Kool Savas - Der Beweis

Seit heute morgen steht auf MZEE Kool Savas erste Single "Der Beweis" vom am 02.11.2007 erscheinenden Album "Tot oder lebendig" zum kostenlosen Download bereit. Also schnell zugreifen, bevor der Server heute mittag gegen 14:00 Uhr schlapp macht. Ich persönlich habe den Track nun mehrfach gehört und kann sagen, dass er mich atmosphärisch sehr überzeugt, auch wenn dem savaschen Themenkanon nichts Entscheidendes hinzugefügt wurde. Für das Album erwarte ich thematisch jedenfalls deutlich mehr Vielfalt als sie der gute "King of Rap" bisher an den Tag legte. Nun möchte ich aber nicht weiter kritisieren und den Track als das nehmen, was er eigentlich ist: eine Bombe, mit der sich der Wahl-Heidelberger eindrucksvoll zurückmeldet.

Bass Sultan Hengzt zieht den Kürzeren

Anscheinend wird Bass Sultan Hengzt mit seinem Album "Der Schmetterlingseffekt" auf Platz 29 der deutschen Album-Charts einsteigen. Damit verschlechtert er sich im Vergleich zu "Berliner Schnauze" um einen Platz und bleibt auch hinter dem Erfolg von Tony D, der mit "Totalschaden" einen Einstieg auf Platz 21 verzeichnen kann, zurück. Wenn man allerdings im Hinterkopf behält, in wie wenigen Läden das Album pünktlich verfügbar war, wäre eine Platzierung in den Top 30 beinahe schon eine kleine Sensation. Daher möchte ich dem Künstler Bass Sultan Hengzt zu einer guten Chartplatzierung und einer großen künstlerischen Weiterentwicklung gratulieren. Gleichzeitig ging Bass Sultan Hengzt - wie er auf seiner MySpace-Seite verkündet - mit über 100 000 nicht vom Künstler authorisierten Downloads Straßengold. Herzliches Beileid hierfür.

Genau hingehört: Sera Finale - Die nächste Kugel im Lauf

Obwohl Sera Finale mit "Die nächste Kugel im Lauf" ein großes Album ablieferte, ist er nicht über jegliche Form der Kritik erhaben. So hat mich eine Zeile im Titeltrack "Die nächste Kugel im Lauf" aufhorchen lassen: "Beef hin, Beef her - wie beim Schweinetransport." Dies ist zwar schön gemeint und reimt sich auch wunderbar auf die vorhergehende Zeile, allerdings hat "Beef" wenig mit Schweinen zu tun, da "Beef" Rindfleisch heißt. Korrekt müsste die Zeile also heißen: "Beef hin, Beef her - wie beim Rindertransport." Bleiben auch Sie wachsam!

Sera Finale - Die nächste Kugel im Lauf (Review)

Der ehemalige Ostblokker und jetztige Geld-Liebhaber Sera Finale präsentiert mit "Die nächste Kugel im Lauf" sein nunmehr zweites Solo-Album. Dabei legt er im Vergleich zu "Serafiniert" nochmal zu und wandelt somit Nahe an der Perfektion. Kein Track fällt negativ auf, das Album weist eine unheimliche Dichte auf, die sicherlich vereinzelt zu Gänsehaut-Momenten führen kann. Sera umschwärmt seine Heimatstadt ("Berlin"), seine Jugendliebe ("Mit ihr"), seine aktuelle Liebe ("Queen vom Kiez II"), seine Mutter ("Mama"), Gott ("Mein Freund") und natürlich - wie es sich für ein HipHop-Album mit Berliner Prägung gehört - sich selbst ("Ich feier mich"). Viele persönliche Töne, die im monumentalen Track "Manifest" kulminieren, welcher als lupenreine Fortsetzung des großartigen "Endlich" durchgeht und als klares Highlight eines sehr guten Albums heraussticht. Alleine die soeben genannten Tracks würden einen Kauf dieses größtenteils von Djorkaeff produzierten Werkes rechtfertigen, allerdings darf es auch gerne etwas mehr sein. So überzeugt Sera auf dem großartigen Opener "Das ist", dem Titeltrack "Die nächste Kugel im Lauf" und bastelt zusammen mit Orgi69 und Godsilla mit dem Track "Wenig Zeit" eine wahrhafte Bombe, auf der mich sogar erstmals Orgi überzeugen kann. Damit wäre die Feature-Liste auch schon abgehandelt, da Sera Finale die restlichen Tracks ausschließlich alleine bestreitet. Dies tut dem Album aufgrund der angenehmen Stimme und des butterweichen Flows des Protagonisten mehr als gut, so dass man das Album nach dem ersten Durchhören gerne auf Dauerrotation setzt. "Die nächste Kugel im Lauf" ist, anders als der Titel vermuten lässt, ein sehr persönliches Album und stellt sich in der Schlange zur Wahl zum Album des Jahres ganz weit vorne an. Kaufbefehl! Wertung: 5/6

Pimpulsiv - Hoetry (Review)

