Genau hingehört: Kool Savas - Haus und Boot

Komm zum Battle ich zerschlage eure Drecksmetaphern/ und vernichte deine Crew am Mic an Stelle "Stan" zu covern. Wer kennt sie nicht, diese Zeile. Zu Ihrer damaligen Zeit harmlos, aber heute eine tickende Zeitbombe! Aber was verschafft ihr diese neugewonnene Brisanz, Herr Merkt? Die Tatsache, dass Prinz Pi den Song "Stan" gecovert hat. Sehen Sie selbst! Aber Herr Merkt, die Coverversion datiert aus dem Jahre 2006 und der Track "Haus und Boot" aus 2001! Also gab es "Haus und Boot" vor "Stan" und ein Diss kann ausgeschlossen werden! Ich komme nicht umhin, Ihnen Naivität zu attestieren. Jeder C-Klasse-Verschwörungstheoretiker könnte Ihnen Geschichten von Verschwörungen und Zeitreisen erzählen. Das ist doch Wahnsinn! Das Gespräch ist beendet, Sie Amateur!

"Alphagene" auf November verschoben

Das Leben eines Verbrechers ist hart. Spätestens seit meinem Beitrag "Soundtrack des Lebens (Verbrecher)" sollte dies eindrucksvoll in der öffentlichen Meinung verankert sein. So muss der von vielen geschätzte Kollegah sein erwartetes Album "Alphagene" von September auf November verschieben, da er laut Labelangaben durch einen Prozess wegen Handelns mit Betäubungsmitteln in letzter Zeit ein wenig abgelenkt war. Vielleicht führt dieses einschneidende Ereignis nun auch dazu, dass Kollegah diesen Lebensstil nicht weiter glorifiziert, sondern auch einmal kritisch reflektiert. Man kann es sich nur wünschen, da immer der selbe Flow und immer die selben Meta-Inhalte mit wechselnden Punchlines auf Dauer sehr stark langweilen! So war ich vom "Zuhältermixtape" noch begeistert, bin aber bei seinem Beiträgen auf dem Selfmade-Sampler fast eingeschlafen! Da muss eindeutig etwas passieren, sonst wird "Alphagene" in meinen Augen ein großer Griff in die Sanitäranlagen!

Bushido bereits eine Woche vor Veröffentlichung von "7" mit Goldstatus

"Herr Merkt spricht über HipHop" möchte Bushido von ganzem Herzen zur Goldauszeichnung für das Album "7" schon einer Woche vor der Veröffentlichung gratulieren. Mit diesem Erfolg führt Bushido grandios die Behauptung ad absurdum, dass er wegen Raubkopien keine Platten mehr verkauft und deshalb - um nicht zu verhungern - die illegalen Downloader zur Anzeige bringen muss, die sich "7" herunterladen werden! Allerdings bin auch ich auf das neue Machwerk gespannt, da Bushido mit "Alles verloren" eine durchaus hörbare Single vorlegte. Hoffentlich verwendet er dabei keine ungeclearten Ami-Samples, nicht dass ihn ein verhungernder US-Produzent anzeigen muss! Es würde ihm bestimmt das Herz brechen! Quelle

Kampf der Ohren: K.I.Z. - Hahnenkampf (Review)

linkes Ohr: K.I.Z. sind nichts für schwache Gemüter! Und schonmal gar nicht politisch korrekt! Und das ist auch gut so! Wer sonst sollte die deutsche Rap-Landschaft mit wunderbar unterhaltsamen Tracks wie der ersten richtigen Single "Geld essen" aufmischen. Menschenverachtende Untergrundmusik at its best! Den Track "Spasst" wollen wir wohlwollend verschweigen und auch "Klassenfahrt" reißt mich nicht wirklich vom Hocker, was wohl auf die von der Gruppe selbst gelegte Messlatte zurückzuführen ist. Bei "Böhses Mädchen" und dem von einem großartigen Beat unterlegten Titeltrack - inklusive Wir sind Helden-Anleihen - bewegen sich die Mundwinkel jedoch wieder schlagartig gen Himmel und wollen sich bis zum Ende des Albums auch nicht wirklich senken, auch wenn kräftig mit weiblichen Erziehungsberechtigten und Lebensabschnittsgefährtinnen beigeschlafen wird! Mit "Wenn es brennt" schleicht sich sogar ein sozialkritischer Text auf die Platte, der sich jedoch aufgrund von der Umsetzung sehr gut in das Gesamtbild der Platte einfügt. Auf "Der Schöne und das Biest" wird der Kampf zwischen Ekel und Sexualtrieb behandelt, während auf "Pauch it" die Leidenschaft für das Lungenbrötchen beschrieben wird. Der Text wirkt dabei zwar auf den ersten Blick stark glorifizierend, könnte jedoch durch die drastische Beschreibung potentieller Folgen auch zum Nachdenken anregen. Allerdings möchte ich der Band nicht unterstellen, dass sie dies damit auch wirklich beabsichtigte. Auch der Rest des Albums ist unbedingt unterhaltsam und verdient es, in den heimischen Stereo-Anlagen der Deutschrap-Fans eine Chance zu bekommen. Auch beattechnisch ließ man nichts anbrennen und sicherte sich die Unterstützung von solch begnadeten Produzenten wie Tai Jason, Biztram oder Sti. Auch der mir noch unbekannte Wassbass legte ein paar gnadenlose Bomben. Verbale Beiträge zum Album kommen von Massimo, Aret, MC Motherfucker, Kuba und Cannibal Rob. Es ist schön, dass dabei nicht wirklich ein Ausfall zu vermelden ist. K.I.Z. lieferten mit "Hahnenkampf" ein großartiges Album ab, mit dem man mit der nötigen Herangehensweise sehr viel Spass haben kann! Wertung: 5,5/6 Anmerkung: Sämtliche Rechtschreibfehler in Songtiteln sind der Schreibweise auf dem CD-Cover geschuldet und nicht meinem Unwissen! rechtes Ohr: K.I.Z. sind nichts für schwache Gemüter! Und schon gar nicht politisch korrekt! Ekel-Sex-Tracks reihen sich an Pro-Raucher-Hymnen an Tracks die so weit unter die Gürtellinie gehen, dass sie sich bereits 6 Meter unter der Erde befinden an Filmriss verherrlichende Songs. Platte Anleihen bei den "Wir sind Helden" und dem schönen Song "House of the rising sun" auf "Neuruppin" sind ebenfalls auf der Tagesordnung, sowie abqualifizierende und degradierende Bemerkungen gegenüber der weiblichen Fraktion der Menschheit. Bei dem Track "Klassenfahrt" wird auch sehr schnell klar, an welche Zielgruppe sich K.I.Z. mit dieser Ansammlung an Verbalinjurien richtet! An pubertierende Schüler, die auf Provokationen wie im Video zu "Geld essen" nur allzu leicht anspringen! Von Rechtschreibfehlern in der Titelliste möchte ich gar nicht erst anfangen! So findet man ortographischen Dünnschiss ala "Spasst" neben absoluten No-Gos wie "Böhse". Bei solchen Vorbildern braucht man als Eltern keine Feinde mehr! Hört sich unterhaltsam an? Unbedingt! Wertung: 5,5/6

Juice CD 78 (Review)

Die Juice wird 100 Ausgaben alt und bestückt zur Feier des Tages die aktuelle Juice-CD mit 15 exklusiven Tracks. Und diese CD hat es in sich! Eko Fresh flowt solo ("Wo ist euer Juice") und in Kombination mit Prinz Pi ("Newskool Ikonen") jetzt wie 2Pac, was jedoch der Qualität der Tracks nicht wirklich schadet. Zwei Mal solider Durchschnitt. Megaloh stiftet zusammen mit Seryoga und St1m einen exklusiven Remix zu seinem Übertrack "Hundshit", der mit neuen Lyrics versehen wurde, die dem Original in nichts nachstehen. Auch Aggro Berlin lässt sich nicht lumpen und schickt in Form von sido, B-Tight, Fler, Kitty Kat und Tony D den Komplettkader ins Rennen, um auf "Aggrostarz 2007" einen guten Paul NZA-Beat auseinanderzunehmen. Die Kannibalen in Zivil sind zusammen mit dem Frauenarzt auf dem Track "Wir sind auf Tour" vertreten, auf welchem sie mit Zeilen wie "Ich bin wie dein Herz/ich hör erst auf zu schlagen wenn du tot bist!" um sich schmeißen. Ganz großes Kino! Eine weitere Kollaboration, die man so nicht auf der Rechnung hatte, bilden Marteria und Maeckes & Plan B. Wie erwartet bietet der gemeinsame Track "Phantom der Opfer" gute Unterhaltung. Auch der raptechnisch unfickbare Olli Banjo ist am Start, um zusammen mit der talentierten Jasmin Shakeri über schlaflose Nächte ("Insomnia") zu sinnieren. Gut umgesetzt. Auch die von wahren Gangstern viel gescholtenen Curse ("Exjuicive"), Die Firma ("Die Firma 3.0") und Blumentopf ("So leicht") liefern solide Kost ab, wobei der Blumentopf hier dank einer kleinen schwäbischen Einlage die Nase vorne hat. Die Magazin-Beigabe wird komplettiert durch Tracks von Illo & Afrob, Shaggy, den Visionaries, Imperial Breed und einem Megamix mit Samy Deluxe, D-Flame, Prinz Pi und DJ Kool! Wertung: 3,5/6

Marteria verschiebt "Base Ventura" auf den 28.09.2007

Wie heute angekündigt wurde, wird das neue Marteria-Album, das eigentlich morgen in die Plattenläden kommen sollte, nun doch erst am 28.09.2007 das Licht der Welt erblicken. Ich habe zwar Verständnis dafür, dass das Album verschoben wird, da bei Kiffern alles immer etwas länger dauert ("Sind Kiffer die besseren Liebhaber?"), allerdings hätte ich mir doch eine zeitigere Ankündigung der Verschiebung gewünscht. Die Verspätung des Albums hängt wohl auch damit zusammen, dass Groove Attack nun das Album vertreiben möchte. Nur wohin? Aus aktuellem Anlass möchte ich daher für stärkere Rechte für Alben eintreten! Gegen Vertreibung, für den Verbleib!

