Downloads #1

Verehrte Leserinnen und Leser, der "Markt" der kostenlosen Download-Alben/Mixtapes/EPs wird in Zeiten von DSL und MySpace immer unübersichtlicher. Um Ihnen einen kleinen Überblick über die stetig wachsende Release-Flut zu verschaffen, werde ich nun regelmäßig einige Veröffentlichungen zusammentragen. Dabei bitte ich Sie, zwei Punkte zu beachten: 1. Diese Liste erhebt keinen Ansrpuch auf Vollständigkeit. 2. Ich habe mir nicht alle Veröffentlichungen intensiv angehört, kann daher keine Qualitätsgarantie geben. Sollte Ihre weltbewegende Veröffentlichung fehlen, können Sie mich gerne über MySpace kontaktieren, um diesen Mißstand in der nächsten Ausgabe zu beheben. Eine gewisse Aktualität der Veröffentlichung sollte dabei gegeben sein. Caught in the Crack - Es wird wie ein Unfall aussehen Demo des Monats in der Juice. Clemenceau - Sprachsavant Das MZEE-Forum ist begeistert. Empulse - 44 Minuten Ruhm Produzentenalbum mit Features von Maeckes, Plan B und Morlockk Dilemma. Jokaz - Schraubstollen EP Direkt aus dem Ruhrpott in Ihre Wohnzimmer. Laas Unlimited - The Prequel Beeindruckender Karriereüberblick des ehemaligen "Stammtisch"-Rappers. Maeckes - 30 Minuten 16er 30 Minuten Irrsin. Pedaz - Asozialer Kerl Unter anderem mit einem Snaga-Feature. Porni - Einzigartig Mixtape Sehr solide Arbeit. Prezident - Kleiner Katechismus Für den anspruchsvollen HipHop-Kopf! Reason - Strassenpolitik Illustre Produzenten- und Gästeliste. Für Anhänger von Rap berliner Machart ein Muss. Sandy Solo - Wo ist mein Geld? Eindeutig besser als der "Feuer über Deutschland"-Beitrag. Tizzle - Free EP 07 Mit Olli Banjo-Feature. Waes & Upset - Halt's Maul, is umsonst du Hund EP 5 Track starke EP inklusive "Without me"-Remix. EDIT: Inferno 79 - Seelenkrieg Inferno 79 - Stimme der Stadt

Olli Banjo - Sparring III (Review)

Die Erwartungen waren nicht zuletzt aufgrund der illustren Gästeliste in astronomische Höhen gerückt worden. Die besten Voraussetzungen also, um eine astreine Bruchlandung hinzulegen und ganze Wagenladungen an schlechten Kritiken einzufahren. Wie können die durch angekündigte Gäste wie Kool Savas, Curse, K.I.Z., Maeckes & Plan B, Marteria, Huss & Hodn und Tone geschürten Erwartungen auch nur im Ansatz befriedigt werden? Diese rhetorisch anmutende Frage kann durch "Sparring 3" beantwortet werden. Bereits der Start in Form des "Sparring III Themes" ist mehr als amtlich und Olli flowt wie ein junger Gott über ein sensationelles Roe Beardie-Instrumental. Mit "Denkmal" folgt an der Seite von Kool Savas, Caput & Moe Mitchell auch schon die schwächste Anspielstation des Langspielers, bevor an der Seite von K.I.Z. die Clubs abgerissen werden. "Hoch uff die Box" entpuppt sich als ein wahrhaftes Brett von einem Beat von den Bounce Brothas, auf dem sowohl K.I.Z. als auch Oliver Otubanjo zu Hochform auflaufen. Die Steigerung folgt mit "Unmöglich pt. II", auf dem sich Olli Banjo neben einem großartigen Laas Unlimited in Hochform reimt und flowt auf dem Fuße. Ein Punchlinegewitter von epischen Ausmaßen. "Boxring" kommt mit "Brothers Keepers"-Diss von B-Tight auf einem Beat, der ein wenig an "Königsklasse" erinnert, bevor der angehende Rummelplatz-Boxer auf "Ich geh boxen" eine wichtige und zugleich unterhaltsame Lehrstunde erhält. In Form von "16 Takte Schwachsinn" mit den berüchtigten Maeckes und Plan B folgt lyrischer Nonsens auf höchstem Niveau. Ollis zweiter Solotrack "Graffiti & Rap" beschäftigt sich mit der folgenschwerden Liebe zu Graffiti und der tragischen Beendigung der Writer-Karriere durch die Staatsgewalt. "Kids" kommt mit süßen Kindheitserinnerungen, "Ich fliege über Deutschland" mit hypnotischem Roe Beardie-Beat und einem bereits besser gehörten Gregpipe. Danach stellt "Luke Skywalker" eines der inhaltichen Highlights der Platte dar, bevor sich Jonesmann auf "Viel zu klärn" für die extrem peinliche Hook auf dem Franky Kubrick-Album rehabilitiert. Eine der besten, wenn nicht die bisher beste Zusammenarbeit dieses großartigen Duos. Mit "Nur für euch" an der Seite einer gut flowenden Lisi wird dem weiblichen Geschlecht gehuldigt und interessante Hypothesen über die Entstehung von Diktaturen aufgestellt, die "Kollabo des Todes" mit Tone beendet zwar keine Existenzen, kann aber trotzdem so einiges. Auf die Kollabo mit dem Urvater des deutschen Battlerap folgt der Jungspund F.R., der mit seinem Beitrag auf "Zwischen Genie & Wahnsinn" durchaus zu übereugen weiß und wieder einmal einen positiven Eindruck hinterlässt. Nicht weniger sensationell ist der an der Seite von Marteria eingespielte Agenten-Epos "Der Auftrag", welches mich beattechnisch am nachhaltigsten beeindruckenden konnte. Tiefgründiger als Banjo und Curse auf "Amoklauf" geht es sowieso nicht und auch "Revolution" mit Planet Asia regt zum Nachdenken an, bevor der Retrogott auf "Wie schön" in gewohnt unangestrengter Manier einen Beat inklusive Konkurrenz zerlegt. Auch der Track mit den bereits mehrfach positiv in Erscheinung getretenen PMA und Mädness liefert in keinster Weise Grund zum abtauchen und zeigt drei Rapper in Hochform. In gewohnter Tradition setzt Manolito Mengele den Schlusspunkt eines in sich stimmigen Werkes. Messlatte Richtung Vollmond? Das war gestern! Mit dem mittlerweile dritten Teil der "Sparring"-Reihe bewegen sich Olli Banjo und Gäste gefährlich nahe am Verglühen in der Heliosphäre. Wertung: 6/6

