Eko Fresh - Jetzt kommen wir wieder auf die Sachen EP (Review)

Die Krake, die einst das klassische Debüt des jungen Mönchengladbachers Eko - noch ohne Fresh - schmückte, ist nach 8-jähriger Abstinenz aus dem HipHop-Spiel wieder zurück. Gelang es dem aufstrebenden Talent damals mit der "Jetzt kommen wir auf die Sachen EP" und der freundlichen Unterstützung seines Mentors Kool Savas, die interessierten Blicke der HipHop-Szene auf sich zu ziehen, erfüllt die "Jetzt kommen wir wieder auf die Sachen EP" vielmehr die Funktion, eine Karriere, die durch zahlreiche Irrwege ins Bodenlose zu stürzen drohte, neu zu starten. Obwohl die erste Videoauskopplung zu "Bitte spitte 2010" an der Seite von Farid Bang deutliche Parallelen zum 2003er-Original aufwies, verzichtet der Wahlkölner auf EP-Länge auf eine Rekonstruktion vergangener Soundästhetik und transportiert vielmehr die Unbeschwertheit vergangener Tage auf "Stand der Kunst"-Produktionen von Monroe, Kingsize, niemehr4free Beats und Serious Sam gekonnt in die Neuzeit. Dabei demonstriert Eko Fresh eindrucksvoll, dass sowohl bezüglich des Unterhaltungswertes ("Bitte spitte 2010"), als auch im Bezug auf Authentizität ("Dream") weiterhin mit ihm zu rechnen sein wird. Selbst Protegé Farid Bang weiß auf "Bitte spitte 2010" dank irrwitziger Ideen - trotz verkotetem Einstieg - zu überzeugen und lässt mich erstmals ansatzweise einen Grund für seinen Szene-Hype erkennen. Weiter beherbergt die EP mit dem Titeltrack "Jetzt kommen wir wieder auf die Sachen" dank einer unglaublich atmosphärischen Monroe-Produktion einen der Ohrwürmer des Jahres, der noch lange in den Gehörgängen diverser Hörer nachhallen wird. Die beiden restlichen Anspielstationen ("Wer zuletzt lacht" und "Die Auferstehung") fallen angesichts der starken Videoauskopplungen zwar leicht ab, können das positive Gesamtbild der EP jedoch nicht weiter trüben. Die "Jetzt kommen wir wieder auf die Sachen EP" macht Spass und sollte Gehör finden - auch bei Stur Savas! Wertung: 4,5/6

Kommentare:

  1. Gures Review, ich gebe ihnen Recht, wobei ich "Die Auferstehung" sogar mit zum besten Track der EP zähle.

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  2. 4,5 von 6 nur ??! 5,5 mindestens!

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