Mike Crush - Crushtime (Review)

It's Crushtime, meine Damen und Herren! Mike Crush lässt es auf der vorliegenden Veröffentlichung so richtig krachen. So liefert er die offiziellen Updates zu seinen Untergrund-Hits "Schlagzeilen" und "Crush die Welt", streift auf "Crush 4 President" die Politik, philosophiert über seine delinquente Vergangenheit["(K)ein Gangsta"], arbeitet auf "Es geht zu weit" eine unangenehme Begegnung mit dem Arbeitsamt auf, spricht Männern aus dem Herzen ("Können keine Freunde sein") und präsentiert mit "Das beste Land" einen der scheiß besten Tracks, der in den letzten Monaten offiziell auf CD gepresst wurde. All das geschieht auf einem durchgängig sehr hohen Niveau und ohne jegliche Ausfälle. Auch die Feature-Gäste wurden unter anderem mit Separate, Franky Kubrick und Sera Finale treffsicher besetzt, so dass man "Crushtime" guten Gewissens weiterempfehlen kann. Als einzigen Kritikpunkt möchte ich anbringen, dass die meisten Tracks auf bekannten US-Beats dargeboten werden, die zwar exzellent gepickt wurden, jedoch für wenige Überraschungen sorgen! Raptechnisch kann man dem Protagonisten allerdings wenig bis nichts vorwerfen. Wertung: 4/6

Genau hingehört: B-Tight - Der Coolste

Verehrte Leserinnen und Leser, wieder einmal rufe ich eine neue Rubrik ins Leben, in welcher ich (unbeabsichtigte) Selbstdisse aufdecken werde. In der ersten Folge widme ich mich B-Tight und seinem Track "Der Coolste", in dem dieser mit den folgenden Zeilen sein Label Aggro Berlin disst: ...alle wollen uns nachmachen... ...jeder kann ein Label gründen ohne guten Künstler... Wenn man diese Zeilen betrachtet, könnte man meinen, dass jeder Aggro Berlin imitiert, indem er ein Label ohne gute Künstler gründet. Ganz großes Kino, auch wenn diese Interpretation sicher nicht vom Künstler bezweckt wurde.

Ekrem: Zweiter Stimmbruch?

Wer diese Tage die beiden durchaus gelungenen Tracks "Wo ist euer Juice?" und "Newskool Legenden" (mit Prinz Pi) von der brandaktuellen Juice-CD hört, der wird sich fragen, was mit der Stimme von Ekrem aka Eko Fresh aka "Liebling aller Hater" passiert ist, da diese auf beiden Tracks viel höher ist als sonst. Ist Ekrem ein medizinisches Wunder und hatte in den letzten Monaten einen zweiten Stimmbruch oder versucht er, rechtzeitig zu seinem neuen Album "Ekaveli", seine Stimme und seinen Flow dem allmächtigen 2Pac anzupassen. Momentan tippe ich auf Zweiteres, da ich auch meine, in beiden Tracks 2Pac'sche Trademark-Flows bzw. Trademark-Flow-Elemente zu erkennen! Da ich Ihnen nicht diktieren möchte, wie Sie über diesen Umstand zu denken haben, möchte ich mit den Worten "Wenigstens nicht noch ein Dipset-Biter" schließen.

Dynamite Deluxe mit neuem Album im Januar 2008

Wenn ich eine zweiseitige Anzeige in der neuen Juice richtig interpretiere, dann dürfte uns im Januar 2008 ein neues Album von DJ Dynamite. Tropf und Samy Deluxe aka Dynamite Deluxe erwarten. Weitere Details sind - zumindest mir - zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Allerdings habe ich mich schon damals gefragt, warum Tropf das einzige Bandmitglied ist, dessen Name nicht in den Gruppennamen mit eingeht. Da ich jedoch keinen Streit stiften möchte, werde ich meine Gedanken zu diesem Umstand nicht weiter niederschreiben!

Aufruf an Musikschaffende

Verehrte Leserinnen und Leser, ich suche nach exklusiven Tracks, die ich in meinem Blog veröffentlichen könnte und die exklusiv für mich produziert wurden! Es wäre einfach schön, wenn ich ein oder zwei Tracks hätte, mit denen ich vor meinen Freunden angeben könnte. Also geben Sie sich einen Ruck und begeben Sie sich ohne weitere Verzögerungen in die Aufnahmekabine! Mit freundlichen Grüßen Herr Merkt Einsendungen an: herr.merkt@banjofan.de

B-Tight aka Bobby Dick - Der Coolste (Maxi CD)

Mit "Der Coolste" legt B-Tight die nunmehr zweite Auskopplung aus seinem Album "Neger Neger" vor. Natürlich werden Kritiker behaupten, dass diese Auswahl suboptimal war und man besser "Neger Neger" ausgekoppelt hätte, allerdings ist es dafür jetzt sowieso schon zu spät und man muss sich damit arrangieren, was hier als Maxi-CD mit etlichem Bonus-Material vorliegt. Und dieses Gesamtpaket ist alles andere als schlecht, auch wenn die Messlatte, die sich B-Tight durch "Ich bins" gelegt hat, knapp unerreicht bleibt! Zwar kommt der Track "Der Coolste" in seiner Original-Version recht blutleer daher, allerdings gewinnt er vor allem durch den Remix von Tai Jason ungemein an Intensität. Auch der Goofiescmackerz Remix braucht sich nicht zu verstecken, auch wenn er nicht ganz an den zuerst erwähnten Remix heranreicht. Neben insgesamt vier Versionen von "Der Coolste" fährt die Single drei weitere exklusive Tracks auf, die einen Kauf lohnenswert machen. So liefert B-Tight mit "Männer" die offizielle 2007-Version des Grönemeyer-Klassikers, was das Highlight dieser Veröffentlichung darstellt. Auch für den großartigen, in Ansätzen nachdenklichen Track "Ich komm nicht klar" und den Track "Beste Musik" gibt es ein ganz klares "Daumen hoch!" von meiner Seite. Des Weiteren ist auf der Premium Edition das Musikvideo zu "Der Coolste" enthalten! So kann man sagen, dass man dieser Maxi-CD auch dann eine Chance geben sollte, wenn man den Titeltrack in der Originalversion nicht mag, da der Remix von Tai Jason und vor allem die drei Bonustracks allemal ein Reinhören Wert sind! Wertung: 3/6 Video: Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich auf B-Tights MySpace-Seite den zweiten Free-Track "Die Elite" zum Album "Neger Neger" downloaden! B-Tight kündigte bei der Veröffentlichung seines Albums im April an, für alle 10.000 verkauften Exemplare einen kostenlosen Track bereitzustellen.

Herr Merkt presents "Kennenlernrunde Vol 2" (Download)

Verehrte Leserinnen und Leser, wieder einmal habe ich mich durch unzählige Free-Download EPs, Mixtapes, Streettapes und Alben gewühlt, um Ihnen im zweiten Teil der Reihe "Herr Merkt presents Kennenlernrunde" Tracks von vielversprechenden, noch unbekannten Talenten zu präsentieren! Bitte besuchen Sie bei Gefallen auch die Homepages der entsprechenden Künstler! Titelliste: 1. Manu L feat Klizzauz - Meine Wahrheit genommen vom Mixtape "Dieser Junge" Homepage 2. Historikk - Jemals genommen vom Album "Rapkunst" Homepage 3. Weekend feat Piou - Niemals genommen von der EP "Assi EP" Homepage 4. Letargo - Was auch immer genommen von der EP "Was auch immer" Homepage 5. Denzko - Easy genommen vom Mixtape "Klopf auf Holz" Homepage 6. Milli Maximal - Mad world genommen vom Mixtape "Minimaler Aufwand maximaler Gewinn" Homepage 7. Flowzilla - Who wants to live forever genommen vom Sampler "BAckupart: Ohne Ende Vol.8" Homepage 8. Choosen - Payback 2 genommen von der EP "Deutschland ist nicht sicher" Homepage 9. Mash & Supreme - Strassenreport genommen vom Album "Area 53" Homepage 10. Rock Steady Gang Slang - Harter Tobak genommen vom Album "Harter Tobak" Homepage 11. MM33 feat Lina - Der Wagen in mir genommen vom Album "Monsterpoly" Homepage 12. Stoffwechsel 23 - Das Mädchen aus der Bar genommen vom Promo-Mixtape "Stoffwexel 23 Reversus" Homepage 13. Sickless feat Sekundär - Rescue me genommen vom Album "Musicktherapie" Homepage 14. Philchilla feat Sickrick - Urlaub 2 0 0 7 genommen von der EP "Rapsclusive Philosophie" Homepage 15. Czubi - Radioshow genommen vom Album "Jung und hungrig" Homepage 16. Zweiplus - Es stimmt genommen von der EP "Zweilight" Homepage 17. Akey - Beste hier genommen vom Album "Akte A" Homepage 18. Wortwechsel - Ohne Plan genommen vom Album "Verschenktes Talent" Homepage 19. Trump - Willkommen im Hospital genommen vom Mixtape "Free Dropout" Homepage 20. Dirty Hank & Der Patient - Sieh es genommen von der EP "Vollnarkose" Homepage 21. Kultstatus - VIP genommen von der EP "VIP EP" Homepage 22. Albowholik - Aus und vorbei Remix genommen vom Album "Hauptsache die Ente wird gewämmt" Homepage Bewerbungen - gerne auch Exclusives - für den dritten Teil dieser Reihe werden gerne entgegengenommen! Schicken Sie bei Interesse eine eMail an herr.merkt@banjofan.de
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Herr Merkt Essentials: Olli Banjo

Viele Leserinnen und Leser werden mich nach der heutigen Ausgabe von "Herr Merkt Essentials" als wahnsinnig abstempeln, da ich heute versuchen möchte, die fünf wichtigsten Tracks des Ausnahmetalents Olli Banjo ausfindig zu machen. Viele sind schon daran gescheitert, das Werk dieses Künstlers auf eine solch geringe Anzahl von Tracks zu komprimieren, allerdings bin ich noch nie vor Herausforderungen zurückgeschreckt und werde mich auch dieser stellen. Die Leserin und der Leser mögen entscheiden, wie gut mir dies gelang!

- Du und mein Penis: Der Startschuss einer grandiosen Karriere. Ab diesem Zeitpunkt kam zumindest kein Verfechter des wahren HipHops mehr an diesem Mann vorbei! Einer der großen Klassiker der Deutschrap-Geschichte!

- Scheisse und pervers: Große Hymne, die auch heute noch jeden Konzertsaal abreißt. Brilliantes Storytelling vermischt mit subtiler Gesellschaftskritik!

- Hong Kong: Brilliantes Storytelling Teil 2! Diesmal zwar weniger kritisch, dafür aber um ein Vielfaches unterhaltsamer!

- Tagesschau: Gesellschaftskritik Teil 2! Diesmal weniger subtil, dafür steckt in jeder Zeile so viel Wahrheit, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt.

- Unmöglich (mit Samy Deluxe): Ein Punchline-Gewitter, von dem sich selbst Snaga & Pillath noch eine Scheibe abschneiden können! Dieser Track ist essentiell für jeden HipHop-Fan!

