Tua & Vasee - Evigila (Review)


Aufgrund ihrer jeweiligen Vorgeschichte künstlerisch über jegliche Zweifel erhaben, warfen Reutlingens eigene Tua & Vasee dieser Tage ihre Gemeinschaftsbemühung "Evigila" in das florierende Weihnachtsgeschäft. Dabei überzeugt der Tonträger durch ein stimmiges, schwer melancholisches Gesamtkonzept, welches die Zuhörerin / den Zuhörer passend zur düsteren Jahreszeit auf eine Reise in die fiktive, aus Ängsten erbaute Stadt "Evigila" einlädt.

Nachdem bereits der eröffnende Titel "Die Stadt" die inhaltliche und musikalische Marschroute vorgibt, folgen mit "Aufgeben", "Alles funktioniert", "2in1" und "Bei dir" hervorragende Abhandlungen über die Hochs, Mittels und Tiefs zwischenmenschlicher Beziehungen - allesamt klassisches Lieblingsliedmaterial! Nicht minder positiv stechen das nach Selbstbestimmung lechzende "Wer ich sein will", das metaphorisch Einsamkeit thematisierende "Szene einer Wüste", das kämpferische "Das Blut" und das inhaltlich wie musikalisch eine interessante Wendung nehmende "Roter Luftballon" aus dem insgesamt 13 Anspielstationen umfassenden Tonträger heraus.

Stets angemessen düster instrumentiert von den beiden Protagonisten, entwickelt sich "Evigila" durch seine inhaltliche Tiefe zu einem Werk, welches die Hörerin / den hörer vielmehr zu einer intensiven Auseinandersetzung anstatt zu einem beiläufigen Vorbeihören auffordert. Dabei wurde ich als Konsument ausschließlich bei der Anspielstation "Der Präsident", dessen mutmaßliche Genialität sich mir nicht vollkommen erschließen mag, aus meinem linearen Hörgenuss gerissen. Ansonsten ist "Evigila" durchweg ohne Übersprungshandlungen genießbar und stellt erwartungsgemäß eines der besten Alben der vergangenen Spielzeit dar.

Kommentare:

  1. Evigila ist das beste Album was dieses Jahr erschienen ist. Ohne Zweifel !

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  2. wie recht herr merkt doch hat

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  3. habs mir aufgrund dieses reviews geholt und feier des so krass !

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