RUFFKIDD - The return of terror (Review)

Lüdenscheids Real Undaground Flava For Killarz In Da Dark - griffiger bekannt als RUFFKIDD - meldet sich dieser Tage nach einer Reihe hörenswerter Untergrund-Veröffentlichungen ("Terror Track Trilogie", "Verses vs. Verses", "Das Punishment"), Gastbeiträge ("Macheten 2" mit Hiob & Dilemma, "Portwein" mit Morlockk Dilemma, Hiob & JAW) und Gruppenbemühungen (Psytology, X-Men Klan & Roey Marquis II) mit einem trefflich als "The return of terror" betitelten Einzelwurf im klassischen Albumformat zu Wort.

Nachdem der wohlwollende Rezensent die audiovisuelle Werbebotschaft "Unaufhaltbar" vergeblich in der zwanzig Anspielstationen umfassenden Titelliste zu lokalisieren sucht, wandert der Zeigefinger dennoch erwartungsfroh zum Start-Knopf des Tonträgerabspielgerätes. Es folgt ein kraftvoll von Beatbauern wie DJ Eule, GoryGore, Audhentik, Profan78, Phantomas, Reiner Hass, Shaolin 42nd Chamber, Doba, Mikosbeatz, Renzonite und RUFFKIDD in Szene gesetzter Klangteppich, der beinahe in symbiontischer Art und Weise mit des Protagonisten durch zehnjährige Reimerfahrung gestählten Vortrag verschmilzt. Dabei entsteht trotz einer Vielzahl beteiligter Produzenten nicht zuletzt dank RUFFKIDDs unverwechselbarer Darbietungsweise ein äußerst homogenes wie kurzweiliges Klangerzeugnis.

Inhaltlich beschäftigt sich der Protagonist dem Titel "The return of terror" entsprechend in bester Tradition mit energetisch bedrohlichen Repräsentanten à la "Mizantrophia", "100% RUFFKIDD", "Uns zu sehn" (mit Absztrakkt), "Attention pleaze!" oder "Stop bitchin'" (mit Morlockk Dilemma) und an der Realität orientierten Endzeitszenarien à la "Die Welt brennt". Seine stärksten Augenblicke erlebt der Tonträger mitunter jedoch dann, wenn die harte Schale fällt und in persönlicheren Stücken wie "Momente 1 & 2", "Ein Teil von mir" oder "Leb' wohl" einen weichen Kern entblößt, ohne dabei den typisch kraftvollen RUFFKIDD-Vortrag zu entbehren. Da sich auch die geladenen Gastvorträge von GoryGore und Phantomas angenehm in das qualitativ ansprechende Gesamtbild einfügen, entbehrt der vorliegende Tonträger nach den ersten Hördurchläufen lediglich spontaner Übersprungshandlungen.

Alles in Allem bleibt dem Rezensenten abschließend zu konstatieren, dass mit RUFFKIDDs "The return of terror" ein weiteres Qualitätsprodukt aus dem Hause 58Muzik vorliegt. Folglich wird die RUFFKIDD-Sympathisantin / der RUFFKIDD-Sympathisant über die gesamte Spielzeit hinweg keine negativen Überraschungen erleben. Weiterhin dürfte sich in einer gerechten Welt auch die ein oder andere neutrale Beobachterin / der ein oder andere neutrale Beobachter von der technisch einwandfrei vorgetragenen Lyrik des Protagonisten angesprochen fühlen und dem Tonträger zu seiner verdienten Wertschätzung verhelfen. Greifen Sie zu!

Kommentare:

  1. "Unaufhaltbar" kommt nach dem Outro.

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  2. Yep nach dem Outro, da war Herr Merkt wohl nicht ganz so aufmerksam.

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  3. Erstens steht "Unaufhaltbar" trotzdem nicht in der Titelliste, so dass meine Aussage absolut korrekt ist.

    Zweitens schalte ich CDs in der Regel direkt nach dem Outro aus.

    Drittens bedanke ich mich für den Hinweis!

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  4. Viertens bombt das Album

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  5. "Seine stärksten Augenblicke erlebt der Tonträger mitunter jedoch dann, wenn die harte Schale fällt und in persönlicheren Stücken wie "Momente 1 & 2", "Ein Teil von mir" oder "Leb' wohl" einen weichen Kern entblößt, ohne dabei den typisch kraftvollen RUFFKIDD-Vortrag zu entbehren"


    auf jeden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    ich find ruff auch auf ruhigeren beats besser als auf so ganz monumentalem zeugs.

    bombe

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