Pimpulsiv bestehen aus Timi Hendrix und Skinny Shef und stammen aus Bielefeld. Erstmals in Erscheinung traten sie im Rahmen der ersten "Feuer über Deutschland" DVD und kurz danach mit der kostenlosen "Hoodstock EP", auf der sie ihr Talent bereits erahnen ließen. Ein gutes Jahr später legen sie nun mit "Hoetry" auf Albumlänge nach und wissen erneut zu überzeugen. Das Album startet furios mit dem Representer "Pimpshit" und dem großartig kranken "23" inklusive Seitenhieb gegen TimXtreme. Pimpulsiv wildern dabei des Öfteren an den Grenzen des guten Geschmacks, ohne dabei den Kampf gegen fehlendes Niveau zu verlieren, was im Anbetracht der Fülle an Tonträgern, auf welchen dieser Tanz extrem schief ging, mehr als positiv hervorgehoben werden sollte. "Hoetry" führt den Kampf zwischen Genie und Wahnsinn auf ein ganz neues Level und es macht Spass, den Ausführungen und Flows der beiden MCs, welche sehr gut miteinander harmonieren, zuzuhören. Unterstützung bekommen Timi und Skinny unter anderem von Casper, Lakmann und Rasputin, denen man nichts vorwerfen kann, außer dass sie aufgrund der unglaublichen Harmonie der beiden Protagonisten wie Fremdkörper wirken, was man sehr schön an dem Track "Abgedreht" mit Casper und Lakmann sehen kann. Nichtsdestotrotz stellt auch dieser Track eine wahre Bombe aus dem pimpulsivschen Klanguniversum dar. Es ist müßig, an dieser Stelle sämtliche Tracks durchzugehen und jedem Track einzeln seine Klasse zu attestieren. Vielmehr möchte ich dem interessierten Käufer noch einige Anspieltipps mit auf den Weg geben. Da wäre die universale Widmung "4 all my people", von dem sich wohl jeder angesprochen fühlen dürfte, das mit einem schönen Beat versehene, kranke "Kamikaze", auf welchem Pimpulsiv inhaltlich und flowtechnisch zu Hochform auflaufen, aber auch "Tokio Bordell", welches den abgedrehtesten Beat des Albums aufweist, welcher von den Künstlern gekonnt gezähmt wird, sowie der Remix zum Track "Terra Pi", der auch schon vor einem Jahr als klares Highlight der "Hoodstock EP" durchging. Persönliche Töne als gelungener Abschluss eines der besten Alben des bereits fortgeschrittenen Jahres. Wertung: 4,5/6

Herr Merkt TV #5

Verehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, ich begrüße Sie recht herzlich zur mittlerweile fünften Ausgabe von "Herr Merkt TV". Starten möchte ich die Ausgabe mit dem neuen Video "Berlin" von Sera Finale. Großes Kino von einem großen Album, welches "Die nächste Kugel im Lauf" heißt und seit letztem Freitag in den Läden stehen sollte. Nach großem Chart-Erfolg, der die Kannibalen in Zivil bis auf Platz 9 der Album-Charts führte, legen die Berliner nun das Video zu "Spasst" nach. In meinen Augen einer der schwächsten Tracks von "Hahnenkampf", aber kein Grund, das Video hier nicht zu spielen. "Spast" ist nicht der erste Track, der mit dem Schlachtruf "Party people" beginnt. Vielmehr begann schon der Track "Whoomp (There it is)", welcher im Übrigen von K.I.Z. erwähnt wird, mit diesem Ausruf. Ein hervorragender Anlass, um Tag Teams Klassiker "Whoomp (There it is)" zu spielen. Zurück zur Aktualität und zu Maeckes & Plan B, deren Album "Als wären wir Freunde" noch immer in den CD-Playern erleserner HipHop-Köpfe rotieren dürfte. Endlich präsentiere ich Ihnen das Video zum Track "White Trash". Nicht minder unterhaltsam gestaltet sich der Genuss des Albums "Hoetry" von Pimpulsiv. Sehen Sie nun das großartige Video zu "23"! Ich würde den Jungs sehr gerne eine große Zukunft prophezeien, allerdings wurde ich bei solchen Prophezeiungen schon allzu oft enttäuscht. Als kleinen Teaser für das Album gibt es immer noch die wunderbare "Hoodstock EP" zum kostenlosen Download. Einen Blick auf die dunklen Seiten Deutschlands präsentiert Mike Fiction mit dem Titeltrack zu seinem Album "Dreckiges Deutsch"! Check it out!

| Separate drehte zusammen mit Emory zu dem Track "Wunderschöner Tag" das zweite Video zum Album "Ein guter Tag zum Sterben". Schöner Track, nettes Video. Und gleich noch mal Emory, diesmal an der Seite von Afrob mit dem Track "Flashback", vom Sampler "80s Flashback", auf welchem Künstler wie sido oder Afrob Hits aus den 80ern recyclen. Ich erwarte mit Spannung den kommenden Freitag, an dem das Album die Läden schlägt. Da mein Mann Olli Banjo immer noch nicht den ihm gebührenden Respekt erhält, zeige ich nochmals das Video zum Übertrack "Deine Sprache" vom Über-Über-Album "Lifeshow". Bass Sultan Hengzt hat sich stark zum Positiven verändert. Ein Beweis dafür ist das Video zu "Schmetterlingseffekt" vom gleichnamigen Album. Geben Sie sich einen Ruck und betrachten Sie das Video ohne Vorurteile. Termanology ist eine neuere Entdeckung von DJ Premier, der mit der Mixtape-Reihe "Hood politics" und dem Brett "Watch how it go down" die Straßen bereits auf seiner Seite hat. Mit "So amazing" wird nun gekonnt nachgelegt. Als krönenden Abschluss möchte ich Ihnen das neueste Video des Gewinners des größten Chart-Battles der letzten Jahre präsentieren - Kanye West. Genießen Sie den Track "Good life" und das dazugehörige Video. Auf bald!

Tony D zeigt es seinen Gegnaz!

Die grammatikalisch falsch anmutende Überschrift hat einen Sinn, verehrte Leserinnen und Leser, Tony D ist momentan bei den CD-Käufern der Nation der letzte Schrei und brüllt sich mit seinem "Totalschaden" auf Platz 21 der deutschen Album-Charts. Das haben wir von Aggro-Releases zwar schon besser gesehen, allerdings kann man das Album in punkto Effektivität nicht wirklich kritisieren. Eine relativ hohe Chartplatzierung, die sogar Aggro Berlin auf ihrer Homepage jubilieren lässt, bei doch eher bescheidener Qualität. Da könnten sich Künstler wie Olli Banjo oder auch Snaga & Pillath ruhig mal eine Scheibe abschneiden. "Herr Merkt spricht über HipHop" möchte Aggro Berlin und Tony D recht herzlich zu diesem ansehnlichen Erfolg gratulieren, möchte aber auch die CD-Käufer darauf hinweisen, ihr Geld auch in qualitativ hochwertigere Veröffentlichungen zu investieren.

