Weekend - Endlich Wochenende (Review)

Nein! Bei dem Mixtape "Endlich Wochenende" handelt es sich nicht um ein neues Lebenszeichen des an anderer Stelle mehrfach lobend erwähnten Rappers mit Kehlkopfkrebs-Stimme (O-Ton: DNPs "Kollabo Skit"). Vielmehr handelt es sich um ein erstes Lebenszeichen eines Bad Segeberger Jungtalents, das auf einer Veröffentlichung mit mehreren Längen immer wieder sein Potential aufblitzen lässt. Mal Punchline geladen ("Intro"), mal versöhnlich ("Sommermusik") reimt sich die selbsternannte "1 im Norden" souverän durch die 65-minütige, überwiegend seelenvolle Produktion. Dabei erlebt der interessierte Hörer zwar keinerlei negative Überraschungen, allerdings mangelt es den einzelnen Stücken auch über weite Strecken an dem nötigen Wiedererkennungswert, so dass die Musik weitgehend am Hörer vorbeizieht ohne wirklich im Gedächtnis hängen zu bleiben. Löbliche Ausnahmen stellen das autobiographische "Ihr nehmt mir nix weg" auf einer seelenvollen Optimus Rhyme-Produktion, sowie die Hitmunks-Produktion "Rolex", die sich kritisch mit falschen finanziellen Erwartungen an das Rapgeschäft auseinandersetzt und mit Seitenhieben gegen Manuellsen und Sentino aufwartet. Alles in allem passiert auf "Endlich Wochenende" jedoch zu wenig, um den Namen Weekend dauerhaft auf die Deutschrap-Landkarte zu setzen. Eine durchschnittliche Veröffentlichung, die zwar mit jeder Menge Herzblut, jedoch mit wenig Innovation aufwartet und in dieser Form mindestens zwei Jahre zu spät erscheint. Wertung: 3/6 Weekend @ MySpace

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