Bushido - Heavy Metal Payback (Review)

"Ich habe Deutschrap kaputt gemacht" schallt es eröffnend aus den Handy-Lautsprechern der Nation, wenn der interessierte Halb-Kriminelle sich dieser Tage das neue Bushido-Album aus illegalen Quellen auf das neueste "Sony Walkman-Handy" geschoben hat. Da es sich hierbei jedoch um keinen Aufsatz über die verheerenden Auswirkungen von Raubkopien auf die Weltwirtschaft handelt, möchte ich von der Rezession zur Rezension überleiten, indem ich die erstgenannte Aussage entschärfe. Sicherlich können die Meinungen über das musikalische Gesamtwerk des Herrn Anis Ferchichi auseinander gehen, allerdings komme ich nicht umhin, im Vergleich zum schwachen "7" eine deutliche Leistungssteigerung zu attestieren, auch wenn sich Bushido erneut nicht neu erfindet und mit wenigen Ausnahmen bereits andersweitig behandelte Themen neu interpretiert. So abwechslungsreich scheint das Ghetto dann doch nicht zu sein. Als Anspieltipps sind das intelligent betitelte "Paragraph 117", bei dem Bushido auf einem gewohnt gut produzierten Beatlefield-Beat ordentlich Alarm macht, das bewegende "Flug LH3516" , die "Aggro Berlin"-Abbrechnung "4, 3, 2, 1 (Vielen Dank Aggro Berlin)" und das bereits dritte Cassandra Steen-Duett "Bonnie und Clyde" zu nennen. Das wahre Highlight des Albums stellt jedoch das zusammen mit Karel Gott eingespielte "Für immer jung" dar, auf dem Bushido inhaltlich zu Höchstform aufläuft und eine wahrhafte Gänsehaut-Nummer auf die Beine stellt. Leider werden die soeben genannten Nummern durch etliche unnötige Seitenhiebe überschattet, die ein wahrer Superstar nicht nötig haben sollte. So erinnert "Kennst du die Stars" mit Oliver Pocher vielmehr an einen hungrigen Newcomer, der in C-Promi-Rundumschlägen ein probates Mittel sieht, um sich ins Gespräch zu bringen. Auch über die unsägliche Single "Ching Ching" müssen keine weiteren Worte mehr verloren werden und "Heavy Metal" mit Kay One wäre wohl besser für immer in den Giftschrank gewandert. So bleibt trotz deutlicher Verbesserung zum Vorgänger ein bitterer Beigeschmack. Bushido-Fans werden das Album auf jeden Fall feiern, gerne auch im Knast. Denn auch dort schallt "Heavy Metal Payback" aus den Lautsprechern des "Sony Walkman-Handy". Wenigstens bleibt das Geld in der Familie. Wertung: 3,5/6 "Heavy Metal Payback" bestellen

Kommentare:

  1. omg, wieso schreiben sie überhaupt über so einen müll... typisch merkt blog...

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  2. Ich glaub Bushido ist an einem Punkt angekommen, an dem ihm jegliche Kritik ausser die seiner Fans scheißegal sein kann. Jede Review ist unerheblich. Das Album ist ne 7 von 6.

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  3. Und ich bin an einem Punkt angelangt, an dem mich nur noch die Meinung von HipHop-Köpfen und nicht von gehirngewaschenen Bushido-Groupies zu interessieren braucht, die sogar die Anmeldung zum Forum abschalten, damit bloß keine kritischen Stimmen aufkommen.

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  4. Bushido IST deutscher Rap.Er allein.Congo hin oder her.Es gibt keinen deutschen Rap.Es gibt nur Bushido.

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  5. Bushido ist deutscher Rap [..] Es gibt keinen deutschen Rap [..]

    Schön wärs !!!!!!!

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  6. Bushido hat gute Beats. Nicht mehr und nicht weniger. Die Texte- falls man das so nennen darf- sind der letzte Dreck.

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  7. hört / lest doch mal bitte EIN interview mit bushido und ihr merkt, dass der typ TOTAL hohl ist und sich in jedem zweiten satz widerspricht. einfach albern. gut für kiddies bis 15 jahre ;)

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  8. In Sachen Business bekommt Bushido von mir eine 6/6 !

    Inhaltlich und angelehnt an den eigentlichen "Rap-Gedanken" leider höchstens eine 2/6 !

    Ein weiteres Album das in meiner persönlichen Rap-Welt nichts zu suchen hat !

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