Herr Merkt adaptiert Ideen: Shuffle

Verehrte Leserinnen und Leser, eigentlich ist es ja nicht meine Art, jedoch hat mich ein Beitrag im Blog eines gewissen Ama derart inspiriert, dass ich mich umgehend in den Bus setzte, dort bei meinem MP3-Player die Shuffle-Funktion betätigte und nun hier das Ergebnis meiner Shuffle-Reise niederschreiben werde. Olli Banjo - Bluuts und Rapper: Zuvor sei erwähnt, dass dieser Track von mir manuell als Ausgangsstück ausgewählt wurde. Sehr gewöhnungsbedürftig das Ganze, um es einmal nett zu umschreiben. E-Rotic - Fred come to bed: Wo kommt den das her? War wieder mal mein Hund am MP3-Player? Zum Glück muss ich gerade nicht aufstehen. Skip! Kool Savas - S-Laute: Wahnsinniges Alliterationsfeuerwerk aus den Zeiten von "Haus und Boot". War damals glaube ich als Exclusive bei MZEE zu haben! Savas schreibt eine Strope, bestehend aus Wörtern, die mit "S" beginnen und killt damit den "Guilty conscience"-Beat. Ganz großes Kino, das man sich nicht entgehen lassen sollte! Musiq Soulchild feat Young Buck & T.I. - Buddy Remix: Wahnsinns-Track, der Erinnerungen an die gute alte Zeit weckt, obwohl er aus dem Jahre 2006 stammt. Der Wolf - Oh shit, Frau Schmidt: Hmm, ich dachte der sei tot. Skip! Massiv - Wenn der Mond in mein Ghetto kracht: Hilfe, muss wohl ein Überbleibsel aus der Zeit sein, in der ich die Review schrieb. Skip und lösch. Da mein MP3-Player nicht gleichzeitig löschen und spielen kann, war die Shuffle-Funktion unterbrochen. Also manuelle Song-Auswahl. Dresta - Für Show und Fame: Beeindruckende Studie über Pseudo-Gangster. Hammer Track. Gleich nochmal hören. Und nochmal! Und nochmal! Und nochmal! DJ Bobo - Love is all around (Album Version): Kraftlos, schwach, Skip! Irgendwie habe ich das Gefühl, dass DJ Bobo früher absichtlich schlechte Versionen seiner Singles auf die Alben packte, um die Single-Verkäufe anzukurbeln. Aber das ist ein anderes Thema, für welches Sie meinen Blog "Herr Merkt spricht über Eurodance" aufsuchen sollten. Coming soon! O.C. - Time's up: Sehr geiler Track. Kann man nicht anders sagen. All Time Classic! Mit diesen wundervollen Klängen in meinen Ohren komme ich an meiner Zielhaltestelle an. Mich erwartet eine Horde pöbelnder Schüler und im Hintergrund Sirenengeräusche. Und da sagt man, Deutschland hat kein Ghetto. Wo bin ich hier eigentlich?

"Sparring 3" und "Lost Tapes": Olli Banjo legt nach

Wie die aktuelle Juice berichtet, sollen in Bälde zwei weitere Veröffentlichungen des Ausnahmerappers Olli Banjo in den Läden stehen. Zum einen wäre dies der dritte Teil der Sparring-Reihe, der folgerichtig mit "Sparring 3" betitelt wurde und Features von K.I.Z., Maeckes & Plan B, F.R. und Tone enthalten soll. Damit mausert sich "Sparring 3" zu einem absoluten Pflichtkauf und ist jetzt schon meine meist erwartete Veröffentlichung der nächsten Monate. Des Weiteren ist ein "Lost Tapes" in der Planung, auf welchem bisher unveröffentlichte Songs der letzten 8 Jahre enthalten sein sollen. Für Fans sicherlich eine interessante Sache. Auch 2008 wird es nicht ruhig um den Wahl-Kölner werden. Dann soll schließlich das viel angekündigte Rock-Album in die Läden kommen. Einen kleinen Vorgeschmack darauf liefert Olli Banjo auf dem Juice Exclusive "Bluuts & Rapper". Nicht zuletzt steht auch noch das Kollabo-Album mit Jonesmann aus, für welches bereits einige Titel im Kasten sind. Die nächsten Monate werden somit ziemlich ereignisreich für den Herrn Otubanjo.

Bass Sultan Hengzt - Der Schmetterlingseffekt (Review)

