wars“ als Gast zu hören und zum zweiten singt Moe Mitchell auf dem Track „Beautiful“ die Hook. Beide passen im jeweiligen Kontext perfekt auf den Track.

Wer hat produziert?
Das gesamte Album wurde von 7inch aus Berlin produziert. Ich bevorzuge es mit einem festen Produzenten an einem Album zu arbeiten und dadurch ein spezielles, individuelles Soundbild kreieren zu können. Seven hatte genau die richtigen Beats um die vorhandene Vision der LP umzusetzen. Zudem brauchte ich Beats, auf denen es möglich war, auch technisch noch einmal eine große Schüppe draufzulegen.

Wenn Sie ihrem aktuellen Tonträger ohne Rücksicht auf die Verfügbarkeit finanzieller Resourcen einen weiteren Gast / Produzenten hinzufügen dürften, welcher wäre das?
Für die „Blackbook“ LP wäre das niemand gewesen. Es ist ein in sich so schlüssiges Album geworden, dass jeder andere Beat, welcher nicht von Seven produziert worden wäre, völlig überflüssig wirken würde.

Warum sollte der HipHop-Kopf im (virtuellen) Plattenladen nach ihrem aktuellen Werk greifen?
Weil es endlich einmal wieder ein geiles HipHop (!) Album gibt welches sowohl technisch, als auch musikalisch auf einem extrem hohen Niveau stattfindet und sich dabei NICHT von der Essenz dieser uns allen am Herzen liegenden Musik entfernt. Hier gibt es weder Live-Bands noch Autotune noch Emo-Sounds. Die „Blackbook“ LP ist 110% HIPHOP!

Wenn Sie mir nur drei Titel aus Ihrem aktuellen Album vorspielen dürften, welche wären das? Begründen Sie bitte ihre Antwort.
Bei nur drei Tracks würde ich mit „Up Next“ beginnen. Es ist der erste Track auf dem Album und zeigt sowohl vom Beat her, als auch von der Stimme und dem Flow direkt den Weg auf, in welchen das gesamte Album geht: Weg von allen überflüssigen Gimmicks, hin zur Essenz dieser Musik. Danach würde ich Dir „Star Wars“ feat. FLER vorspielen, da er aufgrund der Thematik sowie natürlich auch des Features wegen ein sehr wichtiger Track für das Album ist. Darüber hinaus hat 7inch mit „Star Wars“ einen absoluten Traumbeat abgeliefert, den so wahrscheinlich nur ER hinbekommen kann in Deutschland. Und FLER setzt mit seinem Part dem Track die Krone auf. Absolute Gänsehaut-Nummer! Als dritten Track würde ich Dir dann noch „Back to the Future“ vorspielen, da er meine gesamte Story als Rapper thematisiert und dem Zuhörer erklärt, weshalb ich heute bestimmte Aussagen treffe.

Nehmen wir an ich wolle mir einen Eindruck von Ihrem Album verschaffen.Gibt es Titel die mir dabei auf keinen Fall in die Hand fallen sollten?
Nein. Die Tracks präsentieren alle auf unterschiedliche Art und Weise meine Weiterentwicklung als Künstler. Das Album ist in einem sehr kurzen Zeitrahmen entstanden und alle Tracks halten das Niveau welches direkt ab dem ersten Track vorgegeben wird. Es gibt keinen einzigen Track der schon ein paar Monate rumliegt und noch als Lückenfüller in dieTracklist gerutscht ist.

Wie hoch beurteilen Sie insgesamt ihre Zufriedenheit mit dem Album auf einer Skala von 1(überhaupt nicht zufrieden) bis 10 (vollkommen zufrieden)?
„Blackbook“ ist das mit Abstand beste Album meiner bisherigen Laufbahn und ziemlich sicher sogar auch eines der besten Rap-Alben der jüngeren Vergangenheit. ABER: Ich steigere mich nach wie vor von Track zu Track, Verse zu Verse und Bar zu Bar. Von daher nehme ich die Neun, da ich mich auch im Vergleich zu „Blackbook“ noch steigern werde!

Was würden sie in einer Plattenkritik sehr gern lesen? Was auf keinen Fall?
Da möchte ich mich nur ungerne auf einen einzelnes Zitat beschränken, da Plattenkritiken niemals das gesamte Spektrum hinter einer solchen Veröffentlichung bewerten können und subjektiv gestaltet sind. Ich wünsche mir einfach, dass die harte Arbeit seine Anerkennung findet. Darüber hinaus kann ich es absolut nicht leiden, wenn Redakteure aus einer persönlichen Abneigung heraus Texte verfassen und dabei den Blick für objektive Fakten verlieren. Das ist einer solchen Anstrengung unwürdig.

Können Sie meine Leserinnen und Leser mit einer Anekdote zum Album oder zu einem spezifischen Track beglücken?
Ich habe bis auf zwei Tracks das gesamte Album in einem Hotelzimmer in Köln geschrieben. Am letzten Abend vor dem finalen Studiotag klopfte es plötzlich an der Tür. Ich war gerade am Skizzen aufnehmen auf meinem Macbook, das ganze Zimmer vollgequalmt und vor der Tür steht plötzlich eine ca. 85-jährige Oma. "Wann ist denn hier mal Feierabend? Gestern Nacht ging das schon bis Vier! Heute möchte ich ab Zehn Uhr meine Ruhe haben!" Woooow, aus Sorge, dass die ältere Dame noch die Cops ruft und die dann mein Zimmer auf der Suche nach Weed auseinandernehmen, habe ich „Back to the Future“ dann bis vier Uhr morgens ganz leise mit Sound über den Kopfhörer geschrieben. (lacht) Wie Feierabend? Morgen ist Abgabe!

