Herr Merkt über Gewalt im deutschen HipHop

"Patrice soll sich ficken!" Diese prägnante Aussage stellt die Antwort Bushidos auf den von MTVJ Patrice vorgeschlagenen Friedensgipfel mit Bushido und Fler dar, nachdem letzterer bereits zugesagt hatte. Dabei war ich bis heute der Überzeugung, Bushido sei tatsächlich ein Mensch, mit dem vernünftige Diskussionen geführt werden können, wie dieser auch in TV-Diskussionen, in denen er knietief im Darmausgang des jeweiligen Gastgebers steckt, immer wieder beteuert. Mit dieser Aussage beweist Bushido jedoch, dass ihm nichts an einer Deeskalation des rauher werdenden Klimas in der deutschen HipHop-Szene liegt. Meine Besorgnis nährt sich zudem durch verkappte Gewaltandrohungen seitens Bushidos gegen die Künstler Aggro Berlins in der aktuellen Backspin. "Herr Merkt spricht über HipHop" bedauert, dass sich der klassische Wettkampf-Gedanke im HipHop immer mehr auf Anzahl und Zerstörungswut der Freunde (nicht Bodyguards!) beschränkt und nicht in rein verbaler Form über die Bühne geht, wie es die grundlegende Intention dieser pubertierenden Jugendkultur ist. Diesen Beitrag möchte ich nicht als Plädoyer gegen Gangster-Rap per se verstanden wissen, da auch ich mich über den ein oder anderen Vertreter von Rap dieser Machart prächtig amüsieren kann. Vielmehr möchte ich dafür plädieren, dass Gewalt auf der Platte bleibt und nicht auf das reale Leben transferiert wird. Deutschland möchte keinen HipHop-Toten! Deutschland möchte keinen eigenen 2Pac, was auch der Flop des aktuellen Eko-Albums beweist. Aus diesem Grunde möchte ich zum Boykott sämtlicher Künstler aufrufen, die durch dubiose Anspielungen den Eindruck erwecken, ihre Konkurrenz physikalisch beeinträchtigen zu wollen oder gar die körperliche Harmonie eines Konkurrenten beeinträchtigt zu haben. Aufgrund der Größe der Egos einiger der Protagonisten in diesem Spiel, sind schwindende Plattenverkäufe der entsprechenden Künstler die einzige Möglichkeit, um den Trend hin zur körperlichen Gewalt zu stoppen. Geben Sie körperlicher Gewalt keine Chance! Machen Sie den Unterschied!

Mädness - Unikat (Review)

Bei Mädness handelt es sich nicht um Ihren regulären Verbrecher, der durch die Ghettos seiner Großstadt geprägt über Drogen und Gewalt rappen muss. Mädness entstammt einem kleinen beschaulichen Städtchen in der Nähe von Darmstadt. Diesen ruralen Einfluss hört man jeder Pore des Albums an. Hier hat man den Grill nicht im Mund, sondern im Garten ("Steh auf"). Mit seinen Raps deckt Mädness ein breites Themen-Spektrum. Neben gelungen Vorstellern wie "Unikat" oder "Für dich" gesellen sich selbstbewusste Abgrenzungen zum inhaltlichen Kanon der übrigen HipHop-Szene, was in der Forderung nach einem "Szenewechsel" kulminiert. Ob der "Wendepunkt" in Form des gleichnamigen Tracks an der Seite von Patrick mit Absicht bereits erreicht wurde, wage ich zu bezweifeln, allerdings sind die Ansätze mehr als vielversprechend. Neben Patrick mit Absicht greifen unter anderem der großartige Marteria, Gabreal und Baggefudda unter die Arme, wobei vor allem Marterias ausgefeilter Beitrag auf "Anderstatement" Erwähnung verdient. Weitere Perlen, die nicht unter den Tisch fallen sollten, sind die "Ortsgespräch"-Fortsetzung "Kleinstadtgespräch", in dem der ehemalige Kicker seiner Herkunft huldigt, die Alkohol-Hymne "Konterschoppe" und der große Storyteller "Einer muss bezahlen". Generell sind jedoch alle Tracks gut genießbar. Unter einem bestimmten Label klassifizierbare Frauen kommen auf den Tracks "Prinzessin" und "Sie weiß nicht, was es heißt" nicht allzu gut weg, allerdings schafft es Mädness die Tracks derart zu entschärfen, dass sich nicht alle Frauen angesprochen fühlen müssen, sofern ich dies als Outgroup beurteilen kann. Das durchweg gut durchhörbare Album schließt mit einem hervorragenden Outro, das mich zum Betätigen der "Wiederholung"-Taste anregen kann. Mädness liefert damit ein sehr gutes Debüt-Album ab, welchem bis dato leider viel zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Machen Sie den Unterschied! Wertung: 5/6

