Ersatzbeschäftigung für Ersguterjunge-Fans

Sehr geehrte Ersguterjunge-Fans, mir kam zu Ohren, dass Sie seit kurzem nicht mehr bei "MTV TRL" oder "VIVA Get the clip" für Ihre Idole voten können. Da nun geschätzte 50% Ihrer Freizeit mit einer alternativen Beschäftigung gefüllt werden müssen, möchte ich anregen, dass Sie einfach für meinen Blog voten! Hierfür klicken Sie einfach auf die Banner, die Sie am rechten Rande meines Blogs unter der Rubrik "Toplist" finden! Sie müssen nicht einmal IP-Sperren oder sonstige Hindernisse umgehen, die sie bei "MTV TRL" daran hinderten, mehrfach pro Stunde zu voten. Und das Beste ist, dass das Ganze umsonst ist. Sie werden sich darüber freuen, endlich wieder einen Sinn in Ihrem Leben gefunden zu haben und ich werde mich darüber freuen, Ihnen geholfen zu haben. Mit freundlichen Grüßen Herr Merkt

Germany vs. Reno: Der Vergleich (Review)

Dieser Tage veröffentlichen die beiden "Alles Real"-Künstler Germany und Reno nach einigen Jahren im HipHop-Spiel ihre ersten Solo-Alben "Die Stunde der Wahrheit" und "Zu schön um wahr zu sein". "Herr Merkt spricht über HipHop" nimmt dies als Anlass für einen direkten Vergleich der beiden Alben. Die Künstler: Germany: Germany trat an der Seite von Lord Scan und Italo Reno als "Der Klan" in das Spiel. Nach der Trennung von Lord Scan veröffentlichte er mit seinem "Partner in Reim" Italo Reno unter anderem das Album "Hart aber herzlich". Reno: Als Italo Reno trat er an der Seite von Lord Scan und Germany als "Der Klan" in das Spiel. Nach der Trennung von Lord Scan veröffentlichte er mit seinem "Partner in Reim" Germany unter anderem das Album "Hart aber herzlich". Die Alben: Die Stunde der Wahrheit: Das Album von Germany erschien bereits am 16.11.2007. Nach einem furiosen Start mit drei von Claud produzierten Representern wird das Album zunehmend persönlicher, was in musikalischer Vergangenheitsbewältigung, Oden an die eigene Mutter und die so innig geliebte Musik zum Ausdruck kommt, bevor Germany am Ende nochmals einige Representer auffährt. Zu schön um wahr zu sein: Renos Album erschien am 30.11.2007. Das Album lässt sich grob in einen ersten Entertainment-Abschnitt und einen persönlichen zweiten Abschnitt unterteilen, wobei Reno bei Zweiterem klar besser wegkommt (löbliche Ausnahmen bestätigen die Regel), da er nicht über die ausgefeilte Reimtechnik verfügt, um ein reines Entertainment-Rap-Album zu tragen. Die Features: Germany: Germany verzichtet bis auf Greis und Samir an den jeweiligen Hooks auf Gäste. Eine weise Entscheidung, da dies dem Album Homogenität (Anmerkung der Redaktion: Hat nichts mit "schwul" zu tun.) verleiht. Reno: Auch Reno kommt mit wenigen Gästen, personifiziert durch Curse, Harris, Germany und Greis aus. Erfreulicherweise verzichtet auch er auf weitgehend talentfreie Rapper aus dem engeren Bekanntenkreis. Leider verzichtete er aber auch auf einen bereits eingespielten sido-Track. Die Produzenten: Germany: Claud, Sashliq, Curse, Patrick Ahrend. Reno: Phrequincy, Beathoavenz, Claud, Sashliq, Crada, Jimmy Ledrac, Roey Marquis II, DJ Rocky, Jaleel, Beatgees, Farhot, Kool DJ GQ. Die Videosingles: Germany: Der meist Unterschätzte Reno: Deutschland, Deutschland Germany zeigt sich bei der Auswahl der Single treffsicher, während Reno mit "Deutschland, Deutschland" daneben greift und einen der schwächsten Tracks des Albums pickt. Die Highlights: Germany: Welcome to Germany (feat Greis), Der meist Unterschätzte, Ich habe nichts, Es tut nicht mehr weh, Mein Herz Teil 2 (feat Samir), Over now Reno: Reno (feat Curse), Endlich froh, Ich ficke Rap, Nur für dich (feat Harris), La vie devant toi (feat Greis), Einen Tag zu leben (feat Germany), Geiseldrama, Gott sei dank Honorable Mention: Germany: Songtexte im Booklet Reno: Songtexte im Booklet Die größten Aufreger: Germany: Bruce Skits Reno: "Ying Yang"-Plagiate, "Geh auf's Ganze" geht gar nicht Die Wertungen: Germany: 4/6 Reno: 3,5/6