Rapinterpretation: Olli Banjo - Pistole

Verehrte Leserinnen und Leser, in der neuen Rubrik "Rapinterpretation" werde ich in losen Abständen Interpretationen von kontroversen Rap-Texten zum besten geben. Ich hoffe, hierdurch einige Mißverständnisse aufklären zu können und die Kritiker zu einer differenzierteren Auseinandersetzung mit der Musik bewegen zu können. Beginnen möchte ich in dieser Ausgabe mit Olli Banjos Szene-Hit "Pistole", der für Aufruhr sorgte und wohl auch vereinzelt von übermotivierten JournalistINNEN mißverstanden wurde. Ich hab eine Pistole, du hast keine Pistole. 3x Du hast, du hast. Diese einfachen, aber sehr effektiven Zeilen stellen die Hook (Kehrvers) dieses Stückes dar. Die Ironie in diesen Zeilen ist dem Hörer nur dann ersichtlich, wenn ihm das sprachlich höchst elaborierte Gesamtwerk des Künstlers Olli Banjo bekannt ist. In der ersten Strophe rappt Olli Banjo nicht aus seiner eigenen Perspektive. Das lyrische Ich schlüpft dabei in die Rolle eines prototypischen, wenig begabten Gangster-Rappers namens Mehmet. Ich hab meine Gun dabei, sie macht Prrrrrrrr, ihr seid jetzt Kartoffelbrei. Olli Banjo eröffnet die erste Strophe, die insgesamt als Überzeichnung der Gangster-Attitude in der deutschsprachigen HipHop-Szene zu interpretieren ist, mit dieser Sinneinheit. Besonderes Augenmerk sei hierbei auf das Wort Kartoffelbrei gelegt, da dieses die negativ assoziierte Bezeichung "Kartoffel" (für: Deutsche) beinhaltet, die in der HipHop-Szene vor allem durch Eko Freshs an Fler adressierte Zeilen auf "Abrechnung" Einzug hielt. Des Weiteren dient "Kartoffelbrei" als ironische Überzeichnung, da handelsübliche Pistolen ("Guns") in der Regel nicht dazu geeignet sind, einen ausgewachsenen Menschen vollständig zu pürieren. Mama sagt, dass ich in der Schule hocken bleib, ich komm gleich zum Essen, ich muss noch über Fotzen reimen. In diesen Zeilen wird das ambivalente Verhältnis des deutschen Gangster-Rap zum weiblichen Geschlecht thematisiert. Einerseits wird die eigene weibliche Erziehungsberechtigte ("Mama") vergöttert bzw. es besteht ein Abhängigkeitsverhältnis, andererseits werden weibliche Wesen mit anderem Genom als Sexobjekte degradiert bzw. mit abschätzigen Bezeichnungen ihrer primären Sexualmerkmale benannt. Ich fick den ganzen Tag und kiff und verkaufe nachts Crack und lauf nachts ins Geschäft, durch's Fenster, krach, ich bin Chef. Ich Gangster, du nur ein Depp. Du Opfer. Was? Willst du Stress? Olli Banjo beschreibt in diesen Zeilen den fiktiven Tagesablauf eines durchschnittlichen Internet-Gangsters. Besondere Brisanz gewinnen diese Zeilen im Sinnzusammenhang mit den vorhergehenden Lines, aus denen hervorgeht, dass es sich beim lyrischen Ich offensichtlich um einen minderjährigen Schüler handelt, der noch von seiner Mutter bekocht wird. Ich kann zwar nicht rappen gut, aber ich rap über Blut. Und Blut ist gut für mein Image. Diese Zeilen üben implizit Kritik an dem Umstand, dass es heutzutage nicht mehr auf das Talent ankommt, sondern hauptsächlich auf ein gut aufgebautes Image, welches den kleinen Kindern den Großstadtflair in das Kinderzimmer transportiert. Yeah Ich komm nicht aus Österreich. Was reimt sich auf Österreich? Österreich, schöner Reim, schieb dir einen Döner rein. Hier prangert der Künstler den zunehmenden Verfall der hohen deutschen Reimkunst an, die vor allem der falsch verstandenen Disziplin "Spitten" (zu deutsch: spucken) geschuldet ist. Hierbei geht es ursprünglich darum, in zwei aufeinanderfolgenden Zeilen die selben Worte in unterschiedlicher semantischer Bedeutung zu verwenden. Dank Künstlern wie Bushido wurde diese Kunstform jedoch stark verwässert. Ganz nebenbei liefert der Künstler mit "schöner Reim" und "Döner rein" gleich zwei, zugegebenermaßen unsaubere, Triple-Reime auf das Wort "Österreich". Respekt! Du willst jetzt zu rappen versuchen, du rappender Kuchen, komm mich in meinem Ghetto besuchen. Hier wird die Stilisierung des Ghettos als "place to be" ("Platz zum sein") und die damit verbundene Verschiebung von musikalischem Wettkampf hin zu Gewalt