"Der Einspruch" aufgrund von Verfahrensfehlern abgewiesen!

Nachdem sich Eko Fresh mit zwei unverschämt schlechten Singles wieder einmal bei dem anspruchsvollen HipHop-Kopf eindrucksvoll selbst disqualifizierte (Herr Merkt berichtete), braucht es wieder einmal einen Rundumschlag, um das Ruder zwei Wochen vor der Veröffentlichung von "Was kostet die Welt?" doch noch einmal herum zu reißen. Hierfür wurde auf dem legendären "Urteil"-Beat nun "Der Einspruch" eingereicht.

"Der Einspruch" hier herunterladen

Obwohl ich die Entdeckung Farid Bangs in keinster Weise als Heldentat für die deutsche HipHop-Szene bezeichnen würde, präsentiert sich ein zu Höchstform aufrappender Eko Fresh hierbei als Künstler, der sein Handwerk zweifelsohne versteht. Dennoch muss ich den vorliegenden Einspruch aufgrund eines Verfahrensfehlers abweisen. So ist der Einspruch gegenüber einem Urteil binnen einer Woche (Quelle: Richter Alexander Hold, Richterin Barbara Salesch) - und nicht erst nach fünf Jahren - einzureichen. Weiterhin wurde in diversen Interviews bereits der Verzicht auf Rechtsmittel angekündigt, sprich: es war kein weiterer Disrespekt vorgesehen.

Ich möchte diesen Beitrag nicht schließen, ohne der aufmerksamen musikschaffenden Leserin / dem aufmerksamen musikschaffenden Leser einen Karrieretipp mit auf den Weg zu geben: Es reicht nicht aus, Ihre außergewöhnlichen Fertigkeiten nur dann zu zeigen, wenn Sie wieder einmal mit einer peinlichen Popnummer eine kommerzielle Bruchlandung erleiden. Konzentrieren Sie sich durchgängig auf Ihre Stärken, dann klappt das bei entsprechender Reputation auch mit einer angemessenen Chartplatzierung, ohne dass Sie es sich mit Ihrer Stammkäuferschicht verscherzen müssen. Ein Zeichen dafür, dass Sie nicht schlecht rappen müssen, um kommerziell erfolgreich zu sein, ist zum Beispiel, dass Eko Freshs szeneintern verhältnismäßig gefeierte EP "Jetzt kommen wir wieder auf die Sachen" erfolgreicher war als sein unsäglicher "Königin der Nacht"-Fehlgriff.

Kommentare:

  1. Word. Obwohl...ihrem Humor entsprechend wohl eher: Wort.

    obwohl ich nicht nachvollziehen kann warum sie Fard Bang nicht mögen. Er hat durchaus seine Existenzberechtigung im Game. Spiel, in ihren Worten.

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  2. Sie sprechen mir öfters aus der Seele als meine derzeitige Freundin. Ich kann Ihnen nur Recht geben.

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  3. Ich gebe ihnen Recht, allerdings ist der Einspruch wirklich ein klasse Rapsong!

    EKos Album wird gekauft, ich hoffe es lohnt sich!

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  4. Allein schon die Tatsache, dass er den Urteil-Beat nimmt, erzwingt einen Vergleich mit Savas' Über-Disstrack und da zieht Ek für mich eindeutig den Kürzeren.

    Lassen Sie sich nichts sagen, Herr Merkt, Ihr Stil ist einzigartig und dazu gehört auch der weitestgehende Verzicht auf Anglizismen.

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  5. Sein Flow passt einfach nicht auf den Beat.
    Außerdem sollte er vielleicht "Sample" mal auf Wikipedia nachschlagen.

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  6. So einen "Missbrauch melden" Button wie über Ihrem Blog sollte es für jeden Beat geben. Ích hätte ihn jetzt gedrückt.

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  7. Eko is nurnoch lächerlich. Ne Witzfigur!

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  8. German Dream beste überhaupt
    meiner meinung ist dieses Artikel hier ein witz

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  9. @Anonym über mir
    Allein schon einen Satz zu bilden, ohne Satzzeichen und einem Verb, reicht aus um einen Durchschnittshörer des Labels "German Dream" in eine klare Ziel- und Niveaugruppe einzuteilen.

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  10. Fein machen se das Herr Dr. Merkt! :-)

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  11. DIESER MERKT SCHWUCHTEL IST EIN HURENSOHN UND OPFER UND LÖSCHT KRITISCHE KOMMENTARE

    ICH HASSE DICH DU SCHWULER HURENSOHN

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  12. Sehr lyrisch! Solltest Rapper werden....

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  13. Lieber Anonym über mir:

    Schuchtel ist ein Femininum und deshalb verwendet man im Deutschen (Ja, kannst du wahrscheinlich nicht so gut) auch den passenden femininen bestimmten Artikel, alos bitte: "Diese Merkt Schwuchtel". Merk dir das und du kannst das nächste mal deinen Deutschlehrer schwer beeindrucken.

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  14. "Merk dir das und du kannst das nächste mal deinen Deutschlehrer schwer beeindrucken."

    Hab mich wunderbar amüsiert

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  15. Lustiger Track, sehr fetter Flow.

    Aber kommt halt nicht an den Meister ran...


    Interessant ist tatsächlich das Gehasse hier, nicht überraschend, aber das Niveau doch erschreckend niedrig.

    Ich finde "dieses Artikel auch ein Witz" - allerdings im positiven Sinne, da unterhaltsam formuliert und mit präzisen Pointen geschmückt.

    Ihren offensichtlichen Entschluss, wieder über HipHop zu bloggen, feiere ich im Übrigen sehr.

    Und über Stilkritik sind Sie ja wohl hoffentlich mittlerweile erhaben...

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