Was wäre wenn...

Verehrte Leserinnen und Leser, haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie unsere Welt ohne den von uns so heiß und innig geliebten HipHop aussähe. Was wäre passiert, wenn die Integration im Amerika der 70er-Jahre so weit fortgeschritten gewesen wäre, dass keine Notwendigkeit für die legendären Block-Partys bestanden hätte, aus denen HipHop letztlich hervorging? Wagen Sie sich mit mir auf ein Gedankenexperiment, welches Ihre Sicht auf diese Welt grundlegend verändern wird! 6 Uhr Wir befinden uns im Berlin des 21. Jahrhunderts. Der 26-jährige Paul wird von den Klängen seines Radioweckers geweckt. Nach einer Nachricht über die bevorstehende Wiederwahl des amerikanischen Präsidenten Tupac Amaru Shakur erklingen die ersten Töne der neuen Madonna-Hitsingle mit Mark Medlock und Dieter Bohlen. Paul wirft sein weißes Kopfkissen in Richtung Wecker ... Volltreffer ... er dreht sich nochmals zur Seite. Dort erwartet ihn jedoch nicht der Sandmann, sondern sein 9-jähriger Sohn. Er hält eine Aufklärungs-Broschüre in der Hand und fragt mit neugierigem Blick: "Du Papa, was ist Analverkehr?" 8 Uhr Mittlerweile befindet sich Paul in der S-Bahn zur Arbeit. Nach seiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann hatte er eine gut bezahlten Stelle bei einem kleinen mittelständischen Unternehmen in der Metallindustrie bekommen. Paul genießt die wunderbare Stille und betrachtet die Skyline, an welcher die S-Bahn vorbeirauscht. Vereinzelt wird das saubere Stadtbild von Schmierereien konkurrierender Fußballgangs unterbrochen. Riesengroße Plakate kündigen das dritte Comeback-Album des Dancehall-Superstars Bushido an. 17 Uhr Nach einem langen anstrengenden Arbeitstag freut sich Paul auf sein Häuschen am Stadtrand und seine Familie. Die himmlische Ruhe der morgendlichen S-Bahn-Fahrt ist einem beachtlichen Lärmpegel gewichen, da prä-pubertäre Jugendliche das gesamte Abteil mit der neuen Bushido-Single beschallen. "Der macht doch auch seit Jahren das Gleiche", denkt Paul und versucht sich abzulenken. 20 Uhr In der Tagesschau läuft ein Beitrag über die Verrohung der deutschen Jugend. Politiker und Wissenschaftler stehen der Bedrohung durch Killerspiele, Heavy Metall und Dancehall ratlos entgegen und fordern schärfere Verbote. Paul verfolgt den Beitrag mit Spannung, da sein Sohn langsam in das kritische Alter kommt und von seinen Freunden vereinzelt Bushido-Songs auf den MP3-Player überspielt bekam. Selbst ernste Gespräche mit den entsprechenden Eltern brachten keine Verbesserung. 22 Uhr Nachdem sein 9-jähriger Sohn endlich schläft, zappt sich Paul bei einem Feierabend-Bier durch das abendliche Fernsehprogramm. Nur noch Casting-Müll, denkt er sich, als er bei "Deutschland sucht den Superstar" hängen bleibt. Dort versucht der 25-jährige Wassiem Taha die unerbittliche Jury mit verzweifelten Tanzeinlagen doch noch davon zu überzeugen, dass er der geboren Superstar sei, Wallah Habibi! 23 Uhr Es ist spät geworden. Paul liegt bereits im Halbschlaf, als sich seine gerade heimkehrende, angetrunkene Freundin zu ihm gesellt. "Du Paul, ich hätte Lust auf Posex." "Ein ekliger Gedanke!", findet Paul. Nehmen Sie HipHop nicht als Selbstverständlichkeit wahr und hören Sie umgehend "Herr Merkt Radio" im Web- oder Winamp-Stream!

Kommentare:

  1. geil! vor allem die sache mit massiv muhaa

    AntwortenLöschen
  2. Die Vorstellung Bushido sei ohne Hip Hop Dancehallkünstler geworden hat was. Würde ich mir definitiv mal anhören... kann ja nur besser werden :D

    AntwortenLöschen
  3. Geiler Scheiß
    Danke Herr Merkt für die Erhellung meines Tages

    AntwortenLöschen
  4. Ich spreche Ihnen, sehr geehrter Herr Merkt, meinen Dank aus, für die Gedanken die Sie haben durch meinen Kopf gehen lassen. Solche kreativen Gedankengüsse liest man heute leider viel zu selten. Hochachtungsvoll Reinhard

    AntwortenLöschen
  5. Naja, etwas schlecht geraten der Text, das ist alles zu einseitig geschrieben. Irgendwie passt das alles nicht zusammen, auch das mit dem Hip-Hop Dancehallact geht zu einseitig und zeigt auch die sinnlose Gedankenrichtung des Texts.

    AntwortenLöschen
  6. schwachsinn..

    wer hiphop lebt, würde ihn auch leben wenn es ihn nich gäbe - es hätte dann nämlich nur irgendeinen anderen namen..

    AntwortenLöschen
  7. Irgendwie fehlt mir an diesem text die Pointe. Ob da wohl von Paul Würdig die Rede ist?
    Im Großen und Ganzen interessanter Gedanke, aber zu wenig draus gemacht.

    MfG

    AntwortenLöschen
  8. das ist kein "kreativer gedankenguss" das ist mittelmäßig und. nicht sonderlich gut.

    AntwortenLöschen
  9. Ich kann die Gedankengänge dieses Herrn Merkt leider in keinster Weise nachvollziehen, mir würde die Vorstellung, dass die Welt vor Hip Hop verschont geblieben wäre, 1000x mal besser gefallen. Auch bin ich überzeugt, dass es unserer Jugend damit besser gehen würde und es weniger Gewalt geben würde.
    Mag sein, dass sich hier die meisten jetzt fragen was will den der hier?
    Ich bin extrem Musik begeistert, doch verabscheue ich zutiefst den Musikgeschmack des Herrn Merkt.
    Hip Hop wird niemals überleben!!!

    AntwortenLöschen
  10. Geil gemacht, war echt lustig, auch wenn ich Bushidofan bin, kann ich über solche Sachen lachen! Aber Massiv heißt Wasiem Taha, nicht Wassiem Taha.

    AntwortenLöschen

Bitte kommentieren Sie die Beiträge mit dem Maße an Respekt gegenüber den Künstlern, das auch Ihnen entgegengebracht werden soll.
Kritik ist durchaus erwünscht, aber nur in einem angemessenen Ton und von konstruktiver Natur.
Sollten Sie sich nicht daran halten, wird die freie Kommentarfunktion demnächst eingestellt und Kommentare sind nur noch nach Registrierung möglich!