angedeutet. Der ironische Unterton der gesamten ersten Strophe impliziert Kritik. Kumpel von Mehmet: Yeah, Mehmet, du bist der Geilste, Alter, du bist doppelt so gut, rap doch mal Doppel- Time. Mehmet: Ich rap sogar Doppel- Time, kuck, was meine Gun macht, mein Gun macht, ganaganaganag. Hier wird ein Einblick in die ungünstige Interaktion von Pseudo-Gangster-Rappern mit ihrer Crew (zu deutsch: Freundeskreis, Weggefährten) gegeben, die in peinlichen Selbstüberschätzungen und regelmäßig heulend vor Dieter Bohlen bei "Deutschland sucht den Superstar" endet. Ich hab eine Pistole, du hast keine Pistole. Du hast, du hast. Kehrvers (siehe oben) In der zweiten Strophe verlässt der Künstler Olli Banjo das lyrische Ich und beschreibt nun aus eigener Perspektive den Status Quo der deutschen Gangster-Rap-Szene. Spätestens nun sollte sich dem halbwegs intelligenzbegabten Kritiker die Ironie der ersten Strophe offenbaren. Jetzt Stopp! Olli fängt bei Null an, deutsche Rapper wischen sich den Arsch mit Stacheldraht beim Pullern. Diese Einheit leitet den Perspektivenwechsel mit einem symbolischen "Stopp!" ein, bevor der Künstler Olli (Anmerkung des Verfassers: Banjo) auch den Hörer ohne Vorwissen in seine Welt mitnimmt und die Kritik explizit auf den Punkt bringt. Dabei wird umgehend die oft sinnlos demonstrierte Härte angeprangert. Wo wollt ihr Motherfucker hin mit Dünnschiss, gekoppelt mit Dreck auf'm Müllbeat. Selbstverständlich muss sich der durchschnittliche Gangster-Rapper die Frage gefallen lassen, was er mit seiner verbalen Diarrhöe auf minderwertigen musikalischen Untermalungen überhaupt erreichen möchte. Sicherlich lassen sich durch diese Kombination nur pubertierende Jugendliche beeindrucken, die sich ihre Musik auf illegalem Wege über das Internet besorgen, da der durch Gangster-Rap propagierte Lebenswandel (insbesondere Kokain) doch recht kostspielig ist und kein Geld für Musik übrig bleibt. Ich will in den Charts oben bleiben, oh wie einfach, guck einfach was große Signings overseas so schreiben über Hoes und Drive-Bys, nimm deinen großen Bleistift, flow und schreib doofe Reime über Koks, Drogen, Weiber, Hoden, Scheiden, und dass deine Großstadt geil ist. Sicherlich ist auch der steigende Einfluss erfolgreicher amerikanischer Künstler aus Übersee ("große Signings Overseas") auf den thematischen Kanon von deutschem Rap nicht zu vernachlässigen. Was im Anbetracht der Lebensrealität in amerikanischen Großstädten für amerikanische Künstler authentisch ist, kann bei MC Horst aus Dormagen affig wirken. Ein Plädoyer für mehr Authentizität in der Musik! Jetzt noch modisch stylisch, so verkleiden, wie im Video von Ice. Schon vom Weiten sieht man deine Hose weit und rosa Nikes, New Era, Benni Miles, Ecko, Mekka, Rolex, Ice und dies und das ... HipHop verkommt in manchen Kreisen eher zur Modeschau für 10XL-Shirts, Designer-Marken und teure Accesoires. Dieser unglückliche Umstand, der in Videos von Künstlern wie (Anmerkung des Verfassers: Vanilla) Ice propagiert wird, wird von deutschen Künstlern zu gerne adaptiert. Ein Trend, dem im Sinne des ursprünglichen Geistes der Kultur entgegengewirkt werden muss! und alles außer Raptalent steckt, je schlechter der Rap, desto größer der Impact bei Fans. Hör, merk dir diese dumme Kacke ist für Deutschland tödlich und diese Scheiße ist leider nur in Deutschland möglich. Olli Banjo bemängelt zurecht den Umstand, dass in bestimmtmen Kreisen vor allem jene Auswucherungen der deutschen HipHop-Szene gefeiert werden, denen das Talent zum adäquaten Umgang mit Sprache nicht gerade in die Wiege gelegt wurde. Dass dieser Umstand auf Dauer die öffentliche Meinung über HipHop negativ prägt ist unumstritten. Jedoch schließe ich mich mit Künstlern wie Soulja Boy im Hinterkopf der letzten Aussage nicht zu 100% an. Ich hab eine Pistole, du hast keine Pistole. Du hast, du hast. 4x Kehrvers (siehe oben) Legende: Songtext Interpretation Für Rechtschreibfehler im Songtext möchte ich keine Haftung übernehmen, da dieser größtenteils vom MZEE-Forum adaptiert und an einigen Stellen sinnvoll ergänzt wurde.