Massiv feat. Beirut - Al Massiva aka Gangstalied (Video)

Dafür, dass es sich bei "Blut gegen Blut" nur um ein Re-Release handelt, dessen Chartplatzierung der SonyBMG anscheinend egal sei, stecken sie verdammt viel Geld in dieses Projekt und finanzieren mit "Al Massiva" ein zweites Video zu dieser Veröffentlichung. Sehr spendabel! Der Track "Al Massiva" aka "Gangstalied" selbst fand schon in meiner Review zum Album eine negative Erwähnung. Da ich nicht davon ausgehen darf, dass jeder diese Review gelesen hat, werde ich diese Kritik gerne wiederholen: Es ist einfach wahnsinnig unkreativ, eine Hook-Idee in zwei verschiedenen Liedern auszuschlachten! Mittlerweile sind es mit dem "Ghettolied 2" sogar schon drei Tracks. Was kommt als nächstes? "Extremistenlied"? "Terroristenlied"? Von seiner Aufmachung her erinnert das Video bereits an Bekennervideos einschlägiger Organisationen.

Tony D - Totalschaden: das Video

Eigentlich hatte ich sehr hohe Erwartungen in die erste offizielle Single des Damagers gesetzt. Leider muss ich berichten, dass diese Erwartungen in keinster Weise erfüllt wurden, was sicher nicht nur daran liegt, dass es beim Protagonisten teils bei der Pluralbildung hapert. Die exzessive Verwendung des Wortes "Hurensohn" macht die Sache dann auch nicht besser. Auch das Sample von Nirvanas "Smells like teen spirit" wirkt deplatziert, wodurch der Song zumindest bei mir sein Ziel verfehlt. Damit bleiben H.A.C.K. die Einzigen, die das Crunk-Feeling bis dato gekonnt in die deutsche HipHop-Szene übertrugen. Es bleibt die Frage, wie die breite Masse diesen Track mitsamt dem dazugehörigen Album aufnimmt und ob der Damager an die Erfolge von sido, Fler und B-Tight anknüpfen kann. Am 14.09.2007 werden wir ein wenig schlauer sein.

Zweiplus - Zweilight EP (Download & Review)

Zweiplus sind ChampiJan und Momo aus Tübingen und liefern mit Ihrer EP "Zweilight" ihre bereits zweite Veröffentlichung nach der Track-Sammlung "'n Haufen Tracks" ab. Und was der Hörer in den rund 35 Minuten Spielzeit zu hören bekommt, kann man durchaus als amtlich bezeichnen, auch wenn das Rad nicht neu erfunden wird. Dennoch gehen die Beats und Raps im Großen und Ganzen klar, auch wenn hier und da sicherlich noch Verbesserungsbedarf besteht. Jedoch ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und ich meine eine klare Verbesserung im Vergleich zur ersten Veröffentlichung ausgemacht zu haben. So wirken die Texte ausgefeilter, die Flows runder und die Beats frischer. Auch inhaltlich haben die Jungs mehr zu bieten als das Standard-Representer-Repertoire, an welchem sich selbst einige Szenegrößen immer wieder allzu verkrampft festhalten. Die Jungs bieten auf "Vorgruppe" eine realistische Einschätzung ihrer momentanen Situation, geben auf "Ich" einen kleinen Einblick in den persönlichen Werdegang, verlieren dabei jedoch nicht die Zukunft und die Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt aus den Augen ("Wegweiser"). Auch an typische Teenie-Themen wie die große Liebe wagen sich die Tübinger Jungs auf dem Track "Mitte Dezember" heran. Das wahre Highlight dieser EP kommt in Form des Tracks "Es stimmt" am Schluss, in welchem sich die Jungs selbst dissen. Jedoch möchte ich den Jungs raten, dass mit dem Schlager zu lassen und weiter das Rap-Ding zu verfolgen und beim nächsten Mal auf überflüssige Skits wie "Charlies's Blues" zu verzichten. Abschließend möchte ich jedem Leser dieses Blogs empfehlen, sich diese EP herunterzuladen und sich von dem Potential dieser Jungs zu überzeugen! Tübingen ist HipHop! Zweiplus sind HipHop! (Herr Merkt ist HipHop!!!1111111111111) Download Homepage Wertung: 3/6

Alle guten Dinge sind Drei!

Nach "Kugelsicherer Jugendlicher" und "Weiße Wut" erhält Flers neues Album nun mit "Hassliebe" schon seinen dritten (vorläufigen) Titel. Hoffentlich ist man mit der Einhaltung des Veröffentlichungstermins, der für den 05.10.2007 anvisiert ist, konsequenter. Features für das Album sind unter anderem geplant von sido, B-Tight, Nadja Benaissa von den No Angels und Patrice von MTV. Vor allem das Feature von Nadja kommt für mich überraschend und war so nicht zu erwarten. Aller Voraussicht nach wird es auch eine Premium Edition des Albums geben.

Soundtrack des Lebens (heute: Verbrecher)

Verehrte Leserinnen und Leser, wieder rufe ich eine neue Kolumne ins Leben! Diese Kolumne widmet sich den typischen Lebensläufen verschiedenster Berufsgruppen und schlägt Musik zu der auditiven Untermalung dieser Lebensläufe vor. In der ersten Ausgabe widmen wir uns einer im HipHop omnipräsenten und teils sehr stark glorifizierten Berufsgruppe, nämlich jener des Verbrechers! Auch wenn es einige sicher nicht wahrhaben wollen, aber auch die Karriere eines Verbrechers beginnt mit der Geburt. Einige Moralisten behaupten, dass das Leben offiziell schon vor der Geburt beginnt, jedoch wollen wir die Sache hier nicht weiter verkomplizieren und beginnen bei der Geburt. Musikalische Untermalungsvorschläge hierfür wären eine der unzähligen Versionen des Liedes "A child is born" oder alternativ für Buddhisten "Born again" von Notorious B.I.G.! Die Kindheit eines Verbrechers in Deutschland dürfte im Vergleich zu internationalen Standards recht behutsam verlaufen, weshalb diese Zeit des Lebens am Besten durch Tracks wie "Die kleine Tür zum Paradies" von Patrick Lindner oder "Schön ist es auf der Welt zu sein" von Roy Black & Anita charakterisiert wird. HipHop-affine Hörer können auch sehr gerne auf "Beautiful" von Masta Ace zurückgreifen. Erste Probleme tauchen in der Pubertät auf, wo der typische Verbrecher erstmals mit Alkohol ("Es ist geil ein Alki zu sein" von Schulte), Gras ("Grüne Brille" von Dynamite Deluxe) und Pillen ("Endlich Wochenende" von sido) in Berührung kommt. Zunächst bleiben diese Erfahrungen ohne Konsequenzen, jedoch stellt sich schon bald Geldknappheit ("Brokest rapper alive" von Sean Price) ein, weshalb der zukünftige Verbrecher in Zugzwang gerät. Häufig wird dabei der Weg eines Drogendealers eingeschlagen ("Rubberband man" von T.I.). Dabei fängt natürlich ein jeder ganz unten an, kann sich aber mit viel Fleiß und Hustle ("I'm a hustla" von Cassidy) nach oben arbeiten, wo er dann in den Genuss von viel Geld und Prostituierten ("Money cash hoes" von Jay-z & DMX) kommt. Zur Beschreibung des Aufstiegsprozesses möchte ich den Track "From bottom to top" von Kultstatus heranziehen! An der Spitze ist man jedoch selten allein ("Competition" von Spank Rock), aber des öfteren einsam ("Lonely" von Nana). Jedoch ist diese Einsamkeit das kleinste Problem, da einem auch schon sehr bald die Gesetzeshüter im Nacken sitzen ("Ridin" von Chamillionaire & Olli Banjo/Krayzie Bone oder "Sound of da police" von KRS-One) und einen dem Gefängnis zuführen. Für diese Phase schlage ich die Songs "Locked up" von Akon mit Styles P/Azad/Booba und "Arschficksong" von sido vor. Je nach Schwere des Delikts schwankt der Aufenthalt im Zuchthaus zwischen wenigen Monaten und lebenslänglich ("Bid long" von Plies). Nach dem Gefängnisaufenthalt ist der Verbrecher entweder geläutert ("Changed man" von 2Pac) oder er gerät gleich wieder in den Sog der Kriminalität ("High speed" von 2Pac & The Outlaws), wodurch er die selben Schritte wieder und wieder durchläuft. Selbst im hohen Alter steckt der Profi-VErbrecher nicht zurück ("Opa Gangster" von Mike Crush), bis er eines Tages das Zeitliche segnet ("Bury me a g" von Tupac).

F.R. in "Feuer über Leipzig"

Verehrte Leserinnen und Leser, das Splash liegt zwar schon einige Zeit zurück und die wahren Fans zählen schon wieder die Tage bis zum kommenden Splash, jedoch möchte ich Ihnen dieses Video, welches mir heute anonym zugespielt wurde, nicht vorenthalten! Es zeigt das Riesentalent F.R. auf der Mainstage des größten HipHop-Events Europas, wie er ein 66 Bars (Anmerkung für die Leser im gehobenen Alter: Zeilen) langes Accapella spuckt und damit schon sehr nahe an die von Samy Deluxe gelegte Messlasse der 100 Bars herankommt. Man kann sich nur schwer vorstellen, wo dieses Ausnahmetalent in 5 Jahren stehen wird!

Manu L - Dieser Junge Mixtape (Download & Review)

"Dieser Junge" Manu L ist nach seinem Produzentenalbum "Augenblickfang" zurück und legt mit "Dieser Junge" ein kostenloses Mixtape vor, welches ein Reinhören Wert ist. Diesmal beschränkt sich Manu L nicht auf die Beatproduktion, sondern er spuckt vermehrt Raps über die guten Instrumentals, die von Crux, Yodokus, Entarteter, JPS und Traitor gebastelt wurden. Und mit diesen Raps muss er sich in keinster Weise vor der Konkurrenz auf ähnlichen Releases verstecken, auch wenn die Performance noch nicht überragend ist und Luft nach oben bietet. Auch wenn hier und da Anleihen an bekannte Tracks gemacht werden und die Beats in keinster Weise Deutschrap revolutionieren, legt Manu L ein grundsolides Mixtape vor, auf dem man weiter aufbauen kann. Für Vielfalt ist in mediumsbedingten Grenzen ebenfalls gesorgt. So spielt Manu L zum Beispiel für "3 Minuten Gangster", bevor er auf dem Instrumental von "I wanna fuck you" die Ladies verführt, auf "Alle Frauen der Welt" den selbigen Respekt zollt und auf "Einsam alleine" oder "Meine Wahrheit" persönlich wird. Dabei macht er in allen Fällen eine gute Figur. Gastbeiträge kommen von Klizzauz, Danim, Seilo Syntax und Czubi. Vor allem die letzten Beiden sind bei "Jung und hungrig" auch gleich bei einem der Highlights dieses Mixtapes dabei. Ein typischer Representer, der vom Talent der drei Protagonisten lebt. Generell macht Manu L auf Representern eine gute Figur und liefert mit "Hollywood" einen weiteren Anspieltipp des 53-minütigen Mixtapes. Nach einem Hördurchgang kann ich guten Gewissens den Download dieses Mixtapes empfehlen! Und wenn Sie schon einmal die Webpräsenz des Künstlers besuchen, so hat dieser auch bestimmt nichts dagegen, wenn Sie im Archiv stöbern und sich ältere Werke zu Gemüte führen. Es ist schön zu sehen, dass auch abseits von MTViva eine gesunde HipHop-Szene mit Künstlern wie Manu L, Kultstatus und Czubi existiert! Download Homepage Wertung: 3,5/6