Ek tritt back

Es scheint ein neuer Trend bei ersguterjunge zu sein, dass die Künstler nach ihrem jeweils aktuellen Album Rücktritte ankündigen oder zumindest Gerüchte streuen. Nachdem Labelboss Bushido bereits zwei Mal zurücktrat, darf nun auch Eko Fresh aka Eko Freezy aka Eko aka L.O.V.E. Eko aka Ekaveli aka Elektro Eko aka German Dream nachziehen und nach dem grandios gefloppten 2Pac-Plagiat "Ekaveli" seinen Rückzug aus dem Rapspiel ankündigen. "Herr Merkt spricht über HipHop" möchte sein tiefstes Bedauern über das durchaus vorhandene, allerdings verschwendete Talent eines Rappers ausdrücken, der sich mit "Jetzt kommen wir auf die Sachen" beeindruckend im Spiel anmeldete, sich danach jedoch auf eine beispiellose Talfahrt - mit Lichtblick "Abrechnung" - begab, um nach dem dritten bestenfalls durchschnittlichen Album frustriert abzutreten.

Vernünftige Newcomer

Die Female-Rap-Crew Jeneez scheint zu wissen, wie man sich in der HipHop-Szene 2k7/2k8 einen Namen machen kann. Trotz "RTL- und Rap City Berlin-Fame" stellen die Damen aus der Hauptstadt dieser Tage auf ihrer Homepage eine kostenlose EP und ein Mixtape zum Download bereit, so dass sich der interessierte Hörer einen Einblick in das Schaffen der Ladies verschaffen kann. In der heutigen Zeit ist dies sicherlich ein sinnvollerer Schachzug, als von seinem hart erhustleten Geld 100 CDs pressen zu lassen, diese dann für 7 Euro das Stück verkaufen zu wollen, 10 davon an gute Homies zu verschenken, weitere 5 an nicht ganz so gute Homies zu verkaufen und nach gut einem halben Jahr vergeblicher Werbung auf MySpace und in sämtlichen HipHop-Foren des Landes die Restauflage von 85 Exemplaren entnervt dem Mülleimer zu überführen.

Jahresrückblick 2007: erweiterter Horizont (inklusive Video-Links)