Herr Merkt hilft: Die !!! (Teil 3)

Verehrte Leserinnen und Leser, die Lebenszeit tickt Sekunde für Sekunde hinfort. Da mich dieser Umstand zur Reflektion über unseren schönen blauen Planeten anregte, kann ich Ihnen zu später Stunde eine neue Ausgabe der bahnbrechenden Reihe "Die !!!" präsentieren. Bitte bedenken Sie, dass diese Aussagen Axiome und keine Diskussionsgrundlage darstellen. Verbreiten Sie meine Weisheit! Ich danke Ihnen für Ihre Mithilfe. - Wenn zu viel Raps zur Herstellung von Biodiesel verwendet wird, dann wird längerfristig auch der durchschnittliche HipHop-Kopf darunter leiden! - Ich sprach von höheren Lebenshaltungskosten! - Lil' Wayne wird vollkommen überschätzt! - T-Pain fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung Schaden zu! - Durch den Aufkauf seiner eigenen Platten wird man trotz Top20-Platzierung nicht reich! - Da ich unerklärlicherweise im Massiv-Forum gesperrt wurde, bleibt es Ihre Aufgabe, dies den entsprechenden Künstlern mitzuteilen! - Lady Bitch Ray schreibt gerade an der bedeutendsten Diss ihres Lebens! - Der Begriff "Diss" wird auch im Akademiker-Slang verwendet! - "Das Urteil" macht Kool Savas noch lange nicht zum Dr.! - Wenn "Galileo Mystery" Wissenschaft ist, dann macht Oli P. HipHop! - "rhythmisch sprechen" ist kein Synonym für "rappen"! - Rap braucht mindestens vier verschiedene Versionen des selben Albums! - Intelligenzbegabte Individuen kaufen sich dennoch lediglich eine dieser Versionen in einfacher Ausführung! - Gitarrengeschrammel rechtfertigt Texte, für die Rapper ohne Diskussion auf dem Index landen! - Im Aggroboard geht es gesitteter zu als bei MZEE oder laut.de! - Trotz Marcus Staiger benutze ich immer noch kein rap.de! - Eloquenz gepaart mit zweifelhaften Ehrvorstellungen bergen ein enormes Gefahrenpotential! - Dennoch sehe ich lieber Bushido bei Kerner als Orgi bei Alice Schwarzer! - April 2008 und Mai 2008 sind teure Monate für Anhänger HipHops deutscher Machart! - Leider wird ein Großteil der HipHop-Köpfe das Geld in größere Festplatten investieren! - Seit Ende des letzten Jahres suchen verwirrte Schafe per Google einen Download von sidos Album "Ich und meine Maske"! - "Detox" kommt nicht vor "Chinese democracy"! - Ich brauche weder eine Penisverlängerung, noch Viagra! - Googlemail hat einen großartigen Spam-Filter! - Amy Winehouse und Britney Spears sind schlechtere Vorbilder als sido! - Deutsche Medien sind ambivalent! - "Herr Merkt spricht über HipHop" geht nicht offline!

Sido - Augen auf

Sicherlich hatte kein HipHop-Kopf zwischen Bottrop und Bischofshofen mit einem derartigen Video zu sidos erster Single aus dem am 30.05.2008 erscheinenden Album "Ich und meine Maske" gerechnet. Genau diesen Überraschungseffekt nutzt Aggro Berlin aus, um nachhaltig im Gespräch zu bleiben und den Hype für das kommende Album zu schüren. Da auch ich mich schwer beeindruckt von diesem neuen sozialkritischen Machwerk namens "Augen auf" zeige, fungiere ich nur allzu gerne als vielzitierter Hype-Durchlauferhitzer und hoffe inständig, dass nun selbst der beharlichste Kritiker begreift, dass sido weder für Gangster-Rap, noch für Porno-Rap, sondern für astreinen Entertainment-Rap steht. Beide Daumen hoch für diese brilliante Umsetzung eines brisanten Themas.