Sido - Weihnachtssong 2007 (Review)

Alle Jahre wieder (zumindest seit 2003) ist Sidos "Weihnachtssong" ein treuer Begleiter eines jeden HipHop-Fans während der Weihnachtszeit. Sozusagen das "Last Christmas" der deutschen HipHop-Szene. Im zweiten Jahr der Single-Verwertung ließen sich der Künstler und Aggro Berlin nicht lumpen und verpassten dem Song einen Neuanstrich ohne ihn jedoch tiefgreifend zu verändern. So gab es lediglich kleinere Beat-Modifikationen durch die Goofiesmackers und einige Zeilen (u.a. die Bushido-Line) wurden ausgetauscht. Alles in Allem kann man also wenig falsch machen, zumal es als Bonus noch einen sehr hörenswerten Remix von Peilermann & Flow gibt. Zugreifen! Wertung: 4/6

Coming Soon: Reno vs. Germany

Verehrte Leserinnen und Leser, ich war heute im Plattenladen und habe mir die beiden Alben "Zu schön um wahr zu sein" (Reno) und "Die Stunde der Wahrheit" (Germany) gekauft. Für sich alleine, wäre dies sicherlich noch keinen einzelnen Beitrag wert, allerdings möchte ich hiermit ankündigen, dass ich die kommenden Tage eine vergleichende Review der beiden Alben posten werde. Interessierte bleiben getuned! Zur Einstimmung können Sie sich schon einmal die Videos zu "Deutschland , Deutschland" (Reno) und "Der meist Unterschätzte" (Germany) zu Gemüte führen!

Kollegahs Charterfolg

Wie ich soeben in Erfahrung bringen konnte, wird der Künstler Kollegah mit seinem Meilenstein "Alphagene" am kommenden Freitag auf Platz 51 der deutschen Albumcharts einsteigen. Da das Label Selfmade Records diese Chartplatzierung feiert, gratuliert "Herr Merkt spricht über HipHop" natürlich zu diesem Erfolg. Wieder einmal sind selbstverständlich die Downloader daran Schuld, dass das Album keine Top 10-Platzierung belegte. So bitte ich Sie inständig, sich das Album auf legalem Wege zuzulegen, falls Ihnen Kollegahs Stil zusagen sollte.

Splitty One wirft kostenloses Mixtape in das weltweite Netz

Der Nachwuchs-Künstler Splitty One macht seinen Fans und jenen, die es noch werden wollen, ein ganz besonderes Geschenk in der Vorweihnachtszeit. So stellt er das bis dato lediglich käuflich erwerbbare Mixtape "Get that cash Reloaded" nun zum kostenlosen Download in die unendlichen Weiten des weltweiten Netzes. "Herr Merkt spricht über HipHop" freut sich mit all jenen, die zu geizig waren, 7 Euro in dieses großartige Werk zu investieren. Zum Download des Mixtapes gelangen Sie hier. Da viele LeserInnen gepflegt auf meine Reviews koten, werde ich Ihnen und mir in diesem Falle die Mühe ersparen und wünsche Ihnen viel Spass beim Hörgenuss.