Künstler: Bass Sultan Hengzt erste Assoziation: holprige Raps mit niveaulosen Texten erste Reaktion: ignorieren Durch diese Verhaltensweise habe ich es bis vor wenigen Wochen geschafft, eine der überraschendsten Wandlungen des bisherigen Deutschrap-Jahres zu verschlafen. Mehrere Interviews ließen mich interessiert aufhorchen, nach dem Genuss der Videos zu "Ketten raus Kragen hoch 2007" und "Schmetterlingseffekt" verfestigte sich meine Kaufentscheidung, was für die unbedingte Qualität dieser beiden Tracks spricht. Auch die weiteren Tracks des 28 Tracks starken Albums (inklusive Skits und Premium Tracks) gehen größtenteils klar, was nicht zuletzt an der musikalischen Untermalung der begnadeten Produzenten m3 und Noyd liegen dürfte, die einen Banger nach dem Anderen raushauen. Außer m3 und Noyd durften lediglich Phrequincy (auf "Seelenfrieden"), ProDues (auf "Klassenfahrt", "Nix zu verlieren", "Einzelkampf Orgis Advocate" und "Das letzte Mal") und Syruz (auf "Schritt für Schritt") die Regler bedienen. Eine gute Entscheidung, da dies dem Album eine wohltuende Kohärenz verleiht und das Niveau oben hält. Den wenigen Ausfällen (z.B. "Scheiss was drauf") steht eine große Zahl von gelungenen Tracks gegenüber, wobei Hengzt vor allem auf persönlicheren und nachdenklicheren Tracks wie "Tattoo", "Mein Engel" oder "Morgen wird ein besserer Tag" an der Seite von Automatikk glänzt. Neben Automatikk sind auch sido, Xavier Naidoo, Orgi, Godsilla und Josof auf der Feature-Liste vertreten. Dabei hätte ich auf Orgi und Godsilla durchaus verzichten können, während sido und Xavier Naidoo auf den jeweiligen Tracks ("Seelenfrieden" bzw. "Ich gehör nicht dir") überzeugen und auch Josof nicht weiter negativ auffällt. Der abschließende Track "Das letzte Mal" besticht durch hohe Qualität und stellt gleichzeitig den Rücktritt von Hengzt aus der Deutschrap-Szene dar. Schade eigentlich, da ich gerade anfing, ihn zu mögen. So ist Bass Sultan Hengzt schließlich zu einem jener Rapper geworden, die er zu Beginn seiner Karriere grundlos gedisst hatte. Texte mit Substanz, technisch in Ordnung und mit einem Hauch von Massenkompatibilität. Wertung: 4/6

Tony D - Totalschaden (Review)

Tony D legt diese Tage mit "Totalschaden" sein Solo-Debüt vor. Mit viel Spannung richtet HipHop-Deutschland die Augen auf dieses Werk. Die eine Hälfte möchte ihre Meinung, Tony D sei ein talentloser Prolet bestätigt sehen, die andere Hälfte will einfach nur feiern. Tony D schafft es, beiden Fraktionen Wasser auf die Mühlen zu gießen. Selbstverständlich vergewaltigt Tony D auch auf dieser Veröffentlichung derart die deutsche Grammatik, dass Schiller und Goethe im Grabe rotieren werden. Natürlich findet sich Tony D nach wie vor nicht in der Top 1000 der versiertesten deutschen Rapper wieder. Allerdings habe ich noch kein Interview gelesen, in dem der Rapper explizit das Gegenteil behauptet. Auf "Totalschaden" wird der Hauptfokus erneut auf partytaugliche Tracks gelegt. Und das gelingt, wenn man mal von der immer noch blutleeren Single "Totalschaden" absieht , dann doch recht gut. Zusammen mit Features wie sido, B-Tight, K.I.Z., Harris (nur auf der Premium Edition) und Grüne Medizin werden Instrumentals von Tai Jason, DJ Desue und Djorkaeff auseinandergenommen. Natürlich ist nicht jeder Track ein Volltreffer, allerdings geht die Hit-Quote mit Tracks wie "Auf und ab" mit sido oder "Komm rein" mit K.I.Z. dann doch noch in Ordnung. So legt Tony D ein recht kurzweiliges Album vor, welches über weite Strecken unterhalten kann. So kann man es auch verkraften, dass auf "Tot so gut" das gleiche Instrumental wie bei K.I.Z.s "Pogen" verwendet wird, zumal der Beat so gut ist, dass ihn nicht einmal Massiv zerstören könnte. Besonders positiv fällt ins Gewicht, dass mit Tony D einmal mehr ein Künstler an die Oberfläche gespült wird, der trotz aller Kritik sein eigenes Ding durchzieht. Schon alleine dafür hat Tony D Respekt verdient. Wertung: 3,5/6

"Curtis" versus "Graduation": Zwischenstand

Mehrere Blogs berichteten bereits über die Verkaufszahlen der amerikanischen Supermarkt-Kette "Best Buy", wonach "Graduation" am ersten Tag circa 50 000 und "Curtis" circa 40 000 Exemplare absetzte. Da jedoch die USA nicht nur aus "Best Buy" besteht, erfahren Sie nun hier erste vorübergehende allgemeine Verkaufszahlen: 50 Cent - Curtis: 500 000 Kanye West - Graduation: 700 000 Demnach hat momentan Kanye West - wie von mir prophezeit - die Nase vorne. Allerdings muss man betonen, dass es sich bei beiden Alben um hervorragende Ergebnisse handelt. Da sowohl Kanye West, als auch 50 Cent bei Universal Records unter Vertrag stehen, gehe ich nicht davon aus, dass die Plattenfirma Platten von 50 Cent aufkauft, um diesen an Kanye West vorbei zu hieven. Ansonsten hätte der gute Mr. West einen wahren Grund zum Meckern. Wie auch immer die Schlacht enden wird, kann man schon jetzt das Fazit ziehen, dass sich der Showdown der beiden HipHop-Giganten und das daraus resultierende mediale Interesse positiv auf die jeweiligen Verkaufszahlen auswirkten! Da 50 Cent ankündigte, dass er seine Karriere beenden wolle, falls Kanye West in der ersten Woche mehr Platten verkaufen sollte als er, ist es so langsam an der Zeit, sich nach Alternativbeschäftigungen umzusehen. Herr Merkt wäre nicht Herr Merkt, wenn er nicht eine helfende Hand ausstrecken und 50 Cent somit den Gang zum Arbeitsamt ersparen würde. Vorschläge: Batman Süßwarenhändler Vermögensberater Währung Kugelauffanglager Bodyguard Promi-Big Brother oder Dschungelcamp (gerne auch ohne Kameras)

Olli Banjo - Deine Sprache (Video)

Das Video sollte eigentlich für sich sprechen! Für alle Personen mit Schwächen bei der Meinungsbildung möchte ich jedoch nochmals betonen, dass es sich hierbei sicherlich um einen der besten Tracks des bisherigen Jahres handelt. Olli Banjo trotz "Mädchenthema" in Topform.