Franky Kubrick - Dramaking (Tagebuch eines Träumers) (Review)

Mit "Rücken zur Wand" erschuf Franky Kubrick bereits mit seinem Debutalbum einen verschlafenen Klassiker, an dem er sich mit "Dramaking" zu messen hat. Nachdem auf dem Optik-Einstands-Mixtape "Mein Moneyfest" größtenteils eine Abkehr von persönlichen Themen hin zu Rap-Rap und Bling-Rap zu verbuchen war, kehrt Franky Kubrick auf dem nun vorliegenden Werk eindrucksvoll zu seinen Wurzeln zurück und besticht mit großartigen Konzepten. Inhaltlich herausragend ist dabei sicherlich die Video-Single "Press rewind", auf der Franky Kubrick die Geschichte eines Banküberfalls "Memento-mäßig" rückwärts erzählt ohne den intelligenzbegabten Hörer dabei abzuschütteln. Auch die Beschreibung der Reise einer Melodie um die Welt ("Meine Melodie") weiß zu überzeugen und frisst sich als Ohrwurm im Gehörgang fest. "Keiner weiß" thematisiert die bedrückende Geschichte eines türkischen Mädchens, das sich aufgrund von aufeinanderprallenden Wertorientierungen von seiner Familie ablösen muss. Dabei schafft er es, nicht Partei zu ergreifen, wodurch der unangenehme Zeigefinger-Effekt ausbleibt. Auch die allseits bekannte Anti-Gewalt-Nummer "Was sie hörn wollen" zählt unbestritten zu den absoluten Höhepunkten der Veröffentlichung. Weiterhin überzeugen die Nummern für seinen Sohn ("Im Herz" mit Xavier Naidoo), der autobiographische Titeltrack "Dramaking" (mit Moe Mitchell) und das grandiose "Unsterblich", welches das Album offiziell abschließt. Neben den vielen Thementracks wird auf "Nie wieder weg" mit durchschnittlichem Olli Banjo-Beitrag ordentlich auf den Kot gehauen und auf "Strassenhit" die Brücke zur Strasse geschlagen, die in letzter Zeit die Kassen einiger weit weniger begabten Kollegen zu füllen vermochte. Somit gestaltet sich das Album inhaltlich sehr abwechslungsreich. Eine Eigenschaft, die der musikalischen Untermalung durch Beatbauer wie m3 & Noyd, Lex Barkey, Crada, Sancho, LuBeatz, Shuko & Unik, Djorkaeff, Bugi und den Beatgees nur bedingt attestiert werden kann. So klingen die Beats größtenteils unspektakulär und hinterlassen im Gegensatz zu der Poesie des Franky Kubrick kaum Gedächtnisspuren, obwohl sie aus handwerklicher Perspektive sicherlich einwandfrei sind. Das größte Ärgernis der Platte ist und bleibt jedoch das völlig überflüssige "Was Mann braucht" mit einem neben sich stehenden Jonesmann und einer ohrenscheinlich talentfreien Nanalee Väonger. Männer brauchen sicherlich einiges, jedoch auf keinen Fall diesen Track. Trotz dieser letztgenannten Schwächen handelt es sich bei "Dramaking" um ein ordentliches Album, welches vor allem von den lyrischen Stärken des Franky Kubrick lebt und somit an "Rücken zur Wand" anschließen kann. Diesmal bitte nicht verschlafen! Danke. Wertung: 4,5/6

Untergrunter - Restefikken (Review)

Lance Carvell, Eff, B.E.C.K. und Fresz sind Untergrunter. Trotz diversen lobenden Erwähnungen einschlägiger Fachpresse hat sich an diesem Umstand bis zum heutigen Tage nichts geändert. Dabei kann der Posse um den Nürnberger Lance Carvell, der sich als Kopf des Kollektivs herauskristallisiert, durchaus Talent attestiert werden. Allen voran weiß Lance Carvell mit seinem rotzigen Stil und zurückgelehnten Flow, den er über minmalistische Beats von T-Low oder Nakil Shabani legt, zu überzeugen. So zeichnet eben jener Lance Carvell in Form von "Nur minimal" und vor allem mit dem wunderbar entspannten "Nix gut" für zwei der unbestrittenen Highlights der Veröffentlichung verantwortlich. Auch die Nummern "UG Hengzte" (LaCa & B.E.C.K.) und "Dreckig Süd" (LaCa, Cpt. Vuka & YugoBo$$) brauchen den nationalen Vergleich nicht zu scheuen. Nach intensivem Hörgenuss bestätigt sich der durch Songtitel wie "Sag fikken", "Loch is Loch" oder "Du bist ne Biatch!" entstehende Gesamteindruck, dass man keinen Anspruch auf Familienfreundlichkeit und politische Korrektness erhebt. Eben jene Unverkrampftheit bringt unterhaltsame Suizid-Empfehlungen (FlipFlopz & Ice auf "Suizid"), Verunglimpfungen weiblicher Erziehungsberechtigter ("Wie Mutti") und eine etwas andere "ANNA"-Fortsetzung ("Regenwetter") mit sich. Damit ist "Restefikken" alles andere als leichte Kost, deren wahre Klasse sich erst nach mehreren Hördurchgängen entfaltet. Lässt man sich jedoch erst einmal auf die recht eigenständige und dabei größtenteils sperrige Soundästhetik diese kleinen sympathischen Labels ein, so kann man einige Rohdiamenten und sogar Ohrwürmer entdecken. Freunde von Huss & Hodn werden ihren Spass mit dieser Veröffentlichung haben. Wertung: 3,5/6 Untergrunter @ MySpace Download "Untergrunter Nixtape Datei" Download "FlipFlopz & Ice"