Wunschzettel

Liebe Fans, der "Tokio Hotel"-Adventskalender ist bereits seit Wochen aufgehängt und so langsam verbreitet sich die weihnachtliche Stimmung auch bei mir. Da ich Sie seit Monaten auf höchstem Niveau unterhalte, verstehe ich es nur allzu gut, dass in Ihnen der Wunsch aufkommt, meiner Wenigkeit ein Weihnachtsgeschenk zu machen. Damit Sie sich nicht weiter mit der Ideenfindung quälen müssen, habe ich mich dazu entschlossen, eine kleine Liste mit Artikeln zu erstellen, die sich noch nicht in meinem bescheidenen Besitz befinden. - "Street Credibility" - Objektivität - Musik-Flatrate - HipHop-Bravo Jahresabo Vielen Dank im voraus. Ihr Herr Merkt

Olli Banjo - Lost tapes (Review)

Ohne jeglichen Szenehype und Werbeaufwand veröffentlichte Olli Banjo diese Tage seinen neuen Tonträger "Lost tapes", auf dem sich exklusives Material aus den Jahren 2000-2004 wiederfindet. Grundsätzlich kann man solchen Unterfangen skeptisch begegnen, da es sich bei derartigen Veröffentlichungen oftmals um Ausschussware handelt, die in harten Zeiten dann doch noch zu Geld gemacht werden soll. Von Ausschussware kann man jedoch bei der vorliegenden Veröffentlichung des Herrn Banjo nicht sprechen, da sich hinter dem Titel "Lost tapes" einige Perlen verstecken, die auch den Alben beziehungsweise dem Album aus der jeweiligen Schaffensperiode beziehungsweise "Erste Hilfe" gut zu Gesichte gestanden hätten. Da wäre zum einen der herrliche Track "LSD". Man muss nicht mehr erwähnen, dass der Song das Thema Drogen behandelt und in einer mittleren Katastrophe rund um einen Rauhaardackel endet. Weniger dramatisch, aber nicht minder unterhaltsam behandelt der inoffizielle "Scheisse und pervers"-Vorgänger "Alkohol" durchzechte Nächte, bevor Olli in "Schulzeit" sein Schulwissen auf den Punkt bringt und für einen wohl durchdachten Banküberfall einsetzt. In diese Auflistung der Highlights reiht sich auch der 2002er-Track "Krank" ein, auf dem Olli auf gewohnt ironische Art und Weise auf die Mißstände in der Gesellschaft hinweist und dabei Sozialkritik auf höchstem Niveau anbringt. In eine ähnliche Kerbe schlägt er auch mit dem biographischen "Christian", in welchem er den prototypischen Werdegang eines Jungen beschreibt, der auf die schiefe Bahn gerät und keinen Anschluss an die Gesellschaft mehr findet. Weniger sensationell, aber dennoch auf einem hohen und für einige Kollegen nicht erreichbaren Niveau fallen die Tracks "Reifezeit", "Rapflows" und "Dumm wie Brot" aus. Zusätzlich zu den acht mehr oder weniger verschollen Perlen sind auf "Lost tapes" vier Erstversionen von bereits mehr oder weniger bekannten Tracks vertreten. Dabei ist lediglich "Selbstmord" mit Kool Savas erwähnenswert, welches durch den neuen alten Beat an Klasse zugewinnt. Außerdem hat Headrush das geniale Instrumental von "Königsklasse" auf den Tonträger gepackt, wodurch auch für den letzten Skeptiker die Kaufentscheidung erleichtert werden dürfte. Alles in Allem ein in sich stimmiges Produkt, welches die außergewöhnliche Diskographie des Künstlers Olli Banjo sinnvoll ergänzt. Wertung: 4/6

Herr Merkt erklärt Kollegahs Wortspiele

Verehrte Leserinnen und Leser, sollten Sie Kollegahs unglaubliche Wortspiele überfordern, möchte ich Ihnen an dieser Stelle meine Hilfe anbieten und Ihnen die Wortspiele des Albums, die Sie nicht verstehen, erklären. Posten Sie die betreffenden Wortspiele mitsamt Kontext einfach als Kommentar zu diesem Beitrag und ich werde versuchen, Ihre Anfrage schnellstmöglich zu bearbeiten. Mit freundlichen Grüßen Herr Merkt

Achtung! Achtung!