Herr Merkt TV #3

Herzlich Willkommen zur nunmehr dritten Ausgabe des Erfolgsformats "Herr Merkt TV"! Ohne viele weitere Worte zu verlieren, möchte ich auch gleich mit dem ersten Video einsteigen. Dabei handelt es sich um das neueste Werk des umtriebigen Prinz Pi, der uns letzten Freitag mit "Zeitlos" ein weiteres Street-Album in die Regale der üblichen Verdächtigen stellte. Der Titel heißt "Zünd die Welt an"! Das nächste Video kommt aus dem tiefsten Untergrund der deutschen HipHop-Szene. Von Gris aus Berlin, der aus seinem Album "Kunststück" das Video "Durch" auskoppelt. Am 24.08.2007 wirft Marsimoto aka Marteria sein zweites Album "Base Ventura". Da zu diesem Album noch kein Video geschossen wurde, greife ich auf den Track "Smokingz" von Marsimoso und Gabreal zurück. Viel Spass! Da es sich beim neuen Video von Ercandize zu "Überall" um ein exklusives Video für MTV Overdrive handelt, kann man sich das Kunstwerk nicht überall anschauen. Irgendwie beherbergt dieser Umstand zumindest in meinen Augen jede Menge Komik. Wer das Video dennoch begutachten möchte, kann es sich hier anschauen. Es ist K.I.Z.-Zeit. Die Jungs wollen "Geld essen", daher möchte ich nicht weiter im Wege stehen und präsentiere Ihnen das neue Video der Berliner. Zwar bin ich nicht wirklich ein Freund von Bushido, allerdings ist das neue Video von erstaunlicher Qualität. Überzeugen Sie sich selbst von "Alles verloren" vom neuen Album "7". Famlay sind zurück und lassen sich von Pharrell mit "Beeper record" einen gewöhnungsbedürftigen Beat schneidern. Mich kann der Track jedenfalls überzeugen. Common trifft mit "Finding forever" punktgenau den Geschmack der amerikanischen HipHop-Hörer und landet daher mit seinem nunmehr siebten Album auf Platz 1 der Billboard Album Charts. Nach "The game" liegt nun auch mit "We the people" das zweite Video zum Album vor. Papoose gilt als New Yorks "Next Big Thing". Mit "Ghetto soldier" lieferte er schon im vergangenen Jahr einen eindrucksvollen Beweis seines Talents. Mit Akon an der Hook. Abschließen möchte ich diese Ausgabe von Herr Merkt TV mit einem wahren Klassiker. Und zwar mit dem Klassiker "What they do" von The Roots aus dem hervorgagenden Album "Illadelph Halflife".

Herr Merkt hilft: Die !!!

Verehrte Leserinnen und Leser, anstatt Sie mit schwierigen Fragen, die sich im Laufe der Zeit ansammeln zu bombardieren, habe ich mich dazu entschlossen, gemäß dem Titel dieser Rubrik, Lösungen für weltbewegende Fragen anzubieten. Schließlich wirft das Leben außerhalb der HipHop-Szene schon genügend Fragen auf, so dass ich Sie nicht auch noch mit HipHop-bezogenen Fragen belasten möchte. - Die großen Plattenfirmen investieren ihr Geld fast ausschließlich in die falschen Leute! - Massiv ist kein Gangster, er kommt aus Pirmasens und zog mit seinen Eltern und dem Berufswunsch "Gangsterrapper" nach Berlin! - Wäre die Musik gut, würde ich darüber sicherlich hinwegsehen! - Graffiti-Künstler werden immer fauler und greifen anstatt auf Dosen auf Aufkleber zurück, mit welchen sie die Stadt zubomben! - Musik aus Handy-Lautsprechern in Bussen nervt! - Ich kann gut nachvollziehen, weshalb das Bild von HipHop in der Öffentlichkeit so schlecht ist! - US-Rap-Texte von 50 Cent oder Eminem sind genauso hart wie deutsche Texte von sido und Bushido! - Viele HipHop-Hörer haben immer noch viel gemeinsam mit Hitlerjugend! - Kriminalität ist nicht das fünfte Element von HipHop! - Nicht jeder HipHop-Fan ist vorbestraft! - Viele werden es nicht glauben, aber nicht alle mögen Gitarrenmusik! - Olli Banjo reimt und flowt zu technisch ausgefeilt für die den Durchschnitt liebenden Otto-Normal-Hörer! - Untergrund ist nicht gleichzusetzen mit schlechtem Sound und keinem Talent! - Viele machen dies trotzdem! - Fler und B-Tight sind keine Nazis! - Erfolg bringt Neider! - Im "Arschficksong" wird keine Frau vergewaltigt! - Man muss jedoch sehr genau hinhören! - Viele Menschen wollen HipHop-Texte falsch verstehen! - RTL spielte den "Arschficksong" um 18:45! - RTL weckte dadurch bei einigen Kindern das Interesse an diesem Song! - Trotzdem ist sido laut RTL der Schuldige! - Manche Dinge verstehe selbst ich nicht! - Frauenarzt ist kein Akademiker! - Orgis Texte gehören nicht in das Fernsehen! - Der ARD ist das egal und sie lässt Alice Schwarzer diese Texte rezitieren! - Kool Savas steht mit "Tot oder lebendig" mächtig unter Zugzwang! - Er wird das schon schaukeln! - Nur weil einer rappt ist das nicht gleich HipHop! - Jan Delays Funk-Album ist HipHop! - Timbaland revolutioniert nach Rap und R&B nun auch den Sound der Pop-Musik! - Die Alben von Nelly Furtado und Justin Timberlake sind HipHop! - Manchmal liege ich falsch! - HipHop ist nicht tot, er pubertiert! - Bushido ist nicht schwanger! - Aber eine Schweizerin! - Viele Schweizerinnen sind derzeit schwanger! - Für die BILD sind diese Schweizerinnen uninteressant! - Punchline-Rap ist unterhaltsam! - Dennoch sollte man auf seinem Album mehr zu bieten haben! - Trotzdem werde ich das K.I.Z.-Album feiern, egal was kommt! - Der Verkauf kommerzieller Mixtapes über unlizensierte Ami-Beats ist Handel mit Raubkopien! - Ich bin kein Jurist! - Kanye West wird am 11.09.2007 mehr Platten verkaufen als 50 Cent und damit dessen Karriere beenden! - Vier von fünf Videos, die 50 Cent zu "Curtis" drehte sind schlecht! - Das fünfte Video ist "Straight to the bank"! - Kontinuität zahlt sich aus! - Common ist Amerikas beständigster Rapper! - Bushido geht mit "7" auf die 1 der deutschen Media Control Album Charts! - Charts sagen nichts über die Qualität der Platten aus! - Dennoch sind sie manchmal gerecht! - Aggro Berlin hat Angst vor Bushido! - Thomas Gottschalk hasst HipHop! - Thomas Gottschalk ist ein Frauen betatschender Lüstling! - "Mei Liabr!" - Man sagt nicht "Flow killen"! - Megaloh, Sprachtot und Ali A$ müssen an die Spitze! - Viele HipHopper konzentrieren sich zu sehr auf das Zerstören, anstatt eigenes zu schaffen! - Wenn Ihnen dieser Blog nicht gefällt, dann schreiben Sie einen eigenen Blog, anstatt das Sterben dieses Blogs zu fordern! - Dieser Blog wird nicht sterben!

Herr Merkt Essentials: sido

In der heutigen Ausgabe von Herr Merkt Essentials werde ich mich mit einem sehr kontroversen und polarisierenden Künstler auseinandersetzen: sido. Da das superintelligente Drogenopfer mehr zu bieten hat, als ihm die breite Öffentlichkeit zugesteht, werde ich hier die Gelegenheit dazu nutzen und fünf Werke von sido nennen, die es wirklich Wert sind, gehört zu werden.

- Bin was ich bin mit B-Tight (als A.I.D.S.): Ein Track aus der Zeit vor der Maske. Ehrlich und fast schon prophetisch, wie die Jungs prophezeihen, dass sie ihren Weg gehen werden.

- Taxi mit Olli Banjo: Der erste Teil der noch nicht vervollständigten "Taxi"-Trilogie zusammen mit dem Ausnahmetalent Olli Banjo. Olli Banjo spielt einen Taxifahrer, der zufällig zum Fluchtfahrer für sido wird, der soeben eine Bank überfallen hat.

- Wir bewahren die Haltung mit Harris (als Deine Lieblingsrapper): Eine wunderbare Liebeserklärung an HipHop vom genauso wunderbaren ALbum "Dein Lieblingsalbum" von unseren Lieblingsrappern.

- Goldjunge: Glänzend gerappter und kompakter Karriereüberblick, der so ziemlich alle Stationen in der Karriere des Maskenmanns abdeckt.

- Mein Testament: Ein Track mit Gänsehautgarantie. Jegliche Worte würden der Intensität dieses Stückes nicht gerecht werden. Muss man gehört haben.

Herzlich Willkommen II

Verehrte Stammleserinnen und Stammleser, neue Leserinnen und neue Leser, da es mir aus menschlichen Gründen nicht weiter möglich war, meinen Blog auf meinem alten Hoster weiterzuführen, bin ich mitsamt allen meinen früheren Beiträgen auf blogger.com umgezogen. An den Inhalten des Blogs wird sich jedoch nichts verändern. Ich möchte meine Stammleserinnen und Stammleser um Verständnis für diese Entscheidung bitten. Bitte denken Sie daran, dass Sie ihre Bookmarks und Ihre RSS-Newsreader aktualisieren sollten, um weiterhin auf dem Laufenden zu bleiben. Neue Leserinnen und Leser möchte ich herzlich dazu einladen, diesen Blog auch weiterhin zu verfolgen. Mit freundlichen Grüßen Herr Merkt

Zitate I

Verehrte Leserinnen und Leser, ab heute wird dieser Blog um die Rubrik "Zitate" erweitert. Wie der Titel bereits verrät, wird sich diese Rubrik eindrucksvollen Zitaten widmen, welche sich im Laufe der HipHop-Geschichte angesammelt haben. Um diesen Zitaten nicht ihre Magie zu nehmen, werde ich diese nicht weiter kommentieren. "Nach Feedback von Euch und Typen, die mich interviewten/ erinnert mich HipHop-Kultur in Deutschland eher an Hitlerjugend!" (Samy Deluxe auf "Positiv", 2001)

Mike Crush - Es geht zu weit (Video)

Der großartige Mike Crush legt mit "Es geht zu weit" ein erstes Video zu seinem kommenden Freitag veröffentlichten Street-Album/Mixtape "Crushtime" vor. Auch wenn das Video recht kurz geraten ist, steigert es meine Vorfreude, die ich seit einem großartigen Live-Auftritt beim RACT-Festival empfinde, nur noch weiter.

| Hier kann man sich ein Snippet des hervorragenden Tracks "Das beste Land" anhören.