Verehrte Leserschaft, seien Sie unbesorgt! Selbstverständlich werde ich in meinem wunderbaren Blog weiterhin den Fokus auf Musik urbaner Machart legen. Dennoch brachte das Jahr 2007 einige Perlen abseits der eng umschriebenen Rap-Szene hervor, die es durchaus Wert sind, lobend erwähnt zu werden. In gewohnt kompetenter Manier präsentiere ich Ihnen die dreißig Lieder, die mich in diesem Jahr außerhalb der Rap-Landschaft am meisten begeistern konnten. 30. Die Ärzte - Junge: Typischer Ärzte Track! Darf man als halbwegs intellektueller Mit-Zwanziger nicht schlecht finden! Video 29. Wir sind Helden - Endlich ein Grund zur Panik: Typischer Helden Track! Darf man als halbwegs intellektueller Mit-Zwanziger nicht schlecht finden! Video 28. Shaggy - Church heathen: Ein wahrlich großartiger Dancehall-Track. Hypnotische Hook! Video 27. Duran Duran feat. Timbaland - Falling down: Das musikalisch gelungene Comeback der "New Wave"-Band ging leider unter,obwohl der allmächtige Timbaland seine Finger mit im Spiel hatte. Video 26. Culcha Candela - Hamma: Numma Eyns! Hamma. Video 25. Justin Timberlake - Love stoned: Nach der Rehabilitation mit "Justified" erteile ich Justin für "Futuresex/Lovesounds" die Absolution. Nächste Ebene Scheisse! Video 24. Monrose - Hot summer: Da mich der Großteil meiner Leser sowieso scheiße findet, scheue ich nicht davor zurück, diesen Track in diese Liste aufzunehmen. Heiß. Video 23. Rihanna feat. Jay-z - Umbrella: Mit Rihanna würden sich sicherlich viele gerne einen Regenschirm teilen. Alleine das Video rechtfertigt die Nennung. Video 22. Beyonce feat. Ghostface - Irreplacable Remix: Beyonce liefert eine der beeindruckendsten Balladen des Jahres. Ghostface veredelt einen bereits großartigen Track mit wunderbar passenden Zeilen. Video 21. Max Mutzke - Mein Automobil: Ich liebe diesen Song! Video 20. Ciara - Like a boy: Ciaras Abrechnung mit rücksichtslosen Männern. Ich schlage mich auf Ihre Seite, verehrte Damen. Video 19. Die fantastischen Vier - Einfach sein: Es könnte doch alles so einfach sein. Fanta 4 go Pop. Und das ist gut so. Kein (Mensch-Sapiens). Video 18. Alicia Keys - No one: Keine singt so schön wie Alicia. Video 17. Jan Delay & Udo Lindenberg - Im Arsch: Alles ist im Arsch! Auch außerhalb der Gay-Szene ein Riesenhit. Video 16. Justin Timberlake feat T.I. - My love: Justin, die Zweite. Mit T.I. als Gast-Spucker kann man wenig falsch machen. Video 15. Nelly Furtado - Do it: Ich habe aufgehört, die Anzahl der ausgekoppelten Singles und Versionen des großartigen Albums "Loose" mitzuzählen. Prädikat: besonders wertvoll! Video 14. Amy Winehouse feat. Jay-z - Rehab Remix: Autobiographische Scheiße! Video 13. Jan Delay - Feuer: "Mercedes Dance" ist nicht gefloppt. Deutschland ist trotzdem cool. Der Eizi macht das schon "Klar". Video 12. Amerie - Take control: Irgendwie mag ich Amerie schon seit ihren frühen Auftritten auf Alben von Nas und Royce da 5'9. So langsam klappt es dann auch mit dem Mainstream. Video 11. Mario feat. Rhymefest - How do I breathe Remix: Gutes Gerüst, veredelt durch den unbeischlafbaren Rhymefest. Klassiker! Video 10. Ich & Ich - Stark: Der Adel hat eine bewegte Karriere hinter sich. Ende der 90er begann seine Karriere bei der Eurorap-Boygroup "The Boyz", bevor er nach dem Millenium an der Seite von Annette Humpe einen Neuanfang wagte. Sowas wie der deutsche Justin in weniger experimentell. Stark! Video 9. Christina Aguilera - Candyman: Frau Aguilera in Hochform. Darf man gut finden. Video 8. Amy Winehouse feat. Ghostface - You know I'm no good: Autobiographische Scheiße! Video 7. Nelly Furtado - Say it right: Was Timbaland in 2k7 produzierte geht auf keine Kuhhaut. Stärkster Track von "Loose". Video 6. Pink - Dear Mr. President: Was wurde eigentlich aus Pink? Massenvernichtungswaffen im Keller? Video 5. Jan Delay - Türlich türlich: Das Bo meets Cameo in Jan Delay. Sensationell! Video 4. Timbaland feat. Keri Hilson & D.O.E. - The way I are: Musik für ausgelassene Tanzabende. Video 3. Mark Ronson feat. Daniel Merriweather - Stop me: Der Song hört sich zwar sehr vertraut an, allerdings sehe ich keinen Grund aufzuhören. Weitermachen! Video 2. Musiq Soulchild feat. Young Buck & T.I. - Buddy Remix: Scheiße ist der Song gut! Young Buck & T.I. setzen dem Kunstwerk die Krone auf. Klassisches Material! Video 1. Ich & Ich - Vom selben Stern: Allstar-Video. Großartiger Track. Video

Jahresrückblick 2007: International (inklusive Video-Links)

