Poesiealbum: Woroc

Neben vier Produktionen auf Kollegahs und Farid Bangs seit kurzem erwarteten Album "Jung, brutal, gutaussehend", bleibt Woroc auch in seiner Heimatstadt Berlin aktiv. So erwarten uns in den kommenden Monaten die komplett von Woroc produzierten Alben "Most Wanted" (MOK) und "tba" (Liquit Walker), sowie die DVD-Dokumentation "24 Stunden in den Straßen von Berlin". Grund genug, diesem talentierten Produzenten einen Eintrag in mein kleines Poesiealbum zu gewähren. Seit wann sind Sie am Drumcomputer aktiv? Seit Anfang des Jahrtausends. Musik hat mir damals geholfen die Bilder, die ich als Soldat im Krieg sehen musste, zu verarbeiten. Musik war wirklich eine Therapie, das ist kein nur so dahin gesagter Satz. Wann hat Ihnen der erste Hörer, der nicht aus Ihrem Freundeskreis stammt, Talent attestiert? Das war vor ungefähr sechs Jahren. Welchen Beat eines Kollegen hätten Sie gerne selbst produziert? Definitiv "Cry Me A River" von Timbland. Diesen Beat kann niemand ein zweites Mal bauen. Ich bin mir sicher, dass Timba einen ganzen Monat an dem Ding saß. Ein Killerbeat. Mit welcher Ihrer Produktionen sind Sie aus heutiger Sicht am wenigsten zufrieden? Mit dem Album "Vatoz Music - Hauptstadt Flowz" aus dem Jahr 2004. Ich glaube das hat bis heute nicht mal die Presskosten wieder eingespielt. Die Leute haben mir damals noch geraten nicht dieses grässliche Cover zu wählen, aber ich wollte unbedingt den Berliner Fernsehturm mit drauf haben:) Horrorszenario: Sie sterben einen plötzlichen unerwarteten Tod! Als welcher Rapper werden Sie wiedergeboren? Wenn ich Rapper hätte werden sollen, wäre ich wohl als Rapper auf die welt gekommen. Meine eigenen Rap-Versuche zählen hier übrigens nicht. Die mussten nur sein, weil immer irgendwelche Rapper zu verpeilt oder zu high waren, um ihre Feature-Parts einzurappen. Darum bin ich immer wieder eingesprungen. Ich warte ungern auf jemanden. Was war die unangenehmste Frage, die Ihnen jemals in einem Interview gestellt wurde? Was war die Antwort? Das war die Frage gerade eben:) Würden Sie zu Promo-Zwecken andere Produzenten öffentlich disrespektieren? Wenn ja, welche? Nein, niemals. Wir Produzenten sind ja in der Regel auch nicht in diesen Zirkus involviert. Aber die Idee ist schon okay und eine Überlegung wert. Ich werde mich damit auseinandersetzen. Was ist die peinlichste Platte, die Sie sich jemals gekauft haben? Eine Platte voller "Ostfriesenwitze", damals auf vinyl. Das muss ungefähr 1986 gewesen sein. Da waren lauter Witze über das ´Liesschen´ drauf. Ich habe die Platte bestimmt 200x pro Woche gehört und mich immer wieder totgelacht:) Was motiviert Sie angesichts der momentanen Marktsituation, Ihre Karriere fortzusetzen? Mein innerer Schweinehund. Es geht immer weiter, nach der Talfahrt geht es wieder bergauf! Woroc @ MySpace "24 Stunden in den Straßen von Berlin" (Trailer)

Kommentare:

  1. Herr Merkt, ist ihnen aufgefallen, dass bei der Frage "Was war die unangenehmste Frage, die ihnen jemals in einem Interview gestellt wurde? was war die Antwort?" selten gehaltvolle Beiträge komme? und sogar of die Frage selbt, als Antwort genannt wird.

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  2. das ist mir allerdings auch schon aufgefallen. ansonsten schönes ding!

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  3. das zeigt doch dass die leute die, die genannten frage mit selber antwort erwiderten, eventuell vom selben planet sind

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