Kultstatus - VIP EP (Download & Review)

Lange genug hat die Nation auf ein neues Lebenszeichen der Formation Kultstatus gewartet, um im Jahre 2007 eine neue EP namens "VIP" vorgesetzt zu bekommen. Anstatt auf Quantität setzt die Formation auch bei einem Free Release eher auf Qualität. So ist die EP mit rund 15 Minuten Spielzeit zwar recht kurz geraten, dafür aber rundum gelungen. Vom Titeltrack "VIP", der aufzeigt, wo es für Kultstatus hingehen muss, über das hervorragende Mr. President Cover "Coco Jamboo" mit einer Aufforderung an die Labels, gesignt zu werden, bis hin zum leicht narzistisch und größenwahnsinnig anmutenden Titel "Die Welt gehört mir" wird hier ausschließlich großartige Ware ohne Aussetzer geboten. Auch beim Versuch, ernstere Tracks wie "Die Kacke ändert sich" auf einem hochgepitchten Roxette-Sample und "Wie die Zeit vergeht" zu produzieren, geben die Jungs eine gute Figur ab. So bieten sowohl die Raps, als auch die musikalische Untermalung kaum Ansätze für Kritik, so dass sich der Hörer ernsthaft fragt, weshalb nicht diese Jungs den viel diskutierten 250000 Euro Vorschuss der SonyBMG abgreifen konnten. Wenn die musikalische Formkurve weiterhin so steil nach oben zeigt, dann kann es nicht mehr lange gehen. Für die Zwischenzeit sei diese hervorragende EP als Pflicht-Download wärmstens ans Herz gelegt. Download Homepage Wertung: 3,5/6 Abschließend nochmals ein kleiner Aufruf in eigener Sache: Sollten Sie ein vielversprechender Nachwuchs-Act sein, möchte ich Sie recht herzlich dazu einladen, mir eine eMail mit einem Link zu Ihrer Free-Download-Veröffentlichung zuzusenden. Eventuell werde ich Ihre Veröffentlichung in einer der nächsten Reviews berücksichtigen. eMail: herr.merkt@banjofan.de

Tony D sorgt für den "Totalschaden"

Der "Totalschaden" kommt wie angekündigt am 31.08.2007, allerdings nur in Form einer Single, die neben der Originalversion des Tracks "Totalschaden" eine Clean-Version, mehrere Remixe und Exklusivtracks mit B-Tight und K.I.Z, sowie das Musikvideo zur Single enthalten wird.
Das zugehörige Album wurde währenddessen auf den 14.09.2007 verlegt. Aggro Berlin verspricht sich von diesem Schachzug offensichtlich mehr Single-Verkäufe oder möchte dem allmächtigen Bushido, der am 31.08.2007 sein siebtes Album "7" fallen lässt, aus dem Wege gehen. Für eine verblümtere Begündung zur Verschiebung des Albums darf der interessierte Leser gerne auf die offizielle Label-Homepage zugreifen.
Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ob mich Tony D mit diesem Album überzeugen kann. Noch bin ich skeptisch, jedoch lasse ich mich sehr gerne vom Gegenteil überzeugen.

K.I.Z. und Chakuza nominiert für den MTV Europe Music Award

Beim Lesen der zweitbesten HipHop-Seite im Internet wurde ich heute doch sehr überrascht, als dort zu lesen war, dass K.I.Z. und Chakuza bei den MTV Europe Music Awards in der Kategorie "New Sound of Europe" nominiert sind.

So möchte ich MTV vor allem zur Nominierung von K.I.Z. beglückwünschen, auch wenn diese im für MTV relevanten Mainstream noch nicht wirklich viel erreicht haben. Eine Plattenfirma wie Universal im Rücken scheint bei Nominierungen für derartige Veranstaltungen immer wieder ein schlagendes Argument zu sein. Jedoch wollen wir uns an dieser Stelle nicht beschweren, sondern uns vielmehr darüber freuen, dass die Karriere der "Kannibalen in Zivil" nun so richtig in Fahrt kommt und der Geld-Eintopf demnächst durch lila Scheine ein wenig bunter wird.

Auch die Nominierung von Chakuza halte ich für gerechtfertigt, auch wenn sie für die Zeile "Denn ich hab dein Bild vor Augen, beim Gehen, beim Laufen / sollt ich jemals in den See springen – auch beim Tauchen." in der Kategorie "Konstruierteste Zeile des Millenniums" angemessener wäre. Aber im Großen und Ganzen geht die Nominierung aufgrund des guten Albums "City Cobra" dann eben doch in Ordnung.


The Game signt "Brooklinz Finest" JMC

"Es kann niemals schaden, wenn man sich für den Europa-Ableger seines Labels einen lokalen Act zulegt!", dachte sich wohl The Game auf seiner Europatour und signte kurzerhand seinen Tour-Support, den Österreicher JMC für "Black Wallstreet Europe". "Hört sich jetzt spektakulär an, aber denken Sie nur mal an Phrequincy und G-Unit!", werden Zweifler anbringen und mit dem Satz "Den hat sein Vertrag bei der Edition G-Unit auch keinen Schritt weiter gebracht!" fortfahren. Diese Aussage würde ich nicht unterschreiben, auch wenn Phrequincy den ultimativen Durchbruch in den Staaten bis heute nicht geschafft hat. Zweifelsfrei handelt es sich dabei um einen sehr wichtigen und notwendigen Schritt in seiner Karriere. Und hiermit möchte ich wieder zum Thema JMC zurückkehren, auf welchen die soeben getätigte Aussage ebenfalls zutrifft. Die Zukunft wird zeigen, ob JMC mit diesem Deal der große Durchbruch, zunächst einmal im deutschsprachigen Raum, vergönnt sein wird. Seine ehemaligen Partner Chakuza und DJ Stickle haben schon eindrucksvoll gezeigt, dass österreichischer Hip Hop auch in Deutschland Gehör finden kann. Dass auch JMC das Potential für Größeres hat, hat er bereits auf seinem Mixtape "Austriaz Most Blunted" angedeutet.

Herr Merkt hilft: Interpretation des CD-Markt-Einbruchs

In der neuen Ausgabe von "Herr Merkt hilft" möchte ich versuchen, den fortschreitenden Einbruch des CD-Marktes zu beleuchten. Dabei werde ich versuchen, nicht so monokausal wie die Plattenindustrie heranzugehen, sondern ich werde mich um einen multikausalen Ansatz bemühen. In ihren Propagandaschreiben verbreitet die Plattenindustrie immer wieder gerne das Gerücht, die Downloader seien einzig und alleine Schuld an der Misere der darbenden Labels. Jedoch bleiben verschiedenste Studien einen Beleg dieser Behauptung schuldig, auch wenn man nicht in Abrede stellen kann, dass einzelne Studien Downloads mit einem Rückgang der Verkaufszahlen in Verbindung bringen können. Mit dieser Behauptung wäre bereits die (offizielle) Argumentationskette der Mediengiganten erschöpft. Auch wenn ich hoffe, dass sich die Plattenindustrie im stillen Kämmerlein weiterführende Gedanken macht, möchte ich hier weitere Gründe anbringen, die für einen Rückgang der CD-Verkäufe verantwortlich sein könnten, ohne dass ich hierbei eine Kriminalisierung breiter Bevölkerungsteile anschieben müsste. So ist es unstrittig, dass die CD-Verkäufe in den letzten Jahren stark eingebrochen sind. Aber seien wir mal ehrlich und versuchen wir, auch nur einen Industriezweig zu finden (außer Insolvenzverwaltung), der in den letzten Jahren keinen Gewinnrückgang zu verzeichnen hatte. Es wird Ihnen schwer fallen, viele Industriezweige nennen zu können, allerdings möchte ich Ihnen eine kleine Hilfestellung geben. So ist der Absatzmarkt für DVDs, die im übrigem auch "mordkopiert" werden, im selben Zeitraum enorm gewachsen. Und - korrigieren Sie mich, falls ich mich täusche - DVDs sind nunmal ein direkter Konkurrent zur CD. Weitere Produkte, die es in diesem Ausmaß vor 10 Jahren noch nicht gab, die aber im limitierten Budget von Teenies und Twens um einen Platz mit den Ausgaben für Musik konkurrieren sind: Handys, Internet, iPods und Klingeltöne. Wenn nun also mehr Konkurrenz auf ein gleichbleibendes Budget stößt, dann müssen die einzelnen Branchen mit Verlusten rechnen, wobei die Plattenindustrie zumindest bei Klingeltönen kräftig mitverdient. Auch wenn sich der eifrige Plattenkäufer nicht durch die Konkurrenz anderer Produkte beeindrucken lässt, so wird es ihm nicht gerade einfach gemacht, talentierte neue Bands zu entdecken. Viva und MTV werden immer mehr zu Abspielstationen billiger Viacom-Doku-Sopas umfunktioniert, wobei die Musik in den Hintergrund rückt. Und wenn man dann doch einmal auf Musik stößt, wird einem der 100000000 Popstar/DSDS-Klon um die Ohren geblasen. Von dem Einheitsbrei, der die Radios dominiert, möchte ich gar nicht erst anfangen. Was soll sich also der potentielle Käufer, der nicht 2 Stunden täglich auf der Suche nach neuer Musik verbringen möchte, noch kaufen? Anstatt weiterhin Kunden zu kriminalisieren, sollte sich die Plattenindustrie darauf konzentrieren, das zu machen, wofür sie ursprünglich einmal geschaffen wurde: Künstler fördern, die es Wert sind, unterstützt zu werden, anstatt die zehnte Pop-Konserve zu öffnen. Des Weiteren könnte es nicht schaden, CDs generell ein halbes Jahr nach Veröffentlichung drastisch zu verbilligen. Bei DVDs ist dies schließlich auch möglich. Mit kastrierten Pur-/Ghetto-Editions befindet man sich zwar auf dem richtigen Weg, mehr aber auch nicht.

form - Ich bin 7undzwanzig Meter groß (Review)