Olli Banjo feat. Kool Savas, Caput & Moe Mitchell - Denkmal

"Sparring 3" steht an. Wie es sich gehört, drehte Olli Banjo im Vorfeld zu dieser Veröffentlichung ein Video, in welchem er Kool Savas, Caput und Moe Mitchell als Gäste empfängt. Obwohl das Werk bereits in anderen HipHop-Blogs die Runde macht, kann ich es mir nicht nehmen lassen, Ihnen dieses Video zu präsentieren. Sollte das Video Ihr Interesse geweckt haben, können Sie sich hier das großartige Snippet zu "Sparring 3" herunterladen. Nachdem selbst Caput einen anständigen Gastbeitrag ablieferte und seinen Labelboss in den Schatten stellt, scheint uns Großes zu erwarten.

Maeckes & Celina - Kunst über Vernunft (Review)

Bereits mit den ersten Hörproben in Form von "Schade, Arschloch" dürfte sich jedem halbwegs intelligenzbegabten HipHop-Kopf zwischen Wanne-Eickel und Lörrach erschlossen haben, dass das nun vorliegende Werk "Kunst über Vernunft" von Maeckes & Celina nicht in regulären HipHop-Maßstäben zu bemessen sein wird. Vielmehr liefern die beiden Künstler eine Momentaufnahme des schmerzvollen Scheiterns einer privaten Liebesbeziehung ab, wodurch das Album zu einer sehr persönlichen Angelegenheit wird. Anstatt HipHop-üblich den harten Kerl zu markieren, zeigt sich Maeckes von seiner verletzlichen Seite, wodurch er mehr Mut beweist als geschätzte 90% der deutschen HipHop-Szene. Auch die mit nur einer Ausnahme allesamt von Maeckes selbst produzierten Instrumentierungen haben wenig bis gar nichts mit dem allgemeinen HipHop-Kanon zu tun. Vielmehr rufen die pianolastigen Melodien mentale Bilder von Adorno-lesenden älteren Herren hervor, die Rotwein schlürfend ihre Eigentumswohnung beschallen. Auch wenn sich "Kunst über Vernunft" so gar nicht in die Reihe deutscher HipHop-Produktionen einreihen möchte, sei dieses Album jedem interessierten HipHop-Kopf ans Herz gelegt. Auch Sie werden altern und ruhigere Töne zu schätzen wissen. Einzelne Tracks hervorzuheben würde diesem Gesamtkunstwerk nicht gerecht werden, weshalb ich davon bewusst Abstand nehme. Wenn es sich so anhört, wenn Kunst über Vernunft siegt, dann sollten wir alle viel weniger denken. Wertung: 4/6 Und nicht das sich hier wieder jemand beschwert: Marlon lieferte die einzige Fremdproduktion.

Herr Merkt Essentials: Deutsche HipHop-DVDs

Verehrte Leserinnen und Leser, diese Ausgabe von "Herr Merkt Essentials" beschäftigt sich mit HipHop-DVDs aus deutschen Landen. Dabei werde ich mich nach den Regeln dieser Rubrik auf fünf Nennungen in beliebiger Reihenfolge beschränken.

Sido - Ich DVD: Eine umfassende DVD, die ein sympathisches Bild vom Maskenmann aus Berlin zeichnet und somit einen wichtigen Mosaikstein in der Revision der öffentlichen Meinung über Sido darstellt. Zusätzlich zu einer exklusiven Dokumentation ist das "MTV Masters" über Sido zu sehen.

Hinter dem Regen: Diese Dokumentation deckt das Schicksalsjahr des Splash zwischen "Splash meets Classic" und dem Umzug von Chemnitz nach Leipzig ab und gibt tiefe Einblicke in die Organisation von Europas größtem HipHop-Festival. Als Bonus bekommt der Käufer ein Making of von "Splash meets Classic" auf die Augen.

Beginner - Die derbste Band der Welt: In meinen Augen das Referenz-Produkt für eine gelungene HipHop-DVD. Eine ausgiebige Dokumentation über die Beginner wird durch eine komplette Videographie und einen Konzertmitschnitt ergänzt. Ein Muss-Haben!

Feuer über Deutschland (Reihe): Sicherlich sitzt auf den "Feuer über Deutschland"-DVDs nicht jede Silbe genau dort, wo sie sitzen sollte, jedoch bekommt der Hörer über weite Strecken feinste Unterhaltung geboten.

Rap City Berlin: Eine DVD, vollgepackt mit Informationen über die Berliner HipHop-Szene. Damals wie heute ein Meilenstein und eine hohe Messlatte für die demnächst erscheindende zweite DVD der "Rap City Berlin"-Reihe.