Wie mache ich Menschen auf meinen Blog aufmerksam?

Dieser Beitrag versteht sich als kleine Unterstützung für verzweifelte Blogger, die nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen laut eigener Auffassung zusteht. Das Geheimnis eines hoch frequentierten Blogs ist eine sehr aktuelle Auswahl relevanter Themen. Bestenfalls sollten diese zu delikat sein, um unzensiert in den Massenmedien abgehandelt zu werden. Als bestes Beispiel wären hierbei die Paparazzi-Fotos von Britney Spears ohne Höschen zu nennen, die wohl ein Glücksgriff für jeden Blog-Betreiber, der keine Angst vor Abmahnungen hatte, waren, da er mit etwas Glück bei einer Google-Suche nach "Britney Spears Vagina" einen besonders prominenten Platz in den Suchergebnissen zugewiesen bekam. Weitere Beispiele für solche Themen wären "Saddam Video Hängung" oder "11. September 2001 Video YouTube". Wie schon aus dem ersten Unterpunkt klar wurde, ist Sex immer ein gutes Zugpferd. Erwähnen Sie Begriffe wie Gangbang, Penis, Vagina, Viagra, Oralsex oder Penisverlängerung in sämtlichen, gerne auch vulgären Variationen. Sie werden erstaunt sein, wie viele Leser dadurch angezogen werden. Da es sich hierbei um einen HipHop-Blog handelt, möchte ich hier ein Beispiel nennen, wie sie auch im HipHop-Kontext zwei dieser Begriffe in nur einem Satz verwenden können, ohne dabei vulgär zu werden. Dabei möchte ich eine Zeile von Samy Deluxe auf dessen Track "Rhymes" aufgreifen "Ich reim Penis auf Vagina, nur weil's so gut zusammen passt." Auch sogenannte Freeware und Open-Source-Software erfreut sich großer Beliebtheit. Es kann also niemals schaden, wenn Sie Linux, Open Office, Antivir, Spyblaster Seek & Destroy, VLC Player, Foobar, Mozilla Firefox, Mozilla Thunderbird oder RSS Bandit erwähnen. In diesem Fall sind auch Download-Links unproblematisch. Beenden wir nun die Exkursion in fremde Gebiete und widmen uns ganz und gar der Materie HipHop. In den letzten Jahren hat sich hierbei immer mehr der Trend durchgesetzt, dass im Musikkontext nach den folgenden Begriffen gesucht wird: Download, Verkaufszahlen, Video (YouTube, MyVideo, Clipfish), Songtext, kostenlos. Allerdings bringt Ihnen die einzelne Erwähnung dieser Begriffe noch wenig. Sie sollte gepaart sein mit den Namen aktueller Künstler oder Veröffentlichungen! Zur Zeit würde ich in dieser Hinsicht empfehlen: Bushido, K.I.Z., Kool Savas, Tony D, 50 Cent, Kanye West, T.I., Bass Sultan Hengzt Natürlich sollten Sie im Falle der Verwendung zusammen mit dem Wort "Download" diese Alben nicht wirklich zum Download anbieten, da Sie sich sonst sehr schnell im Bereich der Illegalität bewegen, was zu unangenehmen Konsequenzen führen kann und den Künstlern ihren Lebensunterhalt stiehlt. Ich hoffe, ich konnte Ihnen durch diesen kleinen Beitrag einige Ideen vermitteln, wie Sie Ihren Blog erfolgreicher gestalten können. Auf bald!

