Damion Davis - Lampenfieber (Review)

Während sich "Wholetrain"-Hauptdarsteller Mike Fiction aka Mike Adler in der Sat.1-Telenovela "Anna und die Liebe" einer breiteren Öffentlichkeit vorstellt, leistet sein Kollege Damion Davis in Form des von DJ V.Raeter gemischten Mixtapes "Lampenfieber" weiter HipHop-Basis-Arbeit. Nachdem auf dem einleitenden "Hallo Deutschland" das großartige "In the music"-Instrumental der Roots in bester Manier auseinander genommen wird, wird der geneigte Hörer auf eine Reise durch vergessene Sampler-Beiträge, Gastauftritte und bis dato unveröffentlichtes Material entführt. Dabei besticht der Protagonist an der Seite von Nebendarstellern wie Morlockk Dilemma, Curse, F.R., V-Mann, Dra-Q, Marcello und Roger Reckless mit messerscharfer Lyrik, charakteristischen Gesangseinlagen und packenden Geschichten. Aus den durchgängig hochwertigen Anspielstationen gehen das selbsterklärende "P.berg" mit V-Mann und Dra-Q, das medienkritische "Brainwash", das nach vorne preschende "Sag was du willst" mit Curse und Jolez Bo, sowie ein wieder einmal großartig aufgelegter Morlockk Dilemma auf "Wake up Remix" mit leichtem Vorsprung als Höhepunkte durch. Obwohl die einzelnen Tracks aus verschiedensten Veröffentlichungen zusammengetragen wurden, gelingt es DJ V.Raeter, nicht zuletzt dank Damion Davis' einnehmender Delivery, mit "Lampenfieber" ein höchst homogenes (no homo!) Mixtape zu erstellen, das über 26 Anspielstationen hinweg keine Durchhänger aufweist. In dieser Form wird man Damion Davis auch weiterhin im Auge behalten müssen. Wertung: 4,5/6 "Lampenfieber" bestellen

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