Wie lange haben Sie an ihrer aktuellen Veröffentlicheung effektiv gearbeitet?
Insgesamt haben wir die „Blackbook“ LP in drei Monaten erschaffen. Anfang März war ich bei Seven in Berlin und habe dort die ersten Beats gepickt, sowie das Grundgerüst für das Album erstellt. Anfang April war ich dann das erste mal für drei Tage in Köln und habe erste Songs recorded. Danach war ich dort noch zwei weitere Male und Anfang Juni hatte ich die LP im Kasten.

Was hat es mit dem Titel des Albums auf sich?
In einem Blackbook findet man die unverfälschte Essenz eines HipHop Künstlers. Ich sehe mich in der Tradition echter MCs, denen es um noch um Skills geht und wollte deshalb einen Titel, der diese Vision symbolisiert. Die meisten von uns haben mit einem Blackbook angefangen ihre Kunst zu entwickeln und ich gehe dorthin zurück um die ursprüngliche Begeisterung für HipHop wieder aufleben zu lassen. Darüber hinaus möchte ich mit „Blackbook“ weg von all den Gimmicks die in der Vergangenheit von meinem eigentlichen Können abgelenkt haben.

Können sich ihre Anhängerinnen und Anhänger auf eine Konzertreise freuen? Warum kommen sie nicht nach Wanne-Eickel?
Ich gehe ab Ende September auf grosse "Mach mal Freestyle Tour" und werde dort natürlich auch die Tracks vom neuen Album im Gepäck haben. Nach der Tour mit Olli Banjo ist das meine erste eigene Tour und ich brenne darauf, „Blackbook“ endlich live präsentieren zu können. Sämtliche Termine der Tour findet man auf www.laasunltd.de. Nach Wanne-Eickel komm ich auch noch! Versprochen. (lacht)

Welche Erwartungen/Hoffnungen verbinden Sie mit ihrem aktuellen Album?
Ich hoffe, dass wir den Erfolg von „Backpack Inferno“ weiter ausbauen können und es wieder einen Schritt weiter nach vorne geht. Ich hoffe, dass sich wieder neue Situationen und Möglichkeiten ergeben, die mich meinem Ziel, es nach ganz oben zu schaffen, näher bringen. Ausserdem möchte ich die ganzen Skeptiker da draussen davon überzeugen, dass Laas Unltd. mehr ist als nur der scherzende Typ mit der Sonnenbrille, der alle zwei Jahre ein Album veröffentlicht. Ich sehe mich hier unter den Top 5 und es ist an der Zeit für mich, dies auch zu beweisen.

Amazon sendet ab 20 Euro Versandkostenfrei. Was würden Sie zu ihrem Album dazubestellen um Versandkosten zu sparen?
Natürlich „AURA“ von Kool Savas. Wir beide bringen HipHop zurück dieses Jahr. Nehmt mich beim Wort! Vielen Dank Herr Merkt für das Interview!

Kommentare:

  1. "(...) und sich dabei NICHT von der Essenz dieser uns allen am Herzen liegenden Musik entfernt. Hier gibt es weder Live-Bands noch Autotune noch Emo-Sounds. Die „Blackbook“ LP ist 110% HIPHOP!"

    Saudämliche Aussage, die an Engstirnigkeit kaum zu überbieten ist! Wenn "Hiphop-sein" bedeutet Musik-Nazi zu sein, dann will ich damit nichts zu tun haben.
    Gut, dass dieser Hänfling kaum Relevanz besitzt!

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  2. JO wenn man haten will findet man schon was?
    Wo da der Musiknazi durchblitzte ist mir schleierhaft. Er sagt hier nicht "Scheiß auf alles andere", nur dass das für ihn nicht unbedingt zu Hiphop dazugehört(seh ich genauso) und dass er drauf verzichtet.

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  3. Laas und Fler :/ bin ich mal gespannt ob das passt.

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  4. Der Vogel schon wieder.

    Tut als wäre er der Rucksackgott persönlich und dann solche Features :D

    nicht ernstzunehmen

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  5. "Ich sehe mich unter den Top-5"

    der Realitätsverlust nimmt zu

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  6. Laas ist einfach ohne jegliche Relevanz in dieser Szene und ein sehr gutes Beispiel dafür, dass es nicht reicht ein paar Wörter aneinanderzureihen...er ist und bleibt viel zu langweilig.

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  7. herr verschone uns. keine stimme kein flow. die rhymes könnte ein guter rapper evtl. rüberbringen, aber nicht laas. da geb ich mir lieber irgendwelche youtube-rapper.....

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  8. fler hat mehr trains gemalt als die kommentierenden hier. lächerlich hingegen kann nur das resultat des features mit moe mitchel aka little sister xavier naidoo werden. bessere rapper als fler gibt es sicherlich. writer weniger. casper würde sich sicherlich beim sprühen seine röhrenjeans vollpissen. amen

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