"Curtis" versus "Graduation": Der Vergleich

Viel wurde über die Tatsache, dass diese beiden Alben am selben Tag das Licht der Plattenläden erblicken, diskutiert. Von Fans, den Medien und nicht zuletzt von den Künstlern, vor allem von 50 Cent, selbst. So verwettete dieser glatt seine Solo-Karriere, falls Kanye West mit seinem Album "Graduation" höhere Verkaufszahlen erzielen sollte als 50 Cent mit seinem neuen Werk "Curtis". Lassen wir nun an dieser Stelle, wie es Kanye West einforderte, die Musik sprechen, die KanYeezy und Fiddy uns auf Albumlänge vorsetzten. Vorweg sei geschickt, dass weder Mr. West, noch Mr. Jackson inhaltlich oder musikalisch das HipHop-Rad komplett neu erfinden, sondern vielmehr bereits bewährte Konzepte weiter ausbauen. Dabei gibt es jedoch gewaltige Unterschiede bei der Umsetzung. Bei Kanye West treffen virtuos produzierte Instrumentals auf Retrospektiven und Ausführungen über die Vorzüge eines gut situierten Lebens, wobei auch die Selbstbeweihräucherung nicht zu kurz kommt. Dabei kann er auf die Unterstützung von Chris Martin (Coldplay), Lil' Wayne, Mos Def, dem omnipräsenten T-Pain und Dwele bauen, die die jeweiligen Tracks, auf welchen sie zu hören sind, allesamt bereichern. Besonders lobend hervorzuheben sind hierbei die auf einem Daft Punk-Sample basierende Single "Stronger", das ebenfalls vorab bekannte "Can't tell me nothing" mit sehr beeindruckendem Beat, "Homecoming", welches eine Hymne für Chi-Town darstellt und mit einem wahnsinnigen Beat gesegnet wurde, sowie der abschließende Track "Big brother", auf welchem er die Höhen und Tiefen seiner geschäftlichen Beziehung mit Hova eindrucksvoll aufarbeitet. Auch auf dem Rest des Albums bewegt sich Kanye West mit gut arrangierten, beinahe schon virtuosen Melodien im weit gehobenen Durchschnitt, so dass er die hoch gelegten Messlatten von "College dropout" und "Late registration" auch mit diesem Werk erreicht. Ein rundum gelungenes Album, wozu auch das Cover-Artwork, welches zudem als Poster beiliegt, beiträgt. Dagegen tut sich 50 Cent mit seinem dritten Longplayer schwer, die Klasse seines Debüts "Get rich or die trying" auch nur ansatzweise zu erreichen. Die Intrumentals wirken zu blutleer, die Reime über weite strecken zu satt. Fiddy hat alles erreicht und das spürt man an seiner Musik auf "Curtis". 50 kombiniert Texte über Waffen, Gewalt, Geld und die Ladies und versucht hier und da einige persönliche Worte einfließen zu lassen. Man müsste lügen, wenn man leugnen wollte, dass hierbei einige amtliche Stücke heraussprangen, aber gemessen an den Ansprüchen, die nicht zuletzt "Curtis" selbst an seiner Musik weckt, ist das einfach zu wenig. Besonders lobend erwähnen möchte ich die mit jedem Hördurchgang wachsende Single "Ayo technology" mit Justin Timberlake und Universal-Genie Timbaland, den von Havoc produzierten Banger "Fully loaded clip", das wunderbare "All of me" mit der "First Lady of R&B" Mary J. Blige und das textlich zwar nicht sonderlich innovative, aber trotzdem großartige "Straight to the bank". Der Rest bewegt sich irgendwo zwischen Belanglos und nervtötend, was bei "Touch the sky" auf Tony Yayos Stimme rückführbar ist. Auch weitere Gäste vom Kaliber eines Eminems oder Young Bucks scheinen bei ihren Beiträgen vollkommen neben sich zu stehen und enttäuschen auf ganzer Linie. Lobend zu erwähnen ist hingegen der relativ unbekannte Produzent Jake One, der mit "Moving on up" ein gutes Instrumental baut, welches von 50 jedoch nicht würdig bespuckt wird. "Curtis" ist zwar alles andere als schlecht, allerdings muss es sich an dem messen lassen, was 50 Cent an Erwartungen schürte. Und hinter diesen bleibt er nunmal weit zurück. Wie den obigen Ausführungen zu entnehmen ist, hat meiner Ansicht nach Kanye West ganz klar die Nase vorn. Auch wenn er keinen Knockout landet, handelt es sich zumindest um einen klaren Punktsieg, was die Musik betrifft. Wenn man die Verkaufzahlen einiger Internet-Händler heranzieht, so könnte Kanye am Ende auch bei den Verkaufszahlen die Nase vorne haben. Verdient hätte er es allemal! Wertungen: Kanye West - Graduation: 5,5/6 50 Cent - Curtis: 3,5/6

Herr Merkt TV #4

Verehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, lange Zeit mussten Sie auf eine weitere Ausgabe des beliebten Formats "Herr Merkt TV" warten. Das Warten hat sich allerdings gelohnt, da in dieser Ausgabe ein ganz besonderes Special auf Sie wartet! Mehr dazu später. Starten möchte ich diese Woche mit dem ehemaligen Warheit-Mitglied Lunafrow, der am 14.09.2007 mit "Psychotreibhaus 78" sein viel erwartetes Album wirft. "Käfig" ist die erste Videoauskopplung zum Album des Mannes mit der markanten Stimme. Weiter geht es mit dem hervorragenden Maeckes, der vor einiger Zeit zusammen mit Plan B ein großartiges Album "Als wären wir Freunde" zur Welt brachte. Doch es gab auch schon ein Leben vor diesem Album, was das Video zu "Gönnt ihr mir das" beweist. Interessierte finden den Track auf dem Mixtape "Der bessere Mateja Kezman Tonträger"!
Wer Gefallen an diesem Video gefunden hat, kann sich hier das kostenlose Mixtape "Mash Up" von Maeckes herunterladen. Ich gebe ab an die Werbung. Nach dieser kurzen Werbeunterbrechung möchten wir uns dem bereits angekündigten Special widmen. Bevor ich fortfahre sehen Sie Sentinos "Ich bin deutscher HipHop" aus dem gleichnamigen Album! Bestimmt sind Ihnen einige der Szenen bekannt vorgekommen! Dies ist von dem Künstler beabsichtigt, da hier die Methode des Video-Sampling verwendet wurde und der Künstler Sention gekonnt in die jeweiligen Originale eingefügt wurde. Im Folgenden möchte ich Ihnen die Original-Videos präsentieren. Beginnen möchte ich mit Azad und seinem Video "Napalm", aus Zeiten in denen noch nicht daran zu denken war, dass Azad eines Tages Platz 1 in den deutschen Hitparaden einnehmen würde. Wenn ich mich richtig erinnere, ist dieser Track unter anderem auf einer der ersten Juice CDs zu finden. Weiter geht es mit einem Klassiker von Kool Savas, der am 02.11.2007 mit "Tot oder lebendig" sein lang erwartetes Album in die Plattenläden des Landes stellt. Mit seine ersten Schritte ging der "King of rap" auf dem Produzentenalbum "Full house" vom Plattenpapzt. Auch die 5 Sterne Deluxe werden in Sentinos Video zitiert. Hier ist "Dein Herz schlägt schneller". Lebensgefahr für schlechte Boxen! Bis heute ist "Reimemonster" von Afrob und Ferris MC einer der unschlagbaren deutschen HipHop-Party-Tracks. Klar, dass sich Sentino auch bei diesem Klassiker bediente. Rolle mit Hip Hop! Das Special möchte ich mit dem großartigen Video zu "Füchse" von den Absoluten Beginnern mit Samy Deluxe aus dem Jahrtausendalbum "Bambule" beenden. Nach so viel Musik-Power benötige ich dringend eine Verschnaufpause! Werbung! Abschließend möchte ich Sie nochmals darauf hinweisen, dass der Flowgott höchstpersönlich (sprich Olli Banjo) heute abend einen Auftritt bei der RTL-Show "Die Supernanny" haben wird. Als Einstimmung habe ich Ihnen schon einmal ein kleines Video ausgesucht, welches auch inhaltlich ganz gut zur Mehrzahl der deutschen HipHop-Veröffentlichungen passt! Bis bald!