Ich könnte es mir einfach machen und hier schreiben, form sei einer jener Rapper, die versuchen, fehlendes Talent mit musikalischen Experimenten zu kaschieren. Es fängt schon damit an, dass form alle seine Alben "Unalben" und alle seine anderen Veröffentlichungen "Untapes" nennt und endet mit einer gewöhnungsbedürftigen Namensgebungspraxis wie zum Beispiel "Mit Unfug und Recht enthaupten". Die Sache hat allerdings einen Haken: form versteht es, selbst auf den eigentlich unmöglichsten Beats eine gute Figur abzugeben. So zähmt er zusammen mit Faust das unglaubliche Beatwirrwarr auf "Nie wieder Bestsellerie", nachdem er auf "Sachen gibts" mutig auf einem Volksmusik-Sample über die GEZ rappt. Musikalisches Kontrastprogramm steht ganz oben auf der Agenda des Künstlers, der sich form nennt. So trifft Drum'n'Bass auf Acid Noise, Volksmusik auf Bodycount und Schwäbisch auf Hochdeutsch. Irgendwie schafft es form dennoch, trotz dieser bunten Mischung, ein kohärentes Werk zu schaffen, das durch eine permanente Gratwanderung zwischen Genie und Wahnsinn zusammengehalten wird. Aufgrund der Individualität jedes einzelnen Tracks fällt es schwer, Highlights zu nennen, da fast jeder Track auf seine Art und Weise besonders ist. Allerdings bin ich noch nie vor schwierigen Aufgaben zurückgeschreckt und möchte als erstes Beispiel außerordentlicher Kunst den schwäbischen Track "Heide Stuagrd" erwähnen. Guter Dialekt-Rap, der jedoch Nicht-Schwaben nur schwer zugänglich sein wird. Auch der Track "Deutschlands 12 Milliarden" (in Anlehung an Savas & Ekos "Deutschlands 1") hat sich schon alleine aufgrund des Titels eine lobende Erwähnung verdient. Jedoch geht der Titel-Wahnsinn noch viel weiter und Titel wie "Offizielle Einladung an HipHop-hassende Fans wirklicher Musik (Remix)", "Ich habe nichts gegen Musik, aber ich mache lieber Rap", "Ich sags nur ein Mal part 2" und "14-49 sonnengereifte Haselnüsse mit Omega3-Fettsäuren" sind nur die Spitze des Eisbergs. Als Kritikpunkte möchte ich die "Skips" - zu Deutsch "Skits" - anbringen, die ich als störend empfinde, weshalb die Bezeichnung als "Skips" kaum treffender sein könnte. Auch der Track "Guajira Guantanamo Bay" kann mich nicht wirklich überzeugen. Die Themen, über die form Zeilen schreibt, könnten kaum vielfältiger sein, auch wenn sich das an Wahnsinn grenzende Genie des Künstlers durch jede einzelne der 26 Skip-Stationen zieht. form berichtet unter anderem von einem "Augusterlebnis" auf dem Splash, wettert über Gartennazis, macht sich Gedanken darüber, dass höchstens fünf Hörer seine musikalische Vision verstehen, philosophiert über die Durchsetzung von Demokratie mit Gewalt und die Engstirnigkeit des durchschnittlichen HipHop-Publikums. Und damit kommen wir zu der alles entscheidenden Frage: Wird der durchschnittliche HipHop-Hörer dieses Album feiern? Meine Antwort auf diese Frage muss bedauerlicherweise "Nein" heißen. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, da hier - genau wie auf Commons "Electric circus" - alles genau so klingt wie es klingen muss und form damit bestimmt eine gewisse Hörerschaft ansprechen wird. In 10 Jahren wird man dann erstaunt feststellen, dass es unglaublich ist, dass der Typ von fifaform.de damals noch keinen Deal hatte. Ein gutes Stück Musik für den offenen HipHop-Hörer, der auch kein Problem damit hat, wenn es form HipHop nennt. Homepage Snippet Wertung: 3/6

Herr Merkt TV: Special Edition

Verehrte Leserinnen und Leser, Zuschauerinnen und Zuschauer, mir ist sehr wohl bewusst, dass die letzte reguläre Ausgabe von Herr Merkt TV erst vor guten 24 Stunden das Licht der Welt erblickte. Da meine Produktivität jedoch keine Grenzen kennt, schiebe ich Ihnen heute eine Special Edition dieses wertvollen Programms nach. So werde ich Ihnen in dieser Ausgabe nur Eurorap-Videos präsentieren. Beginnen möchte ich mit einer Gruppe namens Black Attack, die zwischen 1997 und 2000 aktiv war und in dieser Zeit ein Album namens "On the edge" auf den Markt warf. Sie hören den Hit "Bang bang". Check it out! Schon vor der G-Unit gab es die G's Incorporated, die sich vor allem mit einer Coverversion von "Stairway to heaven" einen Namen machten. Stolz präsentiere ich Ihnen das Video zum Hit. Was wäre eine Eurorap-Special Edition ohne den Godfather of Eurorap persönlich: meine Damen und Herren, ich präsentiere den "Darkman" Nana mit seinem wohl größten Hit "Lonely". Wir machen weiter mit einem Künstler aus der Booyah Family und zwar mit Pappa Bear. "Cherish" war gestern, daher präsentiere ich Ihnen heute den zweiten Hit vom Album "What's my name": "When the rain begins to fall". Ein wahrlich wunderbares Video. Und wunderbar geht es weiter mit den Rappers against Racism. Ein Allstar-Aufgebot mit fast allem, was die damalige Szene so zu bieten hatte. Öffnen Sie Ihre Herzen für "I wanna know what love is"! Ein weiterer großer Act aus der Eurorap-Phase war ohne Zweifel C-Block, die uns mit einigen Hits beglückten, so dass die Auswahl sehr schwer fällt. Ich habe mich für die Anti-Drogen Hymne "So strung out" entschieden. Ich hoffe, ich habe Ihren Geschmack getroffen. Erinnern Sie sich noch an den ersten Auftritt des Sängers Sasha in der Öffentlichkeit? Nein? Dann helfe ich Ihnen auf die Sprünge und zeige ohne viele weiteren Worte zu verlieren Young Deenay mit Sasha und dem Hit "Walk on by"! Als nächstes kommt einer der größten Hits aus der Eurodance-Ära. Vorhang auf für "Johnny B" von Down Low. Eine der großartigsten Bands des Eurodance war ohne Zweifel R'n'G. Vom Hit-Album "The year of R'n'G" hören Sie nun "Can't u c". Check it out! Alles wird gut möchte man nach einem Rückblick auf die heile Welt des Eurorap aus allen Körperöffnungen schreien. Als kleine Hilfestellung gibt es zum Abschluss dieser wunderbaren Ausgabe noch Sweetbox mit ihrem Welthit "Everything's gonna be alright". Ich freue mich, dass Ihnen diese Ausgabe gefallen hat und freue mich auf Ihre Anregungen für weitere Special Editions oder auch für reguläre Ausgaben von Herr Merkt TV!

Herr Merkt TV #2

Verehrte Leserinnen und Leser, Zuschauerinnen und Zuschauer, es ist mir eine besondere Freude, das mit sehr viel positiver Resonanz aufgenommene Programm Herr Merkt TV fortzusetzen und Ihnen in dieser Woche einige großartige Musikvideos zu präsentieren. Wir beginnen mit dem großartigen Kanye West, der am 11.09.2007 sein drittes Album "Graduation" wirft. Das Video, das Sie im folgenden sehen werden untermalt gekonnt die auf einem Daft Punk-Sample aufbauende Single "Stronger". Auch bei dem folgenden Stück hat Kanye West als Produzent seine Finger mit im Spiel. Common in der Booth und DJ Premier an den Scratches ergeben ein wahrliches Meisterwerk. "The game" ist der Vorbote zum neuen Common Album "Finding forever". Check it out! Auch Chamillionaire plant demnächst den ultimativen Triumph zu feiern. Angeschoben werden soll dieser offensichtlich durch das Video zu "Hip Hop Police". Ich bin stolz, Ihnen die ausgebaute Version mit dem Track "Evening News" präsentieren zu dürfen. Interscope muss wahrlich verzweifelt sein. Nicht nur, dass die komplette Verbrecher-Einheit um 50 Cent gefloppt ist, nein, nun strauchelt auch noch der Boss höchstpersönlich. Da dreht der Fiddy ein Viddy nach dem Anderen, aber keines zündet. Vielmehr erwiesen sich "Straight to the bank" und "Amusement park" als Rohrkrepierer vor dem Herrn. Ich vermute, dass "I get money", welches Sie im Folgenden sehen werden, das gleiche Schicksal ereilt. Ich bin gespannt, ob "Curtis" dieses Jahr noch kommt. Bisher war das Programm sehr US-lastig, was auch daran liegt, dass zum Beispiel Maeckes & Plan B noch kein Video zu ihrem neuen Album geschossen haben und ich mich beharrlich weigere, Massiv zu spielen. Zum Glück gibt es da noch die Spezializtz, die mit "Big babbaz" ein großartiges Video aus "GBZ Oholika III" abliefern. Check it out! Meine Damen und Herren. Wir unterbrechen das Programm für eine kleine Werbeunterbrechung. Bleiben Sie dran. Da bin ich auch schon wieder, verehrte Leserinnen und Leser, Zuschauerinnen und Zuschauer. Wollen wir keine Zeit verlieren und machen weiter im reichhaltigen Programm von Herr Merkt TV. Wir fahren fort mit einem Künstler namens Adel Tawil, der sich mit Azad gepaart hat, um den Track "Ich glaub an dich" für die Serie "Prison Break" aufzunehmen. Auch hier gab es bereits eine Kontroverse zu dem [Dreck]. Als Zeichen der Versöhnung möchte ich Ihnen nun das Video nicht länger vorenthalten. Zeit für den Classic Cut. Hierfür habe ich einen Track aus der ersten Hochphase des europäischen HipHop ausgewählt. Viel Spass nun mit Pappa Bear und "Cherish". Langsam kommen wir auch schon zum Ende dieser Ausgabe, die Sie sehr gerne weiterempfehlen dürfen. Allerdings möchte ich Sie nicht ohne das Video zu "You know what it is" von T.I. mit Flüchtling Wyclef in das echte Leben entlassen. Ich hoffe, Sie lesen mich bei der nächsten Ausgabe wieder.

