Samy Deluxe - Der letzte Tanz (Review)

Vergangene Spielzeit reihte sich neben Optik Records, Bozz Music und Aggro Berlin auch Deluxe Records in die illustre Schar verflossener Plattenfirmen ein. Zum Abschluss lädt Samy Deluxe mit dem Mixtape "Der letzte Tanz" zum Ausklang einer Ära, die mit Tuas "Grau", Snaga & Pillaths "Aus Liebe zum Spiel", Manuellsens vorläufigem Rücktritt und zwei abgeschlossenen Ausbildungen immerhin den ein oder anderen Achtungserfolg verbuchen konnte.

Vorab sei bereits erwähnt, dass sich Samy Deluxe im Gegensatz zum von mir nur wenig gefeierten "Dis wo ich herkomm" auf "Der letzte Tanz" wieder vermehrt dem geraden HipHop verschreibt. Daraus resultieren veritable Böller wie das Dead Rabbit-produzierte "Nie genug" an der Seite eines glänzend aufgelegten Ali A$ oder das ruralaffine "Draussen auf'm Dauf" inklusive wunderbar geschraubtem Kehrvers. Auch das "Hamburg 2009"-Update fällt unbedingt hörenswert aus und vermag dem süddeutschen Landei einen kleinen Einblick in die nördliche Metropole zu verschaffen. Für weitere Ausschläge nach oben zeichnen der feierliche Deluxe-Abgesang "Der letzte Tanz", die Schubser-Hymne "Hussel und flow", sowie das von fragwürdigen Inhalten durchtränkte "Samsimilias Rache" verantwortlich, bevor das Mixtape mit dem binnenwachsenden "Outta hier" würdig schließt.

Auf einem Soundteppich von Monroe, Instrumens, Dead Rabbit, Dash, Baby Dooks, DJ 360, Sam Gilly und Petone besinnt sich Samy Deluxe mehrheitlich auf seine Stärken als MC und kredenzt mit "Der letzte Tanz" einen würdigen Schlusspunkt für die Deluxe-Diskographie. Meine Gedanken sind bei all jenen, die sich aufgrund der Schließung von Deluxe Records momentan auf Arbeitssuche befinden.

Wertung: 4,5/6

Kommentare:

  1. alles andere als ausführlich du spinner!!!

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  2. HAst keinen schlechten Punkt genannt, 5 Punkte sind meiner Meinung nach auf jeden Fall drin!

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