Herr Merkt bewertet: Rapper im Test II

Verehrte Leserinnen und Leser, seit der letzten Ausgabe von "Herr Merkt bewertet" ist viel Wasser den Nil hinunter geflossen: Rapper haben sich verbessert, Rapper haben sich verschlechtert oder ich habe meine Meinung über bestimmte Wortsportler revidiert. Somit ist es an der Zeit, die Rapper erneut einer Bewertung zu unterziehen. Dabei wurde die Liste der bewerteten Rapper stark erweitert. zu der Bewertung: Sicherlich sind einige Rapper in einzelnen Domänen unschlagbar. Dies ist jedoch keine Garantie dafür, dass es sich dabei wirklich um einen grandiosen Verrtreter seiner Zunft handelt, da ich die Künstler vielschichtig betrachte und das Gesamtpaket bewerte. Dabei komme ich leider nicht darum herum, Torch nach Punchlines zu bewerten, da der Faktor "Punchlines" ebenso zum Gesamtpaket gehört wie der Faktor "Inhalte". Da es letztlich dann doch die veröffentlichten Tracks sind, die einen entscheidenden Anteil an der Bewertung eines Rappers haben, wird der Faktor "Qualität des Gesamtoutputs" doppelt gewichtet und fällt somit besonders stark ins Gewicht. Die einzelnen Kategorien sind: S = Stimme E = Entertainmentfaktor F = Flow K = Kreativität P = Punchlines V = Vielseitigkeit I = Inhalt C = Charisma Q = Qualität des Gesamtoutputs In den einzelnen Kategorien bekommen die Rapper einen Wert zwischen 1 (unterirdisch) und 10 (hervorragend) zugewiesen. So ergibt sich ein maximaler Wert G von 100. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um die subjektive Meinung des Autors handelt. Sollten Sie mein Wort als Gesetz auffassen, fühle ich mich geschmeichelt, übernehme jedoch keine Verantwortung für die Beeinträchtigung Ihres Seelenlebens. Herzlichst Herr Merkt
Rapper S E F K P V I C Q G
Olli Banjo 9 10 10 10 9 10 10 10 10 98
Maeckes 10 10 10 10 10 9 10 9 10 98
Samy Deluxe 10 9 10 9 9 10 10 10 9 95
K.I.Z. 10 10 9 10 10 9 8 9 10 95
Mädness 10 9 9 9 9 10 10 9 9 93
Sido 9 10 9 10 9 9 9 10 9 93
Kool Savas 10 9 10 9 10 7 7 10 10 92
Pimpulsiv 9 10 9 10 10 8 8 8 10 92
Megaloh 9 9 10 8 9 10 9 9 9 91
Dendemann 9 9 10 10 8 8 8 9 10 91
Tone 9 8 10 9 9 9 9 9 9 90
Franky Kubrick 9 8 9 9 8 9 9 10 9 89