Der Rapper Olli Banjo hat Insider-Informationen zufolge einige seiner liebsten Kassetten verloren. Der Quelle zufolge sollen diese Kassetten innerhalb der nächsten Tage beim Plattendealer Ihres Vertrauens auftauchen. Unter anderem befinden sich darauf das Instrumental zu "Königsklasse", der Track "Krank" und einige noch unveröffentlichte Tracks. "Herr Merkt spricht über HipHop", sowie sicherlich auch der Künstler selbst, wären Ihnen zu Dank verpflichtet, wenn Sie die verlorenen Exemplare bei den entsprechenden Plattendealern aufsammeln und bei sich beherbergen könnten, bis sich der Künstler persönlich bei Ihnen meldet, um seine verlorenen Kassetten wieder abzuholen. Sollte sich der Künstler binnen 7 Tagen nicht bei Ihnen melden, werden Sie offiziell zum Besitzer der verlorenen Kassetten. Ich bedanke mich recht herzlich für Ihre Aufmerksamkeit!

Hater's Finest - Die Top 10

Verehrte Leserinnen und Leser, als Reaktion auf meine doch etwas harsche Kritik am aktuellen Kollegah Album, erreichten mich einige erregte Kommentare, die ich Ihnen keinesfalls vorenthalten möchte. Da die Beleidigungen allerdings oft redundant sind, beschränke ich mich auf die zehn schönsten Verbalinjurien. Vielen Dank an alle, die diesen Beitrag möglich gemacht haben. 10.) Zum Glück hast du keinen premium blog. was du schreibst ist einfach nur lächerlich hoch 10. such dir n anderes hobby, rap ist nicht dein ding. alphagene fickt alles. (Mike auf hiphop.de) 9.) ja, haha du bist auch "langweilig"... das is ja mal das lustigste was ich je gelesen hab hahaha die ersten 8 tracks sidn schlecht... vielleicht solltest du mal von deinem keep it real hip hop film runter kommen und mal objektiv diese musikalische leistung schätzen, was du nämlich hier definitiv nich tust. naja, arme community, aber wat soll's, egtl. sollte man sowas ignorieren (Anonymous auf hiphop.de) 8.) Was für ein lächerliche Review, der nicht annähernd glaubwürdig erscheint und schlichtweg Tatsachen verschweigt. Unglaublich. Mit HipHop solltest du das hier lassen, denn Ahnung davon hast du nicht im Geringsten. Aber ganz ehrlich: Hauptsache mittelprächtige Leute wie Mädness, Olli Banjo (ok, durchschnittlich ist übertrieben) oder Megaloh als große Rapper proklamieren, aber dann Prinz Pi oder Kollegah abgrundtief kritisieren. Was für ein Quatsch. Es gibt keine Fähigkeit, in welcher Banjo Kollegah das Wasser reichen kann. Ach, was sag ich Banjo, was Technik anbelangt ist Kollegah mglw. weltweit sogar unerreicht. (Jan Karon auf Blogspot) 7.) du bist schwul!!! (Anonym auf Blogspot) 6.) Herr Merkt spricht über Hip Hop? Vielleicht solltest du den Titel ändern in "Herr Merkt verpestet das Internet mit dämlichem Gerede über Dinge, von denen er NICHTS versteht" ;-) (Anonym auf Blogspot) 5.) Die review ist lächerlich, ohne dir zu nahe treten zu wollen. du bist nich ganz klar im kopf! Bewerte es einfach nicht, wenn es nicht deinen Musikgeschmack trifft, ich bewerte auch kein Death Metal. Ich hoffe sie konnten mich nachvollziehn. (Butill im MZEE-Forum) 4.) mein gott, du bist ein fall für die klapse, ganz ehrlich. dein gesieze ist noch um ein vielfaches peinlicher als die review. das hat nichts mit geschmack zu tun, das ist einfach eine beleidigung für jeden deutschrapfan. der einzige grund, weshalb irgendeiner deine review liest, ist die schlechte bewertung. mein rat: mach ein praktikum bei irgendeiner tageszeitung... und lass deinen müll dort ab. deine versuche, durch solche anreden möglichst seriös zu wirken, sind unpassend und peinlich. (Sarcazm im MZEE-Forum) 3.) warum schreibst du ne review wenn du ein torch-schwanzlutschender hurensohn bist?! (Tom auf hiphop.de) 2.) hör dir K.I.Z Hurensohn an, dann weiß du was du bist und was ich mit dir mache (Anonym auf Blogspot) 1.) haste keine ohren am kopf..? mann wie kann so ein arschloch wie du darüber rewiev machen mann...mann mekrt das du voll kein plan hast..scheis bushido groppie (Anonymous auf hiphop.de) Ich hoffe, Sie haben sich genauso gut amüsiert wie ich. Um Ihr Amusement zu steigern, habe ich keinerlei Korrekturen der Rechtschreibfehler vorgenommen. Und denken Sie daran: "Sie nennen mich Hurensohn, ich nenne Sie Bruder." Mit freundlichen Grüßen Herr Merkt