Verehrte Leserinnen und Leser, nachdem ich die deutsche HipHop-Szene bereits in meiner Auflistung der herausragendsten deutschen Rap-Alben des Jahres 2007 abhandelte, ist nun die internationale HipHop-Szene an der Reihe. Da ich keine repräsentative Stichprobe internationaler HipHop-Platten aus dem Jahre 2007 besitze, beschränke ich mich bei dem Rückblick auf die zwanzig Tracks, die mich in diesem Jahr besonders überzeugen konnten. 20. Freeway feat. Jay-z - Roc-A-Fella Billionaires: Verrücktes Sample, starke Raps. Manche könnten diesen Track anstrengend finden, aber ich kann gut damit umgehen. 19. Rich Boy feat. Alle - Throw some D's Remix: Auf diesem Remix der Sommer-Hymne wird so ziemlich alles gefeatured, was nicht bei Drei auf den Bäumen war. Schön, dass viele Köche doch nicht immer den Brei verderben. Video 18. Rick Ross feat. Clipse - B.L.O.W.: Rick Ross kann tatsächlich rappen. Das zeigt er auf diesem frühen Werk, welches in dieser Spielzeit von Ricks altem Label an den Mann gebracht wurde. 17. Drama feat. Alle - Takin' pictures: DJ Drama kennt sich wohl bestens damit aus, wie es sich anfühlt, wenn Bundesbeamte durch die eigenen vier Wände marschieren und Fotos schießen. Real shit! 16. Lupe Fiasco - Dumb it down: Muss Lupe wirklich simpler werden, um von der breiten Masse anerkannt zu werden? Diese Frage hinreichend zu beantworten, würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Video 15. Wu-tang Clan - The heart gently weeps: Interessante Stories und das gute Gefühl, dass der Vlan zurück ist, machen diesen Track zu einer Perle. 14. Nas - Surviving the times: Perfekter Karriererückblick vom grandios gefloppten "Greatest Hits"-Album. Video 13. Devin the Dude feat Andre 3000 & Snoop Dogg - What a job: Das Leben eines Rap-Stars ist hart, nicht zuletzt wegen der üblen Downloader. Ein Wunder, dass sich die Protagonisten zu einer derart entspannten Hymne hinreißen lassen konnten. 12. Swizz Beatz feat. Alle - It's me bitches Remix: Einer der Beats des Jahres und ein Allstar-Aufgebot, welches sich die Klinke in die Hand gibt machen diesen Track zu einem rundum gelungenen Hörerlebnis. Video 11. Common - The people: Common muss als Kind den "Soul" mit dem Löffel verspeist haben. Wunderbarer Track von "Finding forever". Video 10. Phat Kat & Elzhi - Cold steel: Brett! Ganz einfach. Video 9. Chamillionaire feat Bun B - Pimp mode: Der offizielle "Ridin'"-Nachfolger mit Sing-Aling-Hook. 8. Twista - The come up: Twista in gaaaaaaanz langsam. Stärkster Twista-Track den ich kenne. Periode! 7. E.M.C. - What does it stand for?: "Experts Making Classics"? "Every minute counts"? Masta Ace, Punchline, Wordsworth und Strick in Topform. Die brennendere Frage wäre: Wann kommt das Album? Video 6. Jay-z feat. Beanie Sigel - Ignorant shit: Bei dem Beat kann man eigentlich nichts mehr falsch machen. Man addiere Jay-z und erhalte einen Song mit Classic-Potential. 5. Saigon & Swizz Beatz - Come on baby: Schönes Sample & ein über alle Zweifel erhabener Rapper = großes Tennis Video 4. 50 Cent feat. Justin Timberlake & Timbaland - Ayo technology: Bei diesem Track werde ich schwächer als das zugehörige Album. Einfach wundervoll! Video 3. T.I. - Big shit poppin': "Big shit" eben. Dumme Sache mit den Maschinengewehren. Video 2. Kanye West - Can't tell me nothing: Dem Kanye kann keiner was erzählen. Unglaublich atmosphärischer Track. R.I.P. Mrs. West Video 1. Common - The game: Eindeutig der überzeugendste Track des Jahres. Kanye am Beat, DJ Premier an den Cuts und Common in der Booth sind in dieser Zusammensetzung kaum zu schlagen. Video