Marteria 10 10 8 9 8 9 7 10 9 89
Stieber Twins 9 8 8 9 8 8 9 10 10 89
Favorite 8 10 9 9 9 8 8 9 9 88
Patrick mit Absicht 9 10 9 9 9 8 8 8 9 88
Max Herre 8 8 8 9 7 9 10 10 9 87
Curse 9 8 9 9 7 8 9 10 9 87
Plan B 8 9 9 9 9 9 9 7 9 87
Sera Finale 9 8 9 9 8 9 9 8 9 87
Eizi Eiz 8 9 8 9 7 10 9 9 9 87
Blumio 9 10 9 9 9 8 8 9 8 87
Harris 9 10 8 9 8 9 7 10 8 86
Mach One 9 9 8 9 8 9 8 8 9 86
Snaga 8 10 8 8 10 8 8 7 9 85
Mike Crush 9 9 9 9 8 9 8 8 8 85
Separate 9 8 9 8 8 9 9 9 8 85
Alpa Gun 8 8 9 8 8 9 9 8 9 85
Pillath 9 10 8 8 10 8 8 8 8 85
Adi 8 10 9 9 10 7 7 9 8 85
Tua 8 9 9 8 8 8 8 9 9 85
Huss & Hodn 8 10 8 9 9 8 8 8 8 84
Animus 8 8 9 8 8 8 9 8 9 84
Azad 9 8 9 8 7 9 9 8 8 83
Ercandize 8 8 8 8 8 9 8 8 9 83
Fler 8 9 9 8 8 8 9 8 8 83
Prinz Pi 7 7 8 8 8 8 10 8 9 82
Ali As 8 9 8 8 9 8 8 8 8 82
Torch 8 8 6 9 6 8 10 9 9 82
Sprachtot 9 8 8 8 8 8 9 8 8 82
Jeyz 9 8 8 8 8 8 9 8 8 82
S.Diddy 8 10 9 8 8 7 7 8 8 81
F.R. 8 8 9 8 8 8 8 7 8 80
Sentino 8 9 10 8 8 7 6 8 8 80
Jonesmann 9 7 9 8 6 9 8 8 8 80
Eko Fresh 8 9 9 7 9 8 8 8 7 80
Moses Pelham 8 8 6 8 7 9 8 9 8 79
Mnemonic 7 8 8 8 7 8 9 8 8 79
Pal One 9 7 8 8 7 8 8 6 9 79
Bass Sultan Hengzt 9 8 8 8 7 8 8 9 7 79
Germany 8 7 8 8 6 8 9 9 8 79
Afrob 8 7 8 8 6 9 8 8 8 78
B-Tight 9 9 7 8 7 8 7 9 7 78
Blumentopf 8 8 7 9 6 7 9 7 8 77
Illo 8 8 8 8 7 8 7 9 7 77
Casper 7 8 8 8 8 8 7 7 8 77
Joe Rilla 8 7 7 8 7 8 8 8 8 77
Denyo 8 8 7 8 7 8 8 8 7 76
Kodimey 8 7 8 8 7 8 9 7 7 76
D-Flame 9 7 9 8 6 8 7 8 7 76
Toni L 7 7 9 7 7 7 8 7 7 73
Die Firma 7 7 6 7 7 8 8 7 8 73
Pyranja 8 8 8 7 7 7 8 7 6 72
Illmatic 7 9 7 8 9 7 6 7 6 72
Morlockk Dilemma 4 7 8 7 7 8 9 6 8 72
Amar 7 8 8 7 7 8 7 6 7 72
Greckoe 7 7 8 7 7 8 7 7 7 72
Reno 7 7 7 8 7 7 8 7 7 72
Godsilla 8 7 7 6 7 7 8 8 7 72
Chakuza 8 7 7 7 7 8 8 5 7 71
Manuellsen 7 7 8 7 6 7 7 7 7 70
Massive Töne 7 6 6 8 7 8 7 7 7 70
Bushido 9 6 6 5 5 6 7 10 6 66
Lunafrow 4 5 7 7 7 7 8 7 7 66
Caput 6 6 5 5 6 8 7 6 7 63
Dean Dawson 6 6 7 6 6 6 7 5 6 61
Saad 3 6 6 7 6 8 8 4 5 58
Kitty Kat 7 7 6 6 5 5 5 5 6 58
Kollegah 6 7 7 8 10 3 3 4 4 56
Das Bo 6 8 4 5 3 6 4 5 4 49
Massiv 7 4 2 4 1 5 5 6 1 36
MOK 2 2 1 1 1 4 3 1 2 19
Rapper S E F K P V I C Q G