Spezializtz - GBZ-Oholika III (Review)

Die Spezializtz Harris und Dean sind nach langer Pause zurück. Trotz dieser Pause transportiert der dritte Teil der GBZ-Trilogie mit jedem einzelnen Ton dieselbe Stimmung wie die beiden Vorgänger ohne den stattgefundenen Reifeprozess, den die beiden Hauptakteure durchliefen, zu verdecken. So haben die Berliner Urgesteine auch prompt bei ernsteren Stücken wie "Die letzten Tage" und "Ist es nicht so" mit Xavier Naidoo ihre stärksten Momente, wobei bei "Die letzten Tage" der stärkste Beat des gesamten Albums dazukommt, der teils wahrhaft bedrohlich aus den Boxen rollt. Trotz verschiedenster Gäste aus verschiedensten Epochen und verschiedensten Stilen innerhalb des HipHop bietet dieses Album dank dem unverwechselbaren Spezializtz-Sound einen klaren roten Faden, der sowohl sido, als auch Azad in ein stimmiges Gesamtbild integrieren kann, wobei vor allem Azad auf "Was jetzt?" scheint. D-Flame macht auf "Prioritäten" eine sehr gute Figur und hilft dabei, diesen Track unter die Highlights des Albums zu katapultieren. Auch Gentleman bereichert mit seinem Beitrag auf "Global signal" das Album ungemein, so dass das Album in diesem Track einen würdigen Abschluss findet. Leider kann man dies vom inoffiziellen und erschreckend blutleeren "Afrokalypse"-Nachfolger "Direktausmdschungel" mit Afrob nicht behaupten, so dass dieser Track im Vergleich zum Rest des Albums abfällt. Dabei findet sich Afrob allerdings in guter Gesellschaft, da ausgerechnet ASD-Kollege Samy Deluxe auf "Unaufhaltsam" eine ebenso suboptimale Figur abgibt, was jedoch auch am Beat liegen kann, der sehr stark anfängt, dann aber leider schwächelt. Jedoch sollten diese beiden Ausfälle nicht über die Qualität des Gesamtprodukts hinwegtäuschen, das mit "Alles was man braucht", "GBGBGBZ" "Wir sind back" und "Big babbaz" weitere kraftvolle Sprengkörper liefert. Auch Peilermann und Flow können in den Skits mit ihrem zweiten Auftritt auf einem Rap-Album scheinen. Alles in Allem also ein gutes Produkt, das jedoch leider in der Flut der Veröffentlichungen der letzten Wochen unterzugehen scheint. Ich habe jedenfalls noch keinen Hype bemerkt. Tun Sie etwas dagegen! Wertung: 4/6

Czubi - Jung & hungrig (Review)

Czubi ist höflich und bescheiden. So nimmt er die realistische Selbsteinschätzung, dass ihn noch nicht jeder kennt, zum Anlass, um sich im Opener "Hallo erstmal" vorzustellen. Nachdem das "Spotlight" gekonnt auf die Person Czubi gelenkt wurde, zelebriert er auf dem Track "Die Zwei" ein Flow-Feuerwerk mittleren Ausmaßes. Wenn Czubi weiterhin rundum gelungene Tracks wie "Wunschzettel", den nicht ganz ernst gemeinten Ratgebertrack "Radioshow" und "Schlagzeilen" abliefert, dann dürfte der Umstand, dass Czubi noch "Ohne Rang und Namen" ist auch bald der Vergangenheit angehören. Mit "Hey Ma" liefert Czubi eine Liebeserklärung an die eigene Mutter ab, bevor er auf "Mehr Liebe" mit gepitchtem Vocal-Sample von "Love is the message" über die große Liebe rappt. Beide Tracks wirken zwar authentisch, sind jedoch nicht wirklich weltbewegend. Mit den Tracks "Dein Leben, deine Chance" und "Traumtänzerin" ermutigt Czubi seine Hörerschaft dazu, eigene Träume zu verfolgen und Chancen zu nutzen. Dabei ist "Traumtänzerin" der klar bessere Track, während ich auf "Dein Leben, deine Chance" auch verzichten könnte. Dies mag vor allen Dingen an der komplett misslungenen Hook von Miri, aber auch an einem suboptimalen Beat liegen. Auch auf "Leidenschaft" kann mich Miri an der Hook nicht wirklich begeistern, wobei der Track durchaus klargeht. Alles in Allem handelt es sich bei diesem kostenlosen Download-Album trotz geringen Abstrichen um ein gelungenes Album, welches viel Potential aufweist und den Hörer mit Spannung auf weitere Veröffentlichungen zurücklässt. Homepage Download Wertung: 4/6

Breaking News: Azad jetzt Sellout

Ich möchte Ihnen mitteilen, dass Azad ab dem heutigen Tag von der Liste der "realen" Rapper zu streichen ist. Was ist vorgefallen? Azad ist zusammen mit dem Sänger Adel Tawil mit dem "Prison Break"-Anthem "Ich glaub an Dich" in die Top 3 - genauer gesagt auf Platz 3 - der deutschen Media Control eingestiegen. Damit erreicht Azad nach seiner Beteiligung an "All 4 One" mit Kool Savas seine zweite Top 10-Platzierung in den deutschen Single Charts. Wie wird Sellout gemessen? Sellout ist nach Merktscher Definition ein Künstler dann, wenn er zwei Singles in den Top 10 der deutschen Media Control Charts platzierte. Die Platzierung von Alben spielt hierbei keine Rolle, da sich sämtliche One-Hit Wonder ausschließlich auf Singles konzentrieren. Wie kommen diese Kriterien zustande? Das Kriterium "Zwei Top 10 Singles" stammt daher, dass ein Ausrutscher in den Charts schon mal passieren kann. Man kann ja nicht immer ein Auge darauf werfen, dass die Tracks auch ja "Underground" sind. Nach dem ersten Top 10 Hit sollte man jedoch gewarnt sein. Die Ausnahme von Alben aus dieser Regelung ist reine Willkür. Ist das Ihr Ernst, Herr Merkt? Ja das ist meiner. Der läuft mir in letzter Zeit immer davon!

Massiv: Chartplatzierung/Ghettolied 2

Dank der massiven Unterstützung von RTL und SonyBMG hat es Massiv geschafft, das deutsche Rapspiel so richtig wachzurütteln. So darf der Bodybuilder aus Pirmasens diese Woche zwei sensationelle Chartplatzierungen feiern. Mit der Über-Single "Wenn der Mond in mein Ghetto kracht" wird er am kommenden Freitag auf Platz 44 der deutschen Media Control Charts debütieren. Mit seinem Album "Blut gegen Blut Re-Release" schafft er es dank Schleuderpreisen in sämtlichen Plattenläden auf einen sensationellen Platz 55. "Herr Merkt spricht über HipHop" möchte diese Gelegenheit dazu nutzen, dem Künstler Massiv, sowie dem Label Sony BMG, die die 250 000 Euro glänzend investierten, von ganzem Herzen zu gratulieren. Deutschland ist stolz auf Sie! Kaum sind die Nachrichten über diesen sensationellen Charteinstieg verdaut, schon kommt die nächste Terrordrohung aus dem Hause "Al Massiva". So möchte Massiv am 01.08.2007 auf den Strassen Berlins einer ihm unbekannten Person den Track "Ghettolied 2" via Bluetooth zukommen lassen. Er hegt die Hoffnung, dass sich dieser Track wie der erste Teil dieser Katastrophe wie ein Virus verbreitet. Ich rufe Sie dazu auf, falls Sie der Auserwählte sein sollten, dem der Track zugeschickt wird, diesen Track sofort zu löschen, so dass er keinen Schaden mehr anrichten kann. Nicht dass noch ein am Hungertuch nagendes Label erneut 250 000 Euro in den Sand setzt. Liste MASSIV gefloppter Rapper: Irie-D, Massiv .... to be continued

Richtigstellung: Neue B-Tight Single

Es ist passiert: auch Götter machen Fehler!

Anders als in der aktuellen Groove Attack-Werbung und daraufhin in diesem Blog zu vernehmen war, wird nicht "Bobby Dick" die zweite Auskopplung aus dem Album "Neger Neger" werden, sondern vielmehr der um Längen bessere Track "Der Coolste". Neben der Album-Version werden zwei Remixe, sowie drei exklusive Tracks zum Lieferumfang gehören. Die Veröffentlichung ist zeitgleich mit der Ghetto Edition des Albums "Neger Neger" auf den 17.08.2007 angesetzt.
Diesmal stammt die Information von der offiziellen Homepage des Labels Aggro Berlin, so dass eine Fehlinformation ausgeschlossen werden kann.

Ich bitte um Verständnis für diesen kleinen Faux-Pas.

Herr Merkt Essentials: Common

Was macht der gute Blogger, wenn einem die Nachrichten und kreativen Ideen ausgehen?
Wenn Sie sich für die Beantwortung dieser Frage interessieren, dann wenden Sie sich bitte an Courtmasta, ansonsten können Sie gerne hier bleiben und verfolgen, wie ich versuche, das allseits bekannte und von Journalisten gefürchtete Mitte-Juli-Loch zu füllen.

Ich führe eine neue Rubrik ein, die ich in Zukunft je nach Lust und Laune fortführen werde.
Die Rubrik hört auf den Namen "Herr Merkt Essentials" und wird sich für Sie mit den in meinen Augen fünf wichtigsten bzw. herausragendsten Werken eines bestimmten Künstlers, der jeweils dem Titel zu entnehmen sein wird, beschäftigen.
Um nicht den Eindruck entstehen zu lassen, dies sei ein reiner Deutschrap-Blog, wird dem Künstler Common die Ehre zuteil, als erster Gegenstand dieser Rubrik zu sein.

- I used to love h.e.r.: Zeitlose Ode an Hip Hop, sowie Blaupause für etliche weitere Liebeserklärungen an Hip Hop.

- The sixth sense: Common auf einem sensationellen Premier-Beat und mit einem herausragenden Bilal an der Hook. Damals war die Hip Hop-Welt noch in Ordnung.

- I got a right ta: Ein viel geschmähter Track, in meinen Augen jedoch immer noch einer der wichtigsten Party-Tracks aus seiner Zeit. Mit einer großartigen Produktion der Neptunes.

- The corner: Anstelle dieses Tracks könnte hier auch das gesamte Album "Be" stehen. Ganz großes Kino.

- The game: Was kann bei einem Beat von Kanye West und DJ Premier an den Scratches schon groß schiefgehen? Gar nichts? Richtig! Unglaublicher Genickbruch-Beat, macht Hunger auf das neue Album "Finding forever".

Das war es auch schon mit dieser Ausgabe von "Herr Merkt Essentials". Mit der Hoffnung, dass Sie sich nicht zu Tode gelangweilt haben, möchte ich Sie nun in den Tag entlassen.

Marteria: Neues Album und Auftritt beim Bundesvision Song Contest

Wie aus der aktuellen Juice hervorgeht, wird demnächst das neue Album von Marsimotos Alter Ego Marteria erscheinen.
Das Werk hört auf den Titel "Base Ventura" und enthält unter anderem Features von Mädness, Gabreal, King Orgasmus One und Godsilla.
Als Release-Date wird momentan der 24.08.2007 angepeilt. Ein Snippet zum Anhören und weitere Informationen über den Künstler gibt es hier.

Des Weiteren stehen die Chancen gut, dass Marteria mit dem Titel "Keine isst" beim nächsten Bundesvision Song Contest antreten wird. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als für dieses Unterfangen viel Erfolg zu wünschen.

Neue B-Tight Single steht fest

Das Geheimnis um den Titel der zweiten Single vom Album "Neger Neger" ist gelüftet. Die zweite Auskopplung hört auf den Titel "Bobby Dick" und war auch schon auf der Single "Ich bins" zu hören. Die Single erscheint am 17.08.2007 zeitglich mit der Ghetto Edition des Albums und featured halb Berlin. Neben dem Titeltrack werden drei exklusive Tracks, sowie Instrumental und Video auf dem Silberling enthalten sein. In meinen Augen ist diese Auskopplung ein Fehlgriff, da das Album einige bessere Tracks bietet. Es ist zwar lobenswert, dass B-Tight den Berliner Untergrund unterstützen möchte, aber mit dieser Entscheidung tut er weder sich noch dem Berliner Untergrund einen Gefallen.