TV-Tipp: Die Super-Nanny auf RTL

Verehrte Leserinnen und Leser, Sie lesen richtig! Herr Merkt empfiehlt Ihnen, kommenden Mittwoch (05.09.07), also morgen, das erfolgreiche Format "Die Super Nanny" einzuschalten! Nicht etwa, weil ich der Sendung auf einmal wohlgesonnen bin, sondern weil ich soeben in der Vorschau für die morgige Ausgabe den weltweit besten und Deutschlands zweitbesten Rapper Olli Banjo gesehen habe. Da auch schon im Forum der offiziellen Fanpage davon berichtet wurde, gehe ich davon aus, dass ich keiner Halluzination oder optischen Täuschung unterlag. Es ist schön zu sehen, dass RTL nun auch guten Rappern ein Forum bietet und nicht nur Sprachvergewaltigern wie Massiv! Und nicht dass morgen abend um 21:15 Uhr wieder einer rumheult, er habe die Sendung verpasst! Ich habe Sie nämlich rechtzeitig informiert, so dass Sie jegliche Dates oder sonstige Verabredungen absagen können!

K.I.Z. entern die Top 10 der deutschen Album-Charts

Hiermit möchte ich die frohe Botschaft, dass die Studentenrapper von K.I.Z. mit ihrem Album "Hahnenkampf" den Sprung auf Platz 9 der deutschen Album-Charts schafften, in die Welt hinaus schreien! Ein wirklich sensationeller Erfolg, zu dem "Herr Merkt spricht über HipHop" recht herzlich gratuliert!

Herr Merkt hilft: Leserbrief von C. aus B. A. (9)

Verehrte Leserinnen und Leser, ich bot Ihnen vor einiger Zeit an, sich vertrauensvoll an mich zu wenden, falls Sie Probleme, die direkt oder indirekt mit dem Thema HipHop zusammenhängen, haben sollten! Aus der Flut der Zuschriften habe ich nun ein Problem mit besonderer Dringlichkeit ausgewählt. C. aus B. A. schrieb: Sehr geehrte/r Herr Merkt, zunächst einmal möchte ich feststellen, dass Ihr Blog zu den unterhaltsamsten Blogs in der gesamten Bundesrepublik zählt! Da könnten sich manche Clowns ein Stückchen davon abschneiden! Nun aber zu meinem Problem: Trotz meines jungen Alters von 9 Jahren habe ich es schon zum Administrator des offiziellen Fan-Forums eines sehr erfolgreichen deutschen Plattenlabels (Name von der Redaktion entfernt) gebracht. Leider erfreut sich dieses Plattenlabel trotz einiger fanatischer Anhänger nicht ausschließlich großer Beliebtheit. Und genau dieser Umstand führt dazu, dass mir diese Aufgabe über den Kopf wächst! Ich kann nachts nicht mehr schlafen und tagsüber nicht mehr zur Schule gehen, da ich rund um die Uhr damit beschäftigt bin, kritische oder im Ansatz negative Beiträge zu löschen und die treuen Schäfchen zum Voting bei TRL oder den European Music Awards zu animieren! Auch das Schreiben von Anleitungen zur Umgehung von Voting-Beschränkungen beansprucht sehr viel Zeit. Sie sehen, dass ich der Aufgabe in keinster Weise gewachsen bin, allerdings möchte ich auch nicht so einfach aufgeben, da ich befürchte, dass meine Nachfolger nicht so restriktiv mit kritischen Stimmen umgehen können! Was kann ich tun? Ich bin verzweifelt! Mit freundlichen Grüßen C. aus B. A. Lieber C., ich kann Ihre Probleme sehr gut nachvollziehen! Sie glauben nicht, wie viele unerwünschte Blog-Kommentare ich stündlich löschen muss, in welchen behauptet wird, dass dieser Clown Falk besser sei als meine Wenigkeit. Allerdings muss man diesen Preis zahlen, wenn man im Internet seine eigene Meinung frei und ohne jegliche Verzerrungen durch Andere wiedergeben möchte. Da es noch keine Computer-Programme gibt, die reliabel positive von negativen Kommentaren unterscheiden, gibt es leider keine wirkliche Alternative zur manuellen Entfernung von jeglicher Form der Kritik! Die einzige Möglichkeit wäre, das Forum ganz abzuschalten. So stellen Sie zumindest sicher, dass keine Kritik gegen den Künstler über diesen Kanal durchsickert. Es wäre zumindest eine Überlegung Wert! Die Kehrseite dieser Medaille ist allerdings, dass dadurch ein wertvolles Instrument zur Anstiftung zum Betrug bei Internet-Votings verloren geht! Wie auch immer Sie sich entscheiden werden, werde ich hinter dieser Entscheidung stehen! Ich wünsche Ihnen sehr viel Erfolg auf Ihrem weiteren Lebensweg! Mit freundlichen Grüßen Herr Merkt

Bushido - 7 (Review)