Der Nächste, der bläst: Sprachtot

Verehrte Leserinnen und Leser, seit meinem letzten Beitrag in der Rubrik "Der Nächste, der bläst" ist viel Zeit ins Land gezogen. Zeit, die ich nutzte, um mir Gedanken über die Zukunft dieser Rubrik zu machen. Das Ergebnis meiner Überlegungen ist, dass in Zukunft jeweils ein Künstler ausführlicher vorgestellt wird. Ich hoffe, dass diese Neuerung auch in Ihrem Sinne ist. Der erste Künstler, den ich Ihnen näher bringen möchte, ist der umtriebige Mannheimer "Sprachtot", dessen Karriere bis dato hauptsächlich durch Fragezeichen geprägt wurde. "Warum nur ein Tape?", "Warum nur ein Mixtape?", "Warum nur Promo?" und "Warum noch ein Mixtape?" lauten die Titel seiner einschlägigen Werke. Hinzu gesellen sich das Debüt "68 Richtzahlen" und das gnadenlos unterschätzte Kollabo-Street-Album "Alles negertiv" inklusive Überhit "Dein Manager" mit dem großartigen Megaloh. 2007 überraschte Sprachtot mit Gastbeiträgen auf den ersguterjunge-Veröffentlichungen von Chakuza und D-Bo, die über Kontakte zu ersterem zustande kamen. Zudem gingen Sprachtot und sein ehemaliges Label "Unterdrukk" getrennte Wege, so dass Sprachtot den Status eines freien Agenten einnimmt. So romantisch verklärt sich dieser Status auch anhören mag, bedeutet er rein faktisch, dass Sprachtot seine regelmäßigen Aufnahmemöglichkeiten verlor. So kam eine Anfrage der Chemnitzer DJ Ron & DJ Shusta, gemeinsam ein Mixtape aufnehmen zu wollen sicherlich gelegen. Man stürzte sich in die Arbeit und am 29.02.2008 wird HipHop-Deutschland das Ergebnis "Gottes blutiger Pfad" inklusive einem Gastbeitrag von Tefla begutachten können. Neben dem bereits erwähnten Mixtape mit den Jungs von Phlatline hat Sprachtot für 2008 Kollabo-Alben mit Megaloh und RAF und eine weiteres Mixtape mit den BeatGees in der Pipeline. Die Weichen für ein erfolgreiches Jahr hat der Mannheimer mit ehrlichen Raps gelegt, es liegt an Ihnen, dieses Talent zu unterstützen. Sprachtot @ MySpace

Legales Dope

Trotz ausdrücklicher Warnung werden dieser Tage einige OldSchool-Köpfe unter Strom stehen. Anlass hierfür ist der Re-Release von "Watch out for the third rail" der OldSchool-Legenden LSD über Melting Pot Music. Nachdem die Platte über all die Jahre vergriffen war (Sellout), kann sie nun wieder auf legalem Wege erstanden werden. Watch out for "Watch out for the third rail"! Interessierten sei der Genuss des Snippets empfohlen.

Luc - No skillz, no fun EP (Review)

Keine Begabung, kein Spass. Ein wahrhaft wahrer Titel, der jedoch keine Garantie auf ein qualitativ hochwertiges Produkt darstellt. Also wollen wir das 5-Track starke Geschenk des Rappers Luc, der auf 3 Tracks von gutgeduscht unterstützt wird, genauer betrachten. Der Titeltrack "No skillz no fun" legt die Messlatte, an der sich der Rest der der EP messen lassen muss, schon einmal in stattliche Höhen. Ein sehr guter Beat, auf dem Luc zeigt, dass er durchaus eine Begabung für Sprechgesang hat. Es folgt Sozialkritik auf "Wo leben wir eigentlich" und ein etwas zu ruhig geratener Representer in Form von "Vielleicht lernt ihr es". Skillz-technisch zwar nich ganz daneben, allerdings für meinen Geschmack ein wenig unspektakulär. "Derbe laut" spielt gekonnt mit der Lautstärke der Stimme des Protagonisten und beleuchtet den Status Quo der deutschen HipHop-Szene. An sich ein gelungener Track, allerdings hätte die musikalische Bemalung etwas zwingender sein dürfen. Auf "Das Glas" wird es zum Schluss noch einmal nachdenklich. Blickt man am Ende des Hördurchgangs auf das soeben erlebte zurück, so bleibt eigentlich nur der großartige Beat von "No skillz no fun" wirklich in Erinnerung. Die restlichen Beats sind zwar durchaus zur angenehmen Berieselung geeignet, bleiben aber nicht wirklich im Gedächtnis hängen. Auch begabungstechnisch beschleicht einen das Gefühl, dass Luc die EP auf eine höhere Stufe hätte hieven können, sofern er die Performanz von "No skillz no fun" auf die gesamte EP hätte ausdehnen können. Vielleicht beim nächsten Mal. Wertung: 2/6 Download