Der Nächste, der bläst: Franky Kubrick

Verehrte Leserinnen und Leser, die aktuelle Ausgabe von "Der Nächste. der bläst" widmet sich dem Stuttgarter Rapper Franky Kubrick, der am 18.04.2008 sein zweites Album "Dramaking" auf den Markt wirft. Der Stuttgarter startete seine Karriere als Karibik Frank. Unter diesem Pseudonym zwichnete er für die großartige EP "Psychisch Frank", Samplerbeiträge und Coverversionen verantwortlich, von denen ihm vor allem "Du blutest voll" Ruhm einbrachte. Auf diesen ersten größeren Hype erfolgte der Namenswechsel zu Franky Kubrick, der ihm laut eigener Aussage im Nachhinein viele Zuhörer kostete, da er den Hype um Karibik Frank nicht zu 100% auf Franky Kubrick übertragen konnte. Ein weiterer Grund für die doch her mauen Verkaufszahlen des großartigen Albums "Rücken zur Wand" dürften Vertriebsprobleme bei Four Music sein. Zudem veröffentlichte der Stuttgarter das Album in respektablem Abstand zum Internet-Hype. Als erste Single aus "Rücken zur Wand" wurde "Hypnotisiert" ausgewählt, es folgte ein Video zu "Rücken zur Wand". Nach den eher enttäuschenden Verkaufszahlen trennten sich die Wege von Franky Kubrick und Four Music. Der Rapper, der sowohl Maeckes als auch Plan B als ehemalige Backup-MCs listen darf, hielt sich mit Gastbeiträgen über Wasser, bevor er über Kool Savas' Label Optik Records sein Mixtaoe "Mein Moneyfest" veröffentlichte, welches die großartige Video-Single "Nichts zu verlieren" enthielt. Nach "Mein Moneyfest" wurde es wieder ruhiger um den Stuttgarter. Dennoch sendete Franky Kubrick in Form von Features wie zum Beispiel dem "Touch it"-Remix mit Olli Banjo für "Deutschlands beste Mix DVD 2" immer wieder überzeugende Lebenszeichen aus, die die Vorfreude auf das neue Album "Dramaking" steigerten. Anfang des Jahres startete Optik Records mit "Was sie hören wollen" den Großangriff auf MTViva. Leider wurde das Video trotz seiner positiven Aussage mit fadenscheinigen Begründungen abgewiesen. Nichtsdestotrotz trug "Was sie hören wollen" in großem Maße dazu bei, dass die Ausgangsposition fpr ein Franky Kubrick Album nun so gut ist wie niemals zuvor. Weiterer Hype wurde durch das mittlerweile wieder offline genommene "Best of"-Mixtape "Chronisch Frank" generiert. Interessierte können sich auf MZEE eine juristisch einwandfreie Version dieses "Best of Mixtapes", sowie den exklusiven Track "Story to tell" herunterladen. Des Weiteren trugen das MySpace-Exclusive "Tagebuch eines Träumers", ein Aprilscherz/Promomove mit Olli Banjo und die groß inszenierte Weltpremiere des großartigen Videos zu "Press rewind" dazu bei, dass "Dramaking" nicht nur von Fans sehnsüchtig herbeigesehnt wird. So bleibt abschließend zu hoffen, dass dem charismatischen und talentierten MC mit seinem neuen Album "Dramaking" der große Wurf vergönnt ist und Optik Records ein zweites Zugpferd neben Kool Savas bekommt. Ich klopfe auf billige Pressspanplattenholzimitate.

Prezident - Kleiner Katechismus (Review)

Verheißungsvoll nennt Prezident sein neuestes Werk "Kleiner Katechismus". Ob die 11 Anspielstationen einer Unterweisung in die Grundfragen des christlichen Glaubens gleichkommen, sollte jeder Hörer mit sich selbst ausmachen. Nichtsdestotrotz handelt es sich beim vorliegenden Werk um eine kleine Offenbarung in der Flut von kostenlosen Download-Alben, die einen in den Weiten des Internet überrollt. Über 38 Minuten zeichnen die großartigen musikalischen Untermalungen der verbalen Darbietungen ein düsteres Gesamtbild, welches einen angemessenen Klangteppich für die durchdachten Texte des Protagonisten darstellt. Da Prezident das Album mit 11 Tracks verteilt auf knapp unter 40 Minuten recht kompakt hält, darf sich der Skip-Finger über die ganze Spielzeit hinweg ausruhen, was gerade bei Download-Alben eine Seltenheit darstellt. Aus der Masse von qualitativ hochwertigen Tracks stechen das großartige "Fickfilm" und das sensationelle "In Wohlgefallen", in dem Prezident in beeindruckender Art und Weise die Geschichte der pathologischen Auflösung des Ichs beschreibt. Außerdem entpuppt sich der Track "Lieber Gott, schlag mich tot" nach mehreren Hördurchgängen als wahrhafter Ohrwurm mit reichlich Identifikationspotential für das männliche Geschlecht. Eine Fixierung auf diese Tracks wäre jedoch ein größerer Fehler, da auch die restlichen Tracks eine beachtliche Qualität aufweisen und zudem eine wohltuende Abwechslung zum Status Quo des deutschen HipHop-Geschehens liefern. Ein kleiner eingeschworener Kreis ist sicherlich bereit für die nächsten Schritte dieses außergewöhnlichen Rappers. Ich zähle mich zu diesem Kreis dazu. Wertung: 4,5/6 Download Homepage Prezident @ MySpace