Der wahre Geist von HipHop II

Ein weiterer elementarer Bestandteil von Hip Hop war der Aufstand (Grüße an Mile) und die Rebellion gegen gesellschaftliche Mißstände. Da diese Tugend dem aktuellen, in den Medien propagierten HipHop etwas abhanden kam, möchte ich sie Ihnen mit dem folgenden Video wieder in das Gedächtnis rufen. Ich möchte jedoch betonen, dass ich in keinster Weise zur Zerstörung von fremdem Eigentum aufrufe und Sie dazu aufrufe, Aufstand in gemäßigteren Formen auszuüben.
Schreiben Sie zum Beispiel einen Song.

Der wahre Geist von HipHop

Verehrte Leserinnen und Leser, der Geist der HipHop-Kultur war es seither, nicht nur zu konsumieren, sondern auch etwas eigenes zu erschaffen, wobei damit nicht gemeint ist, selbst Leute abzuziehen und ungestrecktes Kokain zu verticken, nachdem man das neue Massiv Album konsumiert hat. Ganz in diesem Geiste möchte ich Ihnen zwei Videos meiner Großmutter im Geiste vorstellen, welche Ihnen die Kunst des Mash-Ups und des individuellen Gestaltens von Turnschuhen näher bringen möchten. Mash-Up Turnschuhe Ich wünsche Ihnen viel Spass beim selbst ausprobieren und lade Sie dazu ein, Ihre Ergebnisse in Bild und Ton festzuhalten und auf eine entsprechende Video-Plattform zu stellen.

Mixery Raw Deluxe Splash Special ( Teil 1)

Verehrte Leserinnen und Leser,
ohne viele Worte zu verlieren möchte ich Sie auf die neue Ausgabe der von uns allen so geschätzten Online-Produktion hinweisen.
Diese Woche gibt es den ersten Teil des angekündigten Splash Specials mit Auftritten von Redman, Talib Kweli, Snoop Dogg und Dendemann zu bewundern.

Ich verbleibe mit dem Wunsch, dass nächste Woche der Auftritt von Olli Banjo gesendet wird, da ich mit großer Spannung auf die Umsetzung des Sparring-Konzeptes auf der Bühne warte.

Nachdem doch mehr Worte aus mir herausflossen als ursprünglich geplant war, wünsche ich Ihnen nun viel Vergnügen mit der Show.

Massiv - Blut gegen Blut Re-Release (Verriss)

Nach Tagen der Schreckensstarre, Verzweiflung und Selbstvorwürfen über den Kauf dieses Albums aus rein investigativen Gründen kann ich mich nun dazu durchringen, eine Review über das Album zu schreiben, wo deutschen Rap wegradiert. Bereits das Cover-Artwork ist enttäuschend, da hier der so viel gelobte tighte Overshoulder-Blick fehlt, der die Käufer wie das Licht die Maden zum Plattendealer ihres Vertrauens gelockt hätte, sofern die Ausgaben für ungestrecktes Kokain (siehe "Ghettolied") überhaupt finanziellen Spielraum für dieses Album lassen. Man muss dem Album zugute halten, dass es für so ziemlich jede Lebensituation eines durchschnittlichen Sozialfalles einen passenden Track bereithält. So untermalt "Ghettolied" den täglichen Kampf im Ghetto, während "All Massiva (Gangstalied)" mit fast identischem Refrain die Gangster auf ihren tagtäglichen Raubzügen begleitet. Jedoch habe ich schon nicht die Hysterie um das "Ghettolied" verstanden, weshalb mich "Al Massiva" auch kalt lässt. Und ehrlich gesagt, wen außer die Anbieter der entsprechenden Produkte interessiert es wirklich, dass im Ghetto jeder Dritte eine Waage besitzt (Achtung Klischee: "Jede Frau besitzt eine Waage!") und jeder Lotto spielt. Auf "Wir sind in der Überzahl" wird dann Raptile auf dem Splash verprügelt und Töchter gefickt. Mal was neues, war doch in letzter Zeit in HipHop-Kreisen eine Affinität zu weiblichen Erziehungsberechtigten festzustellen. Jedoch soll hier keineswegs der Eindruck entstehen, dass Massiv mit dieser Platte Abwechslung in das deutsche HipHop-Spiel bringt, vielmehr wirkt da ständige Herunterbeten des gleichen Themenrepertoires - Araber, Ghetto, Gangsta, Kampf, Blut, Ficken, Muskeln, ungestrecktes Kokain - auf Dauer sehr ermüdend. Kombiniert mit einer vorher niemals dagewesenen desaströsen grammatikalischen Aufarbeitung und flankiert von keinerlei Talent (mal vom Overshoulder-Blick abgesehen) entstand hier ein Gemisch, das wahre HipHop-Freunde für Wochen verstören wird. Auch verstehe ich nicht, wie man bei Massiv bei der Ambivalenz, die sich durch das gesamte Album zieht, von einem schlüssigen Gesamtprodukt reden kann. Einmal ist er gläubiger Moslem, im anderen Atemzug wird mit Drogen gedealt und Erziehungsberechtigte bzw. Nachkommen gefickt. Es wird vor Alkohol gewarnt, jedoch mit ungestrecktem Kokain gedealt. In einem Track wurde er gut, im nächsten Track dann wieder schlecht erzogen. Nicht sehr glaubwürdig, wenn Sie mich fragen. Da es jedoch nicht mein Stil ist, nur die negativen Seiten zu erwähnen, möchte ich lobend die Gastbeiträge von B-Tight und sido, sowie den Beat für "Wenn der Mond in mein Ghetto kracht" loben. Leider trifft hier der geflügelte Ausdruck "den Beat killen" vollkommen zu, wenn auch leider im negativen Sinne. Wenn man sich nur mal vorstellt, was Olli Banjo oder auch sido aus diesem Beat gemacht hätten, treibt das sicher nicht nur Berlin Tränen in die Augen. "Berlin weint!" "Deutschland weint!" "Hip Hop weint!" Wertung: 0,5/6

Herr Merkt bewertet: Rapper im Test

Verehrte Leser, ich habe mir einmal die Mühe gemacht und verschiedene Rapper in verschiedenen Bereichen (S = Stimme; E = Entertainmentfaktor; F = Flow; K = Kreativität; P = Punchlines; V = Vielseitigkeit; I = Inhalt; C = Charisma; Q = Qualität des Gesamtoutputs) mit Punkten zwischen 1 (unterirdisch) und 10 (großartig) bewertet. Die Summe dieser Einzelwerte ergibt den Gesamtwert G. Ich möchte Sie herzlich dazu einladen, über meine Bewertungen zu diskutieren und Ihre Meinungen kundzutun. Bitte bedenken Sie, dass der Musikgeschmack eine subjektive Angelegenheit ist, weshalb ich Sie bitten möchte, von persönlichen Beleidigungen gegen mich abzusehen. Ansonsten sehe ich mich eventuell genötigt, zurückzudissen!
S E F K P V I C Q G
Olli Banjo 9 9 10 10 9 10 10 9 10 86
Snaga & Pillath 10 10 9 10 10 9 9 7 10 84
Franky Kubrick 9 9 10 9 8 10 9 8 9 81
Megaloh 10 9 10 9 9 7 8 8 9 79
Beginner 9 9 9 10 7 8 8 9 10 79
F.R. 7 9 10 9 8 10 10 7 8 78
Azad 10 8 9 8 8 9 9 8 9 78
Sido 9 10 8 9 7 9 8 10 8 78
Max Herre 9 9 9 8 5 9 9 10 9 77
Samy Deluxe 9 8 10 9 8 8 7 10 8 77
Manuellsen 8 9 9 9 9 8 8 9 8 77
Dendemann 9 8 8 10 8 8 8 9 9 77
Curse 8 8 9 8 7 8 10 9 9 76
Mike Crush 8 8 8 10 8 9 9 7 8 75
Kool Savas 9 9 10 8 10 5 6 10 8 75
Prinz Pi 8 8 8 9 8 9 9 7 9 75
K.I.Z. 8 10 9 10 10 6 4 8 10 75
Maeckes & Plan B 8 10 9 10 7 8 7 8 7 74
Ali As 9 10 9 10 10 6 6 7 7 74
Favorite 8 9 9 9 8 8 7 7 9 74
Torch 9 8 6 8 5 8 10 10 9 73
Separate 8 9 9 8 7 8 8 6 8 71
Sentino 8 9 10 8 8 7 7 7 7 71
Jonesmann 8 7 9 8 6 9 8 8 7 70
Moses Pelham 9 7 8 7 7 9 8 8 7 70
Sprachtot 9 8 8 8 9 7 7 6 8 70
Afrob 9 8 8 8 7 7 7 8 8 70
Mnemonic 7 8 8 9 6 8 10 5 8 69
Harris 9 10 7 8 7 6 6 9 7 69
Ercandize 7 8 8 8 8 9 8 5 8 69
Toni L 7 8 9 8 5 8 8 7 8 68
Chakuza 8 8 7 8 8 8 8 4 8 67
Jeyz 8 7 9 7 8 8 8 5 7 67
B-Tight 7 9 7 7 8 7 6 8 7 66
Alpa Gun 6 8 7 7 7 9 9 5 8 66
Blumentopf 7 7 6 8 5 8 9 6 9 65
Kodimey 8 7 8 7 5 8 8 6 7 64
Pal One 8 6 7 7 7 7 9 5 8 64
Pyranja 8 8 7 8 6 8 7 6 6 64
Kollegah 7 9 8 8 10 6 4 4 7 63
Illo 7 7 8 6 7 7 7 6 8 63
Die Firma 7 6 7 8 6 8 8 6 7 63
Das Bo 6 9 6 7 6 7 6 8 5 60
Eko Fresh 6 8 9 8 8 4 4 6 5 58
Bushido 9 7 4 4 6 8 7 9 4 58
Illmatic 8 8 7 8 8 4 2 6 6 57
Massive Töne 6 5 7 6 6 7 7 6 6 56
Fler 6 5 6 6 7 7 6 5 5 53
Dean Dawson 5 6 5 5 6 6 6 4 4 47
Saad 4 5 3 4 6 7 8 3 6 46
Bass Sultan Hengzt 5 7 6 5 5 4 4 5 4 45
Massiv 8 3 2 1 3 5 4 2 4 32
MOK 2 1 1 1 1 2 2 1 1 12
Die Idee hinter dieser Liste: Jeder hat ein Bild davon, was einen guten Rapper ausmacht und mit diesem Idealbild kann man jeden einzelnen Rapper vergleichen. Wer dann das bessere Gesamtpaket liefert, der liegt in meiner subjektiven Rangreihe einfach weiter vorne, unabhängig ob Studentenrapper oder Gangbanger.