Soundtrack des Lebens: Herr Merkt

Verehrte Leserinnen und Leser, in dieser Ausgabe von "Soundtrack des Lebens" projeziere ich mein brennendes Interesse an der musikalischen Sozialisation anderer Menschen auf Sie, unterstelle Ihnen somit Interesse an meiner musikalischen Sozialisation und befriedige Ihr Bedürfnis, indem ich einen Beitrag dazu verfasse. Rückblickend war meine frühe musikalische Sozialisation ein Fiasko, da meine Erziehungsberechtigten der Volksmusik verfielen, so dass Unterhaltungsprogramme wie der Musikantenstadl mit Karl Moik und dem Hias meine ersten Kontakte mit der Musik darstellten, während die OldSchool-HipHopper in Form von "Wild Style" und "Beat Street" mit dem HipHop-Virus infiziert wurden. Da dieses Phänomen fernab meines Horizonts existierte, verbrachte auch ich meine Samstagabende schunkelnd mit Liedgut der Kastelruther Spatzen, Heino, Patrick Lindner oder den Wildecker Herzbuben. Jedoch bemerkte ich bald, dass es in der großen weiten Welt mehr geben musste als schunkelnde Rentner und fröhliche Musikanten. Einen wesentlichen Abteil daran hatten Anfang der Neunziger Formate wie der "Disney Club", die mich erstmals mit Pop-Nummern wie "YMCA" von den Village People und "Go West" von den Pet Shop Boys konfrontierten. Feuer und Flamme für diese für mich neuartigen Klänge, sandte ich meinen Vater aus, um mir mit "Very" von den Pet Shop Boys meinen ersten eigenen Tonträger auf Kassette erwerben zu lassen. Schon damals fand ich Gitarren, bis auf wenige Ausnahmen, langweilig, was sich durch meine weitere musikalische Sozialisation durchziehen sollte. Mitte der Neunziger konnten mich dann erstmals Raps begeistern. Wäre ich ein heuchlerischer Lügner, würde ich Ihnen erzählen, wie mich Advanced Chemistry, die Stieber Twins, 2Pac, Notorious BIG, NWA, Dr. Dre oder Snoop Dogg in Ihren Bann zogen und seither nicht mehr los ließen. Da ich jedoch Authentizität groß schreibe, räume ich ein, dass mich vor allem die "Rapper" von Eurodance-Projekten wie E-Rotic, Masterboy, Clock, Captain Hollywood oder Pharao in Ihren Bann zogen und ich die wahren HipHop-Acts nur peripher wahrnahm. In der zweiten Hälfte der Neunziger ging ich, zunächst durch Euro-Rap-Acts wie Nana, C-Block, Black Attack und Papa Bear, aber auch durch Puff Daddy und den späten 2Pac einen weiteren Schritt in Richtung HipHop. Zu dieser Zeit begann ich auch mit Künstlern wie Freundeskreis, Absolute Beginner, Tefla & Jaleel oder Massive Töne zu sympathisieren. "King of rap" vom Plattenpapzt und Kool Savas nahm ich zwar wahr, jedoch stimmte mich der Track alles andere als euphorisch. Vielmehr stempelte ich ihn als langweilig und uninteressant ab, ich war mir