Künstler brechen: E-Dizzz

Verehrte Leserinnen und Leser, der neueste Beitrag in der Rubrik "Künstler brechen" stammt vom Newcomer E-Dizzz, der mit seinem von NO! produzierten Track "Rap ist nicht tot" auf den von Nas beschworenen Gegentrend zu "HipHop is dead" aufspringt und seinen Blick auf das aktuelle HipHop-Geschäft schildert. Dabei weiß der Mann mit der gewöhnungsbedürftigen Stimme hauptsächlich durch einen brillianten Text zu überzeugen, so dass ich eine Aufnahme in die Rubrik "Künstler brechen" trotz holprigem Rapfluss gerade noch für gerechtfertigt halte. E-Dizzz - Rap ist nicht tot E-Dizzz @ MySpace No! @ MySpace

Breaking News: Das Interview

Verehrte Leserinnen und Leser, mein Name ist Torben-Sören Müller und ich möchte euch als Gastautor auf "Herr Merkt spricht über HipHop" willkommen heißen. Auch ich las diesen Nachmittag die schockierende Nachricht über den Rückzug von Herr Merkt aus dem Blogging-Business und setzte mich selbstverständlich sofort mit unserem Idol in Verbindung, um mehr über die Beweggründe des Herrschers über die Blogosphäre zu erfahren. Nach einer mühevollen Anreise erwartete mich mit 3-stündiger Verspätung ein sehr aufschlussreiches Interview mit einem blendend aufgelegten Herr Merkt. Torben (T.): Hallo Herr Merkt, wie fühlen Sie sich nach dem angekündigten Rückzug aus dem Blogging-Business. Herr Merkt (H.M.): Ich fühle mich wahrlich großartig. Die zahlreichen Ausdrücke des Bedauerns brachten die Sonne in mein Leben zurück. T.: Waren die letzten Tage etwa düster? H.M.: Sagen wir es so; es gab einige unschöne Ereignisse mit bedauernswerten Internet-Opfern. Weitere Auskünfte gehören nicht in die Öffentlichkeit! T.: Alles klar. Diese Antwort müssen wir wohl akzeptieren. Das mit dem "Sie" wirkt so formell. Können wir zum "Du" übergehen? H.M.: Nein! Nächste Frage. T.: Nun gut. Was hat Sie zu diesem drastischen und unerwarteten Schritt bewogen? H.M.: Lassen Sie mich kurz überlegen. T.: OK. H.M.: Die Geschichte begann mit einem spätabendlichen Besuch im weltweiten Netz, in dem ich mich aufhielt, um die Besucherzahlen meines Blogs zu überprüfen. Dabei fiel mir das Datum in die Augen und ich dachte, es wäre an der Zeit, meine Stammleser ordentlich in den April zu schicken. Selbstverständlich wird der Blog nicht eingestellt, sondern fortgeführt. In Monaten, in denen uns Veröffentlichungen von Maeckes & Celina, Franky Kubrick, Olli Banjo, Alpa Gun, Casper, Favorite, sido und Marcello erwarten, wäre ein Rückzug aus dem Blogging-Business geradezu fahrlässig. Sie können weiter auf mich zählen. T.: Ich denke, dank dieser Nachricht fällt ganz HipHop-Deutschland ein großer Stein vom Herzen. Ich möchte mich für das kurze Interview bedanken und Ihnen viel Erfolg für die Zukunft Ihres Blogs wünschen. Haben Sie den Lesern noch etwas mitzuteilen? H.M.: Bleiben Sie mir weiter treu und geben Sie meiner Konkurrenz keine Chance! Das Interview führte Torben-Sören Müller für "Herr Merkt spricht über HipHop".

Breaking News: Der Blog geht Ende des Monats offline!

Verehrte Leserinnen und Leser, ich habe mich schweren Herzens dazu entschieden, den beliebten Blog "Herr Merkt spricht über HipHop" gegen Ende des aktuellen Monats einzustellen. Die Gründe, die mich zu diesem Schritt bewogen haben sind vielfältig. So habe ich seit längerer Zeit das Gefühl, dass meine harte Arbeit für diesen Blog nicht genügend gewürdigt wird, was sich unter anderem in massiven Anfeindungen äußert. Des Weiteren stehen auch größere Veränderungen in meinem Privatleben ins Haus, die es mir nicht länger erlauben, täglich mehrere Stunden Arbeit in die Wartung und Promotion meines Blogs zu stecken. Ich hoffe, Sie verstehen meine Entscheidung und begleiten mich auf dem Weg durch diesen letzten Monat meines Daseins als "Deutschlands Nummer 1 HipHop-Blog". Herzlichst, Herr Merkt