Kollegah - Alphagene (Review)

Man kann nicht behaupten, dass Kollegah mit seinem momentanen Hype eine schlechte Ausgangslage hätte, um das deutsche Rapspiel zu übernehmen. Allerdings wäre es für das besagte Spiel wohl besser, wenn dies nicht passieren würde. Zweifelsohne hat Kollegah große Stärken im Bereich des Punchline-Verfassens, allerdings kann er mit seinem monotonen Flow, der höchstens mit unverständlichen Double-Times variiert wird, keinen Blumentopf gewinnen. So sind die ersten acht Tracks inklusive des langweiligen "Kuck auf die Goldkette 2007" höchstens durchschnittlich und häufig schlecht (z.B. "Endlevel" mit DeinEltan). Das erste potentielle Highlight liefert Kollegah dann mit dem autobiographischen "Vom Dealer zum Star", auf dem Rizbo und T.O.N.I. Pharaos Eurodance-Hit "There is a star" samplen und auf halber Strecke einen Rohrkrepieren abliefern. Schade eigentlich, jedoch hätte man sich beim folgenden Track "Der Boss hängt voll Gold" wenigstens gewünscht, dass Kollegah so weit kommt, da es sich hier um ein Lehrbuchbeispiel für einen Totalausfall handelt. Bei "Alles was ich hab" geht es dann zumindest thematisch wieder bergauf, allerdings kann ich auch hier, selbst ohne ADS, nicht länger als eine Strophe zuhören ohne Skip-Reflexe zu bekommen. Für ein wenig Abwechslung sorgt dann zumindest der gute Favorite auf "Selfmade Endbosse", wobei hier der Beat von Nace & Shalla an meinem dünnen Nervenkostüm sägt, weshalb es auch dieser Track nich in meine Rotation schaffen wird, zumal auch die Hook im besten Fall gewöhnungsbedürftig ist. Auch die beiden folgenden Tracks mit Features von Bass Sultan Hengzt ("Machomannstyle") und K.I.Z. ("Legenden") fallen in die Rubrik mit der Aufschrift "langweilig". So bleibt nach dem Konsum des Albums der Eindruck, dass kein Mensch dieses Album wirklich braucht. Klar sind die Punchlines auf "Champions League"-Niveau, allerdings sorgen der bereits erwähnte monotone Flow und das größtenteils langweilige Soundbild für einen negativen Gesamteindruck. Kollegah wird es verkraften, denn "Ein Junge weint hier nicht". Wertung: 2/6