sogar sicher, dass Kool Savas schon bald wieder in der Versenkung verschwinden würde. Zum Glück bin auch ich nicht unfehlbar. Meine Hauptpriorität Ende der Neunziger war sowieso nicht deutschsprachiger HipHop, sondern HipHop aus dem dreckigen Süden der Vereinigten Staaten von Amerika. So bin ich auch heute noch stolzer Besitzer aller Alben von Master P, Silkk the Shocker, C-Murder, Snoop Dogg und Tru, die während der Hochzeit von No Limit entstanden. Holla if ya hear me! Ende der Neunziger und Anfang des neuen Jahrtausends wurde ich dann zu diesem HipHop-Connaisseur, den Sie heute zu schätzen wissen. Während ich nach und nach die Klassiker der HipHop-Geschichte (deutsch, englisch und französisch) aufarbeitete, dominierten unter anderem aktuelle Tracks von Eminem, Xzibit, Wu-tang Clan, Ja Rule, Lootpack, Blackstar und sporadisch auch deutsche Tracks von 5 Sterne Deluxe, den Beginnern und Dynamite Deluxe meine Playlist, bis ein Rapper namens Olli Banjo meine Hörgewohnheiten auf ewig verändern sollte. "Du und mein Penis" hatte mich überzeugt, "Rotlicht" war der Scheiß überhaupt und "Erste Hilfe" dann der Klassiker, der sogar 50 Cents "Get rich or die trying" überflügeln sollte. Zu jener Zeit wurde ich rückwirkend und nachhaltig von HipHop deutscher Machart gepackt, so dass ich heute "King of rap" vom Plattenpapzt und Kool Savas zu meinen All-Zeit-Favoriten zähle. Durch Olli Banjo kam ich dann auch erstmals mit Aggro Berlin, in Form von Bushido und Fler, in Berührung, da Herr Banjo als Vorband für diese fungierte. Schon damals zeichnete sich ab, dass es Aggro Berlin noch weit bringen würde, da mir am Merchandise-Stand vier Aggro-Produkte , darunter Bushidos "Vom Bordstein zur Skyline" aufgeschwatzt wurden, obwohl mich dessen Auftritt nicht wirklich interessierte. Kurz darauf begann die Hysterie um sidos "Mein Block" und auch ich bin auf den Zug aufgesprungen. Jedoch zunächst in entgegengesetzter Richtung. Sobald ich auch nur eine Maske sah, griff ich zur Fernbedienung und zappte weg. Ich war mir sicher, dass sido eine Eintagsfliege bleiben würde und sämtliche Aggro-Fans intellektuell herausgefordert seien. Um diese Hypothese zu bestätigen, kaufte ich mir heimlich "Maske" und musste feststellen, dass mehr hinter sido steckt als ich auf den ersten Blick vermutet hatte. Dank RTL wurde ich dann auch noch auf den "Arschficksong" aufmerksam. In letzter Zeit widmete ich mich vermehrt Produktionen deutscher Künstler wie Maeckes & Plan B, K.I.Z., Sera Finale oder Mädness, wobei ich immer noch gute internationale Produktionen wie die letzten Alben von Justin Timberlake, Nelly Furtado, Christina Aguilera oder Kanye West zu schätzen weiß.