Exakt 1 Jahr nach seinem platinprämierten Werk "Von der Skyline zum Bordstein zurück" beschenkt Bushido seine Fans mit seinem "Comeback"-Album. Nach einem sehr aktiven Jahr von einem Comeback zu sprechen halte ich zwar für ein wenig überzogen, aber daran soll diese Bewertung nicht scheitern. Auch die Tatsache, dass Bushido im "Outro" schon wieder Rücktrittsgerüchte streut, soll sich nicht weiter auf die Bewertung des vorligenden Albums auswirken! Was passiert nun aber zwischen den Comeback- und Rücktritts-Ankündigungen? Die Antwort darauf muss "Nicht viel Neues und Aufregendes!" lauten. Bushido zelebriert den Stillstand und die Stagnation auf jeder der 20 Anspielstationen. So klingt das Album im Vergleich zu Vorgängerwerken austauschbar und auch das Gros der neuen Tracks ist untereinander redundant. Soll heißen: Bushido exerziert Themen wie seinen Status als Staatsfeind Nummer 1 und Persona Non Grata im Musikbusiness bis zum Erbrechen durch! In nachdenklichen Momenten outet er sich als Spießer und richtet vorwurfsvolle Worte an seinen durch Abwesenheit glänzenden Vater. Wollen wir hoffen, dass Bushido nicht die selben Fehler machen wird! Man konnte Bushido noch nie vorwerfen, dass er auf Albumlänge nicht auch Inhalte zu vermitteln versucht. Diese Inhalte geraten jedoch so düster und hoffnungslos, dass sie von der Trademark-Bushido-Atmosphäre aufgefressen werden! Nur drei Songs schaffen es in meinen Augen, dieser trägen Masse zu entfliehen. Diese wären namentlich "Heile Welt" mit dem Österreicher Chakuza, die erste Single-Auskopplung "Alles verloren" die zwar ebenfalls den auf dem Album zu genüge vertretenen Themenkanon abgrast, jedoch den Bonus hat, dass sie vor dem Rest des Albums bekannt war und "Zeiten ändern sich", das vor allem durch einen guten Beat von Beatlefield besticht. Generell sind die Beats, für die Prominenz wie Blanco, Martelli oder eben Beatlefield verantwortlich zeichnet, zwar nicht schlecht, aber auch sie ereilt das Schicksal der Redundanz! Hätte ich das Wortspiel mit "Beat killen" nicht schon bei meiner Massiv-Review verbraten, wäre es auch an dieser Stelle passend. Aber lassen wir das mal sein! Was auffällt ist, dass Bushido selbst auf seinem siebten Album noch Rap-Prominenz wie seinen ehemaligen Arbeitgeber Aggro Berlin oder Samy Deluxe angreift, mit denen er musikalisch in keinster Weise mithalten kann. Klar hat Bushido mehr Platten verkauft, klar hat er mehr Auszeichnungen in seinem Schrank stehen, jedoch kann er raptechnisch in keinster Weise mit den oben genannten Opfern seiner Verbalinjurien mithalten. Seine Position an der Spitze der Charts kann ihm zwar so schnell keiner mehr streitig machen, jedoch ist diese nicht musikalischem Talent, sondern einem grenzgenialen Marketing-Plan und einer gekonnten Stilisierung zum Staatsfeind Nummer 1 geschuldet! So spielt die Politik mit Auftrittsverboten und Indizierungsdebatten geschickt in die Karten eines geschickt aufgebauten Images, zu welchem es gehört,jegliche schulische Bildung zu verleugnen. Sowohl rap- als auch reimtechnisch geht auf der Platte ganz wenig. In guten Momenten erinnert Bushido an eine schlechte Kopie seines eigenen Signings Chakuza oder bringt geniale Wortspiele wie "Geschäftsmann" auf "Geschäft, man". Dabei muss er bloß aufpassen, dass nicht auch Jay-z jetzt anfängt, Rapper auf internationalem Level zu verklagen, da dieser die Idee schon vor 2 Jahren auf "Diamonds from Sierra Leone" umsetzte! Zuletzt möchte ich noch auf die Features eingehen, unter welchen ich das neueste ersguterjunge-Mitglied Eko Fresh schmerzlich vermisse. Außer Chakuza bewegt sich die Feature-Auswahl im Rahmen von unspektakulär (Philippe und Nyze) bis katastrophal (Kay One und Summer Cem). Im Großen und Ganzen bleibt zu sagen, dass auf dem nächsten Album viel mehr kommen muss! Denn seien wir mal ehrlich? Wer schenkt der Rücktrittsankündigung am Ende des Albums wirklich Glauben? Wertung: 2/6 Zusammensetzung der Bewertung: [(Summe der Qualität jedes einzelnen Tracks)/ Gesamtzahl aller Tracks * Kohärenzkoeffizient @]^7 Die Bewertung der Qualität der einzelnen Tracks und @ liegen dabei zwischen 1 und 10. Entgegen meinen Ankündigungen habe ich mich nun doch dazu entschieden, meinen Bewertungsalgorithmus offenzulegen, um die Kritiker zum verstummen zu bringen! Ich hoffe, Sie können nun die Bewertungen besser nachvollziehen!

Maeckes - Mash-Up (Free Mixtape Download)

Der in diesem Blog mit viel Lob bedachte Maeckes veröffentlichte dieser Tage ein kostenloses Mixtape, welches per Download zu beziehen ist. Da ich das Mixtape selbst noch nicht genießen konnte, werde ich keinen validen Kommentar zur Qualität abgeben können. Wenn Sie an dieser Stelle in einigen Tagen nichts anderes lesen, können Sie davon ausgehen, dass das Mixtape in Ordnung geht! Die Ankündigung, Maeckes werde über teils unberappbare Instrumentals fliegen, erweckt zumindest in mir große Erwartungen! Nun aber genug der Worte! Das Mixtape können Sie sich hier herunterladen! Danksagungen: Diesen Beitrag möchte ich meinem treuen Leser Vick widmen, der mich auf dieses Mixtape aufmerksam machte. Ohne Sie wäre dieser Beitrag niemals möglich gewesen!