Mein Album: Revilo - Haken und Ösen

Verehrte Leserinnen und Leser,
damit der unsägliche Disstrack Marsimotos gegen Ihren Lieblingsblogger nicht weiterhin unnötig Aufmerksamkeit erhält, möchte ich zum Tagesgeschäft übergehen und Ihnen aktuelle Fakten zu Revilos anstehendem Album "Haken und Ösen" anbieten.

Wann erscheint das Album?
29.03.10

Über welches Label und welchen Vertrieb?
Headzwerk / Vertrieb sind wir noch am verhandeln

Welche Gäste haben Sie geladen?
Unter anderem: Sinuhe, Loki aka T.O.N.Y. von Labcologne, Franksta (Inflabluntahz), Nazz, Epoz, Butzilla, JusT Soul, Splinter

Wer hat produziert?
Croup, Dj Chestnut, Geronimo von Labcologne, Faltmeister, Ill-Luzion, Bubba Beatz, Audioholic

Wie kamen Sie auf den Titel des Albums?
Die Idee kam spontan, als ich gerade die Hook für den gleichnamigen Track schrieb, der bis dahin noch keinen Namen hatte. Ich habe dann auch das Album so genannt, weil ich finde dass der Titel auch meine allgemeine Lebenssituation perfekt widerspiegelt, da ich mich ständig mit „Haken und Ösen“ durchbeißen muss und das auch früher schon so gemacht habe...ich arbeite sozusagen mit allen (erlaubten) Tricks und gegebenen Möglichkeiten um meine Ziele zu Erreichen.

Können Sie die Leser mit einer Anekdote zur Entstehung des Albums oder spezifischer Tracks beglücken?
Interessant ist auf jeden Fall, dass der erste Track ( Intro) tatsächlich als allerletzter Track geschrieben und aufgenommen wurde. Ich hatte irgendwie keinen richtigen Opener für das Album und kam daher auf die Idee, ein gerapptes „Inhaltsverzeichnis“ zu machen, um die Leute auf die restlichen Tracks des Albums einzustimmen.
Außerdem war es so, dass der Großteil der von Croup produzierten Tracks erst geschrieben wurde und ich dann erst zusammen mit Croup den jeweiligen Beat dafür ausgesucht habe...interessanterweise hat dann immer der erste Beat den Croup im Sinn hatte, perfekt zum Text gepasst und wir mussten nur noch die Spuren aufnehmen...das war teilweise schon ziemlich unheimlich, das hatte manchmal schon was von Telepathie.

Welche Tracks liegen Ihnen besonders am Herzen? Warum?
Der mit Abstand wichtigste Track ist für mich „Niemals allein“, den ich für meine verstorbene Mutter geschrieben habe. Die ersten beiden Strophen entstanden, als sie noch lebte, aber bereits sehr krank war. Es bestand zwar noch eine kleine Hoffnung auf Besserung, doch dann ging es leider sehr schnell mit ihr bergab, deshalb entstand die dritte Strophe erst nach ihrem Tod. Ich habe ihr den Track also nie vorspielen können, was mir ehrlich gesagt sehr zugesetzt hat...die positiven Reaktionen meiner Familie auf den Track haben mir zwar sehr geholfen, aber trotzdem mache ich mir auch heute noch Vorwürfe, weil ich ihr manche Dinge nicht mehr persönlich sagen konnte.

Wie hoch würden Sie Ihre persönliche Zufriedenheit mit dem Album auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht zufrieden) bis 10 (sehr zufrieden) einschätzen?
Ich würde sagen 9, da ich mit der Produktion, dem Artwork zu 100% zufrieden bin, allerdings an mich selber auch sehr hohe Ansprüche stelle.. Diesen Ansprüchen gerecht zu werden ist für mich als Perfektionist sowieso fast unmöglich.

Warum sollte der HipHop-Kopf das Album unbedingt gehört haben?
Weil es einfach eine verdammt gute Platte geworden ist! Es geht mir nicht darum, mir ein bestimmtes Image aufzubauen oder zu versuchen irgendwie ein Stück vom mittlerweile sowieso sehr kleinen Hip-Hop-Kuchen abzubekommen...ich rappe wirklich aus purer Leidenschaft und weil ich etwas dazu beitragen möchte, dass Rap wieder allgemein einen höheren Stellenwert bekommt! Ich mache also die Musik, die ich selber vermisse und hören will. Selbst wenn ich einen mehr oder weniger sinnfreien Battle-Track schreibe, mache ich das mit hohen qualitativem Anspruch und immer in meinem eigenen Style, anstatt krampfhaft irgendwelchen aktuellen Trends zu folgen. Hinzu kommt, dass dieses Album vollgepackt mit fantastischen Beats ist, von denen jeder für sich ein kleines Kunstwerk ist...es ist kein einziger „Lückenfüller“ dabei, weil alle beteiligten Producer ihr allerbestes gegeben habe, darauf bin ich besonders stolz. Wir haben es denke ich alle ganz gut geschafft, den Sound der uns geprägt hat in die heutige Zeit zu übertragen, ohne dass es altbacken oder gar rückständig klingt.

Wo kann der interessierte Leser ein Snippet hören?
www.headzwerk.com

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