Die 30 Minuten Ruhm des Herrn Maeckes

Verehrte Leserinnen und Leser, nach dem großartigen kostenlosen "Mash-Up"-Mixtape, schenkt uns Maeckes erneut eine kostenfreie Kostprobe seines unglaublichen Könnens. Auf "30 Minuten 16er" erwarten den interessierten Zuhörer einige Schmankerl, die ein Lächeln auf die Gesichter zu zaubern wissen. Beachten Sie bitte auch die Downloads in der neuen Rubrik "Künstler brechen": Agent Dan & Mile - Der Unbestechliche Lance Carvell - Nur minimal

Künstler brechen: Agent Dan & Mile

Verehrte Leserinnen und Leser, mit besonderem Stolz präsentiere ich Ihnen diesen Beitrag aus der Rubrik "Künstler brechen", da es sich bei Agent Dan & Mile um zwei Künstler handelt, deren stetige Weiterentwicklung ich schon seit längerem interessiert beobachte. Nun ist es an der Zeit, das Werk dieser beiden Nachwuchstalente einer breiteren Masse vorzustellen. Gäbe es hierfür eine bessere Plattform als Deutschlands HipHop Blog #1? So haben mir Agent Dan & Mile freundlicherweise ihre neueste Produktion namens "Der Unbestechliche" überlassen, um sie unter dem interessierten HipHop-Volk zu verteilen. Was Sie erwartet ist ein gut ausproduzierter Beat von Agent Dan, versehen mit "Stand der Kunst"-Reimen von Mile, sowie gemeinschaftlich ausgewählten Vokal-Schnitten. Erinnern Sie sich daran, wo Sie es zuerst hörten. Agent Dan & Mile - Der Unbestechliche Agent Dan@MySpace Mile@Myspace Für Fans von: Bushido, Massiv und Kollegah

Herr Merkt TV #7

Verehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, wieder einmal ist es an der Zeit, Ihnen einen Überblick über die neuesten Videos Ihrer Lieblingsrapper zu verschaffen. Beginnen möchte ich mit Blumio, der bis dato hauptsächlich als Imitator arrivierter Deutscher-Wortsportler ins Rampenlicht trat und der nun versucht, sich mit "Kein Weg zurück" von dieser Rolle zu emanzipieren. Meiner Einschätzung nach mit gutem Erfolg. Franky Kubrick leitet sein Album "Dramaking" mit "Was sie hören wollen" ein. Ein medienkritischer Song, dessen Wirkung durch den Medienboykott verstärkt wird. Selbstverständlich nur für jene, die das Video zu Gesicht bekommen. Verbreiten Sie die Botschaft! Zwischen all der harten Schubserei auf den Berliner Straßen nimmt sich Fler nun die Zeit, um besinnlichere Töne anzuschlagen. Und damit trifft er genau ins Schwarze. "Warum bist du so" entpuppt sich als Flers stärkste Single-Auskopplung. Marteria ist einer der aufstrebenden Sterne im deutschen HipHop-Universum. Die Erklärung dafür ist schnell gefunden: Weil er "Einer von euch" ist. Alpa Gun und Greckoe gelten als die beiden großen Talente bei Sektenmuzik. Diese Meinung einschlägiger Fachmagazine soll nun mit Unterstützung von sido auf "So machen wir das hier" empirische Untermauerung erfahren. Entscheiden Sie selbst! Ich kann mein Bedauern über meinen Mädness Faux-Pas in der letzten Ausgabe von "Herr Merkt TV" nicht in Worte fassen. Als Wiedergutmachung präsentiere ich Ihnen erneut das Video zum großartigen Track "Wendepunkt". Huss & Hodn sind kult. So kann ich Ihnen das Video zu "Hurensohnologie/Pornofilmkäse" nicht weiter vorenthalten ohne in tiefster Scham zu versinken. Ehrlich gesagt sehe ich auch keinen Anlass hierfür. Fahren Sie ab den Scheiß! Zum Abschluss wird es international. Anlass ist die Gruppierung von Lupe Fiasco, Pharrell Williams und Kanye West zu einer Super-Group. Mit Radiohead-Sänger Thom Yorke an der Hook kann eigentlich nichts mehr schief gehen. "US Placers". Internet-Hypes sind wunderbar. So gelten "The Cool Kids" schon seit einiger Zeit als die Retter des HipHop. Da ich mich dieser Mission nicht in den Weg stellen möchte gebe ich Ihnen nun die visuelle Umsetzung des Tracks "Black mags" mit auf den Weg. Bleiben Sie mir treu! Ihr Herr Merkt

Künstler brechen: Lance Carvell

Beim ersten Künstler, den ich Ihnen im Rahmen der Rubrik "Künstler brechen" nahe legen möchte, handelt es sich zumindest für Juice-Leser um einen alten Bekannten.