Schlaflose Nächte

Verehrte Leserinnen und Leser, ich bin mir sehr wohl der Tatsache bewusst, dass ich mit meinem anspruchsvollen Blog nicht nur Fans, sondern auch sehr viele Personen anziehe, die mir nicht wohl gesonnen sind. Da in den kommenden Wochen die Juice-Awards anstehen, hält mich nun schon seit mehreren Nächten die Sorge wach, dass diese Personen meinen Blog für die Kategorie "Peinlichkeit des Jahres" nominieren könnten. Da eine derartige Erwähnung die Kredibilität dieses Blogs untergraben könnte, möchte ich Sie inständig darum bitten, von einer Nominierung meines Blogs als "Peinlichkeit des Jahres" abzusehen. Ihr Herr Merkt EDIT: Natürlich ist es einfach, Sie darum zu bitten, nicht mich zu nominieren. Nach eingehender Überlegung ist es jedoch nicht befriedigend, Sie ohne Alternativen zu lassen. Daher mache ich Ihnen einige Vorschläge für die Kategorie "Peinlichkeit des Jahres": - Ekos Metamorphose zu 2Pac - feige (Messer-)Angriffe auf HipHop-Stars - "Mama, ich möchte nach Berlin ziehen und werde Gangsterrapper!" - Haten, anstatt es selbst besser zu machen.

Jahresrückblick 2007: Deutschrap-Alben (inklusive Download-Links)

Verehrte Leserinnen und Leser, es ist einmal wieder so weit und ein Jahr nähert sich großen Schrittes seinem Ende. Grund genug, einen Rückblick auf das verstrichene Jahr zu wagen und die zehn herausragendsten Arbeiten deutscher Rapsänger entsprechend zu würdigen. Selbstverständlich ist diese Liste von meinen subjektiven Qualitäts-Standards an die Rapmusik geprägt, so dass einige Leser ihre Lieblinge Massiv, Kollegah und Bushido nicht in den Top 10 des Jahres 2007
finden werden. Genug der einführenden Worte, lasset uns zur Tat schreiten!  

10. Pimpulsiv - Hoetry: Pimpulsiv bringen Bielefeld auf die Karte? Nicht wirklich, da das Album leider ziemlich unterging. Trotzdem großes Tennis. Anspieltipp: "23"
9. Marteria - Base Ventura: Ein Album als unfassbares Gesamtkunstwerk. Marteria aka Marsimoto liefert auch mit seiner zweiten Veröffentlichung ein Werk, welches mit jedem Durchgang wächst und neue Facetten offenbart. Anspieltipp: "Einer von euch"
8. Mach One & Darn - Freakshow: "Von der Klapse auf die Platte und zurück." So oder so ähnlich könnte das Motto dieses Longplayers lauten, der mehrere Hymnen für den heißen Spätsommer beherbergte. Freakshow eben. Anspieltipp: "Jumpen" mit Favorite
7. Snaga & Pillath - Aus Liebe zum Spiel: Der erfolgreiche Sprung vom siedend heißen Mixtape-Artist hin zum anerkannten Album Artist ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Ein mehr als solides Album ohne Ausfälle. Anspieltipp: "Einen Tag" mit Manuellsen/Braheem
6. Ercandize - Verbrannte Erde: Das langerwartete Album vom Pottessohn wusste im April zu überzeugen. Leider nicht die Massen, sondern nur einen kleinen Teil der deutschen HipHop-Szene. Anspieltipp: "Kein Grund"
5. Sera Finale - Die nächste Kugel im Lauf: Sera Finale legte mit "Die nächste Kugel im Lauf" sein vorläufiges Meisterstück vor. Spätestens nach diesem Album sollte jeder ernstzunehmende Deutschrap-Fan diesen Mann auf der Rechnung haben. Anspieltipp: "Manifest"
4. Kool Savas - Tot oder lebendig: In der Kürze liegt die Würze! Kaum ein anderer Rapper lieferte 2007 ein vergleichbares Style-Feuerwerk. Eindeutug lebendig! Anspieltipp: "Tot oder lebendig"
3. K.I.Z. - Hahnenkampf: Wohlwollende Kritiken von der Zeit, der Juice und "Herr Merkt spricht über HipHop". Und als wäre das noch nicht genug, ein Charteinstieg auf Platz 9 der deutschen Media Control Albumcharts. Blickt man über all diese Erfolge hinweg, bleibt eines der unterhaltsamsten Alben des Jahres und wahrscheinlich auch der Deutschrap-Geschichte. Anspieltipp: "Hahnenkampf"
2. Maeckes & Plan B - Als wären wir Freunde: Stuttgart ist zurück. Zumindest für jene, die das Handwerk von Maeckes & Plan B zu schätzen wissen. Großartige Songkonzepte treffen bei perfekter Umsetzung auf einen unglaublichen Wortwitz