Erinnerungen an das Kinderzimmer: Ein Tribut

Es ist vorbei. Textor und Quasimodo werden nicht weiter als Kinderzimmer Productions einen Gegenpol zum aktuellen Trend setzen und die Gruppe mit baldiger Wirkung auflösen. Die Gruppe sorgte seinerzeit mit Alben wie "Im Auftrag ewiger Jugend und Glückseligkeit" und "Die hohe Kunst der tiefen Schläge" für Furore, um mit ihrem weiteren Output immer weiter aus dem Horizont des durchschnittlichen HipHop-Fans zu entschwinden. "Herr Merkt spricht über HipHop" möchte als Tribut für diese etwas andere Band nochmal auf einige Videos aufmerksam machen, um das Erbe des Kinderzimmers zu ehren. "Irgendwo dazwischen" von "Irgendjemand muss doch" Offensichtlich waren Kinderzimmer Productions schon soweit fernab des Radars, dass keine weiteren Videos der Band im weltweiten Netzwerk zu finden sind. Daher muss ich Sie mit dem obigen Video vertrösten und rufe zu einer Gedenkminute auf.

Patrick mit Absicht - Jack is back (Review)

Die Welt ist ungerecht und gemein! Eine Aussage, die das vorliegende Album nicht nur wegen des hervorragenden Tracks "Ein ernster Song", in dem PMA die teils oberflächliche Gesellschaftskritik anderer Vertreter der Spezies Rapper durch die Nussschokolade zieht. Patrick mit Absicht hätte es nämlich mehr als verdient, die Anerkennung der deutschen HipHop-Szene zu bekommen, da er mit konstant gutem Output einiges "Für Rap" leistet. Eben jener Track wird durch einen glänzend aufgelegten Olli Banjo auf einem guten Instrumental der Instrumens veredelt. PMA und OB harmonieren großartig. Weitere Unterstützung erhält der selbste ernannte "Macho Man", den er auf Tracks wie "Mucho Macho" heraushängen lässt, von Artgenossen wie Franky Kubrick ("Bla, bla") und D-Flame ("Komm, beweg dich"), sowie von seinen Labelkollegen no.one, Kriz und Bartholomäus ("Nochmal"), die sich allesamt gekonnt in Szene setzen. Besonders positiv fällt PMAs Herangehensweise an ernstere Themen, wie zum Beispiel auf dem eingangs erwähnten ernsten Song oder auch auf "Darth Vader ist mein Vater", auf dem eine schwere Kindheit nachgezeichnet wird, auf. PMA schafft es hier durch seine erfrischend lockere Art, den Themen eine angenehme Leichtigkeit zu verleihen ohne dabei die Betroffenheit des Hörers vollends auszublenden. Ein weiteres Highlight stellt der von m3 & Noyd produzierte Banger "Me, myself & Jack" dar, auf dem sich PMAs verschiedene Persönlichkeiten zu verschiedenen Agendas der aktuellen HipHop-Szene äußern. Generell wandelt Patrick auf Tracks wie "Axteffekt" oder "Zu ill" auf dem schmalen Pfad zwischen Genie und Wahnsinn. Begutachtet man die musikalische Qualität des Werkes, kann man PMA jedoch sorgenlos auf der Genie-Seite einordnen. Die Produktionen stammen neben den bereits erwähnten Beatbauern von Phrequincy ("Komm, bewg dich"), Lord Scan ("Axteffekt"), Brisk Fingaz (u.a. "Nochmal"), P-Koss (u.a. "Jack is back") und weiteren Beatbastlern, die aufgrund meiner Faulheit unerwähnt bleiben müssen. Ist Jack nun also wirklich back? Die Antwort muss leider "Nein" lauten, da man schon einmal "da" gewesen sein muss, um "back" zu sein. Und damit schließt sich der Kreis: Die Welt ist ungerecht und gemein! Wertung: 4,5/6

"Herzilein": Skandal um verschollene Textpassage

Wie mir zuverlässige Quellen zuspielten, wurde soeben eine bis dato unveröffentlichte Text-Passage aus dem Skandal-Lied "Herzilein" entdeckt. Das Musikstück handelt von einer Partnerschaft, die aufgrund des übermäßigen Alkoholkonsums und der daraus resultierenden Vernachlässigung partnerschaftlicher Pflichten zu scheitern droht. Dabei verherrlicht das Musikstück den herrschenden Zustand ohne den Scheinwerfer auf die negativen Konsequenzen des Verhaltens der Protagonisten zu werfen. Die unveröffentlichten Textzeilen wurden nicht ohne Grund aufgrund ihrer Brisanz ersatzlos gestrichen. Herr Merkt wäre nicht Herr Merkt, wenn er Ihnen die verschollen geglaubten Textpassagen vorenthalten würde. "Der Gärtner hatte geschlossen schon ein Weilchen/ trotzdem verpass' ich dir gerne ein Veilchen! Das hat der Wein gemacht!" Eine dramatische Eskalation, die nur zu gut die Fokussierung der Volksmusik-Szene auf Gewalt und Alkohol widerspiegelt.

Wochenrückblick II

Verehrte Leserinnen und Leser, wieder einmal wird es Zeit für einen Wochenrückblick. Minderjährige und zarte Seelen sollten aufgrund der teils schockierenden Enthüllungen auf der Stelle das Lesen einstellen. - Wie die Backspin berichtet, nimmt sich Scooter-Frontmann Hans-Peter Baxxster ein bis zwei Tage Zeit, um an seinen Texten zu feilen. So klärt sich endlich das Mysterium um literarische Glanzleistungen wie "The question is what is the question" oder "Respect to the man in the ice cream van" auf. - Olli Banjo ist endlich auf dem Cover der Backspin! "Herr Merkt spricht über HipHop" möchte recht herzlich gratulieren! - Kollegah bestätigte im aktuellen Backspin-Interview das Gerücht, dass er seine Texte im Sitzen einrappt um entspannter zu klingen. Fans hoffen dennoch weiterhin auf Punchlines am laufenden Band. - Die Backspin hat ihre Newcomer-Rubrik "Erste Schritte" in "Unterm Radar" umbenannt. Weiterhin kann man einen Mix zu den Veröffentlichungen, die in dieser Rubrik vorgestellt werden, auf der offiziellen Homepage des Magazins herunterladen. - Wie Kool Savas bei MTV TRL berichtete, hat er seit dem legendären Beef nicht mehr mit Eko Fresh gesprochen. Eine verständliche Bewegung, da ich ebenfalls sauer wäre, wenn man mir als Vegetarier "Rindfleisch" antragen würde. - Wie aus dem Optik-Blog hervorgeht, möchte Kool Savas in naher Zukunft kein Konzeptalbum mit Kinderchören und sozialkritischen Texten aufnehmen. - Hecklah & Coch reißen zusammen mit sido den Club ab. "Glänzend"! - Der großartige Joe Rilla bringt den Osten zum Rollen. "Auferstanden aus Ruinen"! - Zum Abschluss noch ein kleines Betthupferl. Wer bei dem Dreck wach bleibt, hat meinen tiefsten Respekt verdient!

Breaking News: Dynamite Deluxe (Video)

Der Samy liebt diesen HipHop-Scheiß, sofern man diesem neuen Track, der die erste Single zum im Januar erscheinenden Dynamite Deluxe Album werden soll glauben schenken darf.
Ich glaube, dieser Track wird die HipHop-Szene in zwei Lager spalten. Die eine Seite wird den Track samt Thema feiern. Die andere Seite wird sich fragen:"Wallah habibi, was ist Breakdance?" Als alter Verfechter der HipHop-Werte muss ich mich selbstverständlich zur ersten Fraktion zählen und freue mich, dass Samy Deluxe zumindest ein wenig zu seinem alten Style zurückgefunden hat, jedoch ohne zu stagnieren.

Preisverleihungen

Es ist doch immer das Gleiche mit diesen Preisverleihungen! Jedes Jahr noch besser, noch schriller und mit noch mehr Star-Power - wenn man den Veranstaltern glauben darf. Warum nur hinterlässt dann jede dieser Veranstaltungen einen faden Beigeschmack? - Sind es die verpatzten Auftritte von zu Recht gefeierten, beim Auftritt aber leider zugedröhnten Künstlerinnen? - Ist es die ernüchternde Erkenntnis, dass wieder einmal - entgegen aller Ankündigungen - nichts aufregendes passierte und der Abend nur so vor sich hinplätscherte? - Ist es der Umstand, dass solche Preise immer mehr an Wert verlieren, da sie in zunehndem Maße über das Internet gevotet werden, wo sich Teenies in Voting-Armeen versammeln, die in Schichten arbeitend, Beschränkungen umgehend, Ihrem Liebling die Preise zuschanzen? - Ist es, weil gerade bei europäischen Veranstaltungen, die großen Stars und Preisträger immer wieder durch ihre Abwesenheit glänzen? - Oder liegt es eventuell doch daran, dass man als HipHop-Fan durch die Auswahl der Live-Acts nur in den seltensten Fällen auf seine Kosten kommt?

Herr Merkt hilft: Die !!! (part II)

- Deutschland besteht zu 90% aus Prostituierten! Oder woher kommen die ganzen Hurensöhne? - Bushido erreicht das nächste Level, indem er nun nicht mehr nur Rapper auf internationaler Ebene verklagt, sondern auch von Rockern auf internationaler Ebene verklagt wird! - Die wirklichen HipHop-Klassiker dauern selten länger als 50 Minuten! - "Schizogenies" bestätigen die Regel! - Niemand ist wirklich überrascht, dass 50 Cent trotz weniger verkauften Platten als Kanye West seine Karriere fortführt! - Bushido produziert gerade sein drittes "letztes" Album! - Kollegahs monotone Delivery geht mir auf den Sack! - Eko Fresh und Kool Savas sind weiterhin Brüder im Geiste! - HipHop wandert immer mehr von "Do it yourself" zu "Zerstöre die Werke Anderer"! - Wäre Massiv doch bloß auch auf diesen Zug aufgesprungen! - Ich habe Angst vor militanten Massiv-Fans! - Das Hören von Musik über Handylautsprecher schont die Ohren! - Lieber taub als assi! - Der 08/15-HipHopper ist nicht mehr gewillt, nach neuen Talenten zu suchen und beschränkt sich in seinem Konsum auf vorgekaute Ware! - Mit K.I.Z. wurden endlich einmal wieder die Richtigen vorgekaut! - sido wird auch diesmal an den Erwartungen an sein Album wachsen und ein großartiges Album vorlegen! - Nein, ich habe es mir noch nicht aus dem Netz gezogen! - "Eigentlich alles" ist kein Musikgeschmack! - "Eigentlich alles, außer Rap" ebenso wenig! - Wenn der Mond in mein Ghetto kracht, habe ich keine Zeit mehr, eine Knarre zu ziehen! - Erdbeeren sind rein botanisch gesehen Nüsse! - Das hat zwar nichts mit HipHop zu tun, aber Bildung schadet bekanntlich nie! - Es sei denn, man spekuliert auf einen Plattenvertrag bei SonyBMG! - Die illusorische Anonymität des Internets verleitet zu Verleumdungen ohne vorherige Prüfung der Fakten! - Ich weiß, wer Sie sind! - Der November wird mit Veröffentlichungen von Germany, Reno, Olli Banjo, Patrick mit Absicht, Eko Fresh und Kollegah ein interessanter Monat! - Wahrscheinlich habe ich die Hälfte vergessen! - Bushido habe ich mit Absicht weggelassen, da sein "Best of"-Album nun wirklich kein Mensch braucht! - B-Tight mag das Münchner Jugendamt..........not! - Zum Glück haben die nur den Track "Ich bin's" gehört! - HP Baxxter ist der Einzige, der auf dem 80's Flashback nachhaltige Wirkung erreicht! - Und er schreit immer noch!