Nach mehrfachen Auszeichnungen zum Demo des Monats schickt sich der Nürnberger Lance Carvell nun an, mit dem Untergrunter Labelsampler "Resteficken" den nächsten Schritt zu gehen.
"Herr Merkt spricht über HipHop" ist stolz, Ihnen den von T-Low produzierten Track "Nur minimal" präsentieren zu können. Beim Track handelt es sich um einen mit minimalistischem Beat unterlegten Representer. FSK16-Shit.

Lance Carvell - Nur minimal

Lance Carvell@MySpace
Untergrunter@Myspace

Künstler brechen

Verehrte Nachwuchsrapperinnen und Nachwuchsrapper, hiermit führe ich feierlich diese neue Rubrik ein, die vor allem Ihnen eine Plattform bieten soll. Sofern Sie davon überzeugt sind, der nächste heiße Scheiß in diesem Geschäft zu sein, lade ich Sie herzlich dazu ein, mir einen Track zuzuschicken, den ich in dieser Rubrik vorstellen und zum kostenlosen Download bereitstellen werde. Ich übernehme keine Garantie dafür, dass jedes mir zugeschickte Werk auch tatsächlich hier veröffentlicht wird, da mir der von Ihnen eingesandte Track gefallen muss, um Erwähnung zu finden. Somit ist das Risiko einer öffentlichen Demütigung in Form eines Verrisses nicht gegeben. Indem Sie mir einen Track zuschicken, stimmen Sie einer Veröffentlichung und Bereitstellung zum kostenlosen mp3-Download in diesem Blog zu. Bitte senden Sie die Tracks oder entsprechende Download-Links an: herr.merkt@googlemail.com Herzlichst Herr Merkt

Rekordverdächtig

Verehrte Leserinnen und Leser, diese Woche wurde Chartgeschichte geschrieben, da der Rapper Massiv mit geschätzten 500 Käufern (teilweise mehrfach) mit seinem Album "Ein Mann, ein Wort" in die Top 20 der Media Control Album Charts einstieg. Die genaue Position ist dabei die 18. Wenn man den Werbeaufwand, die Dumping-Preise und die Mehrfachkäufe einiger Fans und des Künstlers selbst bedenkt, dann dürfte sich das Kapitel Massiv zum Verlustgeschäft für SonyBMG entwicklen. Damit möchte ich nicht auf die von eingen Fans als "grosahrtig" bezeichnete Qualität des Albums anspielen, sondern auf wirtschaftlich prüfbare Fakten. Ich bezweifle momentan stark, dass SonyBMG die Zusammenarbeit mit Massiv fortsetzen wird. Wenigstens konnte der Künstler seinen Fans noch das ultimative HipHop-Album liefern. Ich gehe nun wieder Rock hören. Herzlichst Herr Merkt

Bezugsrahmen

Verehrte Leserinnen und Leser, auch wenn man objektiv alles erreicht hat und die Massen geschlossen hinter einem stehen, sollte man sich fortlaufend fragen, was man verbessern kann, um den Leserinnen und Lesern den Besuch auf dieser Seite noch angenehmer zu gestalten. Nach tagelanger Überlegung kam ich zu dem Ergebnis, mein Bewertungsschema für die Plattenkritiken erneut zu überarbeiten. So wird das Schema an jenes der beliebten Fachzeitschrift "Juice" angepasst, so dass in Zukunft maximal 6 Punkte vergeben werden. Auch eine rückwirkende Anpassung der Bewertungen wird erfolgen. Ihr Herr Merkt

