Afro Hesse - Mehr als Musik (Review)

Mit "Mehr als Musik" legt Afro Hesse nach "Der verschollene Immigrant" seine zweite Veröffentlichung in Form eines Samplers vor. Den Hörer erwarten Schilderungen über das Leben als Ausländer ohne Aufenthaltsgenehmigung ("Street life", "Sans papier" oder "Frage der Ehre"). Nur selten verlässt Afro Hesse auf Tracks wie "Shisha bar", "95 ist zurück" oder "Feel this" diesen inhaltlichen Kanon, so dass das Album auf Dauer inhaltlich austauschbar ist, was das Zuhören auf Dauer enorm erschwert. Auch die Beats bringen nicht den nötigen Druck mit, um den Hörer zu fesseln, so dass das Album dahin plätschert ohne nachhaltige Erinnerungen zu generieren. Gäste wie Eko Fresh, Sentino, Ali A$ und Megaloh sorgen unerwartet für Ernüchterung. Webbafied wirkt mit seinem Solo-Track deplatziert und auch Lunafrow und die Bösen Zungen hat man bereits besser gehört. Was bleibt ist ein seltsames Gefühl, da man dem Künstler Afro Hesse schon alleine aufgrund seiner Biographie wohlgesonnen ist, aber aufgrund der obigen Kritikpunkte keine wirklich gute Bewertung abgeben kann. Wertung: 2/6

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