Bushido - 7 (Review)

Exakt 1 Jahr nach seinem platinprämierten Werk "Von der Skyline zum Bordstein zurück" beschenkt Bushido seine Fans mit seinem "Comeback"-Album. Nach einem sehr aktiven Jahr von einem Comeback zu sprechen halte ich zwar für ein wenig überzogen, aber daran soll diese Bewertung nicht scheitern. Auch die Tatsache, dass Bushido im "Outro" schon wieder Rücktrittsgerüchte streut, soll sich nicht weiter auf die Bewertung des vorligenden Albums auswirken! Was passiert nun aber zwischen den Comeback- und Rücktritts-Ankündigungen? Die Antwort darauf muss "Nicht viel Neues und Aufregendes!" lauten. Bushido zelebriert den Stillstand und die Stagnation auf jeder der 20 Anspielstationen. So klingt das Album im Vergleich zu Vorgängerwerken austauschbar und auch das Gros der neuen Tracks ist untereinander redundant. Soll heißen: Bushido exerziert Themen wie seinen Status als Staatsfeind Nummer 1 und Persona Non Grata im Musikbusiness bis zum Erbrechen durch! In nachdenklichen Momenten outet er sich als Spießer und richtet vorwurfsvolle Worte an seinen durch Abwesenheit glänzenden Vater. Wollen wir hoffen, dass Bushido nicht die selben Fehler machen wird! Man konnte Bushido noch nie vorwerfen, dass er auf Albumlänge nicht auch Inhalte zu vermitteln versucht. Diese Inhalte geraten jedoch so düster und hoffnungslos, dass sie von der Trademark-Bushido-Atmosphäre aufgefressen werden! Nur drei Songs schaffen es in meinen Augen, dieser trägen Masse zu entfliehen. Diese wären namentlich "Heile Welt" mit dem Österreicher Chakuza, die erste Single-Auskopplung "Alles verloren" die zwar ebenfalls den auf dem Album zu genüge vertretenen Themenkanon abgrast, jedoch den Bonus hat, dass sie vor dem Rest des Albums bekannt war und "Zeiten ändern sich", das vor allem durch einen guten Beat von Beatlefield besticht. Generell sind die Beats, für die Prominenz wie Blanco, Martelli oder eben Beatlefield verantwortlich zeichnet, zwar nicht schlecht, aber auch sie ereilt das Schicksal der Redundanz! Hätte ich das Wortspiel mit "Beat killen" nicht schon bei meiner Massiv-Review verbraten, wäre es auch an dieser Stelle passend. Aber lassen wir das mal sein! Was auffällt ist, dass Bushido selbst auf seinem siebten Album noch Rap-Prominenz wie seinen ehemaligen Arbeitgeber Aggro Berlin oder Samy Deluxe angreift, mit denen er musikalisch in keinster Weise mithalten kann. Klar hat Bushido mehr Platten verkauft, klar hat er mehr Auszeichnungen in seinem Schrank stehen, jedoch kann er raptechnisch in keinster Weise mit den oben genannten Opfern seiner Verbalinjurien mithalten. Seine Position an der Spitze der Charts kann ihm zwar so schnell keiner mehr streitig machen, jedoch ist diese nicht musikalischem Talent, sondern einem grenzgenialen Marketing-Plan und einer gekonnten Stilisierung zum Staatsfeind Nummer 1 geschuldet! So spielt die Politik mit Auftrittsverboten und Indizierungsdebatten geschickt in die Karten eines geschickt aufgebauten Images, zu welchem es gehört,jegliche schulische Bildung zu verleugnen. Sowohl rap- als auch reimtechnisch geht auf der Platte ganz wenig. In guten Momenten erinnert Bushido an eine schlechte Kopie seines eigenen Signings Chakuza oder bringt geniale Wortspiele wie "Geschäftsmann" auf "Geschäft, man". Dabei muss er bloß aufpassen, dass nicht auch Jay-z jetzt anfängt, Rapper auf internationalem Level zu verklagen, da dieser die Idee schon vor 2 Jahren auf "Diamonds from Sierra Leone" umsetzte! Zuletzt möchte ich noch auf die Features eingehen, unter welchen ich das neueste ersguterjunge-Mitglied Eko Fresh schmerzlich vermisse. Außer Chakuza bewegt sich die Feature-Auswahl im Rahmen von unspektakulär (Philippe und Nyze) bis katastrophal (Kay One und Summer Cem). Im Großen und Ganzen bleibt zu sagen, dass auf dem nächsten Album viel mehr kommen muss! Denn seien wir mal ehrlich? Wer schenkt der Rücktrittsankündigung am Ende des Albums wirklich Glauben? Wertung: 2/6 Zusammensetzung der Bewertung: [(Summe der Qualität jedes einzelnen Tracks)/ Gesamtzahl aller Tracks * Kohärenzkoeffizient @]^7 Die Bewertung der Qualität der einzelnen Tracks und @ liegen dabei zwischen 1 und 10. Entgegen meinen Ankündigungen habe ich mich nun doch dazu entschieden, meinen Bewertungsalgorithmus offenzulegen, um die Kritiker zum verstummen zu bringen! Ich hoffe, Sie können nun die Bewertungen besser nachvollziehen!

Kommentare:

  1. Naja, man merkt dass du nicht ganz Objektiv an die Sache rangegangen bist.

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  2. Sehr gute Review! Bringt die Sache exakt auf den Punkt! Ich hoffe, dass damit einigen Bushido-Groupies die Augen geöffnet werden.

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  3. schalkeholiker40003. September 2007 um 00:04

    hahaha selbst die blogger sind
    vor congo und seiner bravogangsta armee nicht sicher.bushido
    ist so ein typ,die du abends mit sonnenbrille in der disco triffst,
    einfach zeitlos schlecht.

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  4. Sehr gute Review! Bringt den Punkt exakt auf die Sache! Man merkt, dass du die Sache mit dem Objektiv aufgenommen und durch den Zerrspiegel der Erkenntnis für alle beleuchtet hast.
    (Es lebe der Punkt-rock)

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  5. Bushido, geh kackeeennnnnnnnn.....

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  6. "Wir haben unser Toilettenhäuschen und unser Badezimmer eingebüßt", schreiben die Schilfbootsegler in ihrem Online-Tagebuch. Das Team des Chemnitzer Experimentalarchäologen Dominique Görlitz war vor einer Woche in schwere Stürme geraten, bei denen das Schilfboot ernsthaft beschädigt wurde.

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  7. du hast meine volle zustimmung :)

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  8. ne spass jetzt mal, du bist null objektiv. Is doch total idiotisch. Ich steh auf der Bushido seite aber manchmal schüttel ich auch nur den Kopf seine Reime - manche sind einfach reim dich oder ich fress dich.

    Trotzdem. Mehr Objektivität an die Sonne!

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  9. du hundesohn!!

    statt bushido zu kritisieren, versuch mal selbst zu rappen und so viele alben zu verkaufen!

    geh lutschen mann!!!!!!

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