Herr Merkt hilft: 20 Euro

Verehrte Leserinnen und Leser, heute möchte ich mich an die Schülerinnen und Schüler unter Ihnen wenden, denen letzte Woche - genauer gesagt am Donnerstag oder Freitag - während des Sport-Unterrichts 20 Euro aus der Umkleide-Kabine gestohlen wurden. Aus sicheren Quellen wurde ich darüber informiert, dass ein Fan des Rappers Massiv in diesem Zeitraum 20 Euro "zockte" (O-Ton des mutmaßlichen Kriminellen), um sich zwei Exemplare des Albums "Ein Mann, ein Wort" zuzulegen. Dieser Beitrag richtet sich zudem an besorgte Eltern, denen im selben Zeitraum ein durch 10 teilbarer Geldbetrag abhanden kam. Es empfiehlt sich, unauffällig das Kinderzimmer Ihrer Nachkömmlinge auf Exemplare des besagten Albums zu durchsuchen. Bei einer Multiplikation der Anzahl aufgefundener Exemplare mit dem Faktor 10 dürften Sie eine starke Annäherung an den Fehlbetrag erreichen. Ich möchte Sie jedoch darum bitten, von einer allzu heftigen Bestrafung der Übeltäter abzusehen, da diese unter starkem Einfluss des Rappers Massiv standen, der seine Fans in seinem offiziellen Forum wiederholt dazu aufrief, das Album nicht nur einmal, sondern mehrfach zu kaufen, um eine möglichst gute Chartplatzieung zu erreichen oder zumindest nicht schon wieder einen Top 100-Einstieg zu verpassen. Laut Massiv scheinen diese Maßnahmen von Erfolg geprägt zu sein, da das Album einen sensationellen fünften Platz in den Trendcharts belegt. "Herr Merkt spricht über HipHop" empfiehlt jedoch eine skeptische Rezeption dieser Nachricht, da die miserablen Vorbestellungen diverser Online-Händler eine andere Sprache sprechen.

Inferno79 - Seelenkrieg (Download)

Verehrte Leserinnen und Leser, wahrscheinlich haben alle meine Kritiker Recht und ich bin ein schlechter Blogger. Wie sonst konnte ich die großartige Online-LP "Seelenkrieg" von Inferno79 derart schamlos übergehen. So möchte ich Sie nun verspätet darauf hinweisen, dass sich der Download dieses kostenlosen Werkes durchaus lohnt, da der Dortmunder seine Hörerschaft nicht enttäuscht und - wie es sich eigentlich für eine Promo-Veröffentlichung gehören sollte - seine gewohnten Stärken präsentiert und nicht lieblos produziertes C-Material vorsetzt, nach dem kein Hahn kräht und mit dem man keinen einzigen neuen Zuhörer gewinnen kann. Genug der "unds". Möge die Musik für sich sprechen!

Chart Wars II: Dynamite Deluxe vs. Fler

Das Duell ist entschieden. Nachdem Fler den Wettbewerb in den Single-Charts mit einem 16. Platz ("Dynamit" chartete auf der 29) für sich entscheiden konnte, haben nun Dynamite Deluxe den Kampf in den offiziellen Media Control Album-Charts für sich entschieden. So chartete Dynamite Deluxes "TNT" auf der 5, während sich Fler mit "Fremd im eigenen Land" auf einem guten 7. Platz tummelt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verkäufe in den kommenden Wochen entwickeln werden, da HipHop-Platten deutscher Machart häufig das Schicksal eines schnellen Abstiegs ereilt. "Herr Merkt spricht über HipHop" möchte beiden Künstlern zu diesem außerordentlichen Erfolg gratulieren und freut sich darüber, dass deutscher HipHop gleich mit zwei Alben in den Top10 der Media Control Album-Charts vertreten ist. Ein wahrhaft seltenes Bild.