Michael Mic - Farbfilm (Review)

Mit "Farbfilm" legt der Produzent und Rapper Michael Mic dieser Tage sein bereits drittes Album über das Berliner Label "Big Bud" vor. Während auf der Produktionsseite alles in eigenen Händen behalten wurde, wird Michael Mic durch Vokalbeiträge von Harris, Plaetter Pi, Millionadis Adi, Sha-Karl, Roberto Estilos, Blood Spencore und Queen Mareen unterstützt. Auf durchgängig hochklassigen und auf Tanzbarkeit getrimmten Instrumentals, die in ihren besten Momenten an den omnipräsenten Timbaland erinnern, wird im einleitenden "Intro" und in "Okay" zunächst einmal der eigenen Überlegenheit und Großartigkeit gehuldigt, bevor mit "Hände, Hintern, Kopf" an der Seite des positiv in Erscheinung tretenden Roberto Estilos einer der größeren Club-Hits der vergangenen Spielzeit aus den Boxen tropft. Eben jener Roberto Estilos weiß auch auf dem offensichtlich von Timbaland inspirierten "Zauberstaub" an der Seite des Protagonisten zu gefallen. Erwartungsgemäß schlagkräftig zeigt sich Millionadis Adi auf dem Representer "Glashaus" und Harris übt sich auf "Schwillauch" in sympathischem Sozialneid. Auch ernstere Themen weiß Michael Mic angemessen zu bearbeiten, so dass das Album im letzten Drittel mit dem gesellschaftskritischen "Deutschönerland", dem fesselnd biographischen "Tiefpunkt" und der Generationsanalyse "Quarterlife Crisis" mit drei weiteren Anspieltipps aufwartet. Alles in Allem weiß "Farbfilm" zu überzeugen. Sowohl Freunde von HipHop deutscher Machart, als auch Freunde timbalandscher Produktionskünste sollten bei dieser Platte mehr als nur ein Ohr riskieren und bei Gefallen zugreifen. Wertung: 4/6 PS: Hören Sie Highlights des Albums bei "Herr Merkt Radio" im Web- oder Winamp-Stream! "Farbfilm" bestellen

Kommentare:

  1. In ihren Beitraegen berichten sie ueber die arme heruntergekommene Hip-Hop-Kultur, und doch bekommt jeder ausser Bushido mindestens ne 4 :D

    Ich finds wack

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  2. Ich kaufe mir eben grundsätzlich keine/kaum schlechte CDs. Von daher die relativ hohe Durchschnittsnote.

    Im Gegensatz zu manchen Kollegen reviewe ich nämlich nur Original-CDs.

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