Morlockk Dilemma - Omnipotenz in D-Moll (Review)

Zugegebenermaßen tat ich mich anfangs schwer mit Morlockk Dilemmas stark gewöhnungsbedürftiger Stimme. Nachdem ich ihm und auch mir die Zeit gab, die Platte auf mich wirken zu lassen, kann schlussendlich doch noch ein positives Fazit über "Omnipotenz in D-Moll" gezogen werden. Morlockk Dilemma überzeugt mit brillianten Ideen und nicht minder gut gelungenen Umsetzungen. So erzählt der Protagonist die dramatische Geschichte seines 20. Geburtstags ("11.09. (Happy Birthday Dilemma)") , beleuchtet die Zirkulation des Geldes durch sämtliche soziale Schichten und zeichnet dabei moralische Abgründe auf ("Fuffie"), zersplattert bootleggende Journalisten ("Bootlegdeath") und harmlose Passanten ("Assiklatsche"), verarbeitet die Beweggründe mittels eines Anrufs bei TV-Seelsorger Domian ("Der Zorn") und zieht Parallelen zwischen der Entwicklung vom Wolf zum Hund zur aktuellen deutschen HipHop-Szene ("Evolution"). Das Ganze hört sich nicht nur wahnsinnig unterhaltsam an, sondern ist es auch. Für "Omnipotenz in D-Moll" holte sich Morlockk Dilemma unter anderem Goretex, V-Mann, Lakmann, Mike Fiction und Damion Davis mit ins Boot, welches auf größtenteils selbst produzierten Beats sicher in den Hafen fährt. Alles in allem handelt es sich beim vorliegenden Album um einen veritablen Klassiker, mit welchem Morlockk Dilemma einen großen Schritt in Richtung Deutschrap-Olymp geht. Wertung: 5,5/6 (geändert am 08.03.08)

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