MontanaMax & Shiml - Generation Null (Review)


Für ihre mancherorts sehnlichst erwartete Gemeinschaftsbemühung "Generation Null" spielten MontanaMax & Shiml in den vergangenen Monaten insgesamt zwölf Anspielstationen ein, um diese über Selfmade Records an die Frau / den Mann zu bringen. Frei von jedweden aufgesetzten, verkaufsfördernden Darstellungen erschufen die langjährigen Weggefährten ein kurzweiliges Stück ehrlicher Musik, welches die Zuhörerin / den Zuhörer frei von jeglichen Übersprungskandidaten über eine Gesamtspielzeit von knapp 45 Minuten zu fesseln vermag. Dabei erreicht man zwar weder die technische Finesse eines Kollegah, noch die überdrehte Verrücktheit eines Favorite, bietet aber gerade dadurch eine Menge Identifikationspotential für den durchschnittlichen HipHop-Kopf.

So gibt man sich auf dem sensationell einleitenden "So wie ihr" oder "Sag Bescheid" unbedingt volksnah, beschreibt auf dem Titeltitel an der Seite von Marsimoto oder "82 Millionen" die Gefühlslage einer orientierungsschwachen Kohorte und gibt sich auf "Nirgendwohin" oder "Stillstand" melancholisch nachdenklich. Eingebettet in diesem wundervollen Kontext vermag sogar die meinerseits eingangs verhalten rezipierte Videoauskopplung "Randale" zu zünden und sich gekonnt in den rundum positiven Gesamteindruck einzufügen.

Instrumental stets passend untermalt von The Gunna entfaltet die Lyrik der beiden Protagonisten stets ihre vollste Wirkung und macht "Generation Null" zu einem der Alben, die man in der Spielzeit 2010 gehört haben sollte. Nach Jahren der zerebralen Vollwäsche ist ein derart ehrliches Werk die schönste Liebeserklärung, die man einer Kultur widmen könnte. Nachvollziehbar expliziert wird diese Liebe zur Kultur dann an der Seite von Flipstar und Too Strong auf "Zwölfzehn". Respekt in jedem Aspekt!

Kommentare:

  1. sind hier wirklich trojaner auf der seite? :(

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  2. Absoluter Blödsinn. Hier gibt es nicht einmal Werbung!

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  3. Sehr gutes Album, hat mich auch wirklich überrascht. Ich finde Montana Max ein bisschen stärker (grade auch bei den Soloalben der beiden), aber Shiml kann sich an dessen Seite auch wunderbar entfalten. Guter Deutschrap!

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  4. Ehre, wem Ehre gebührt. Danke

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  5. Was für eine bemerkenswerte Kritik! Die Platte ist wirklich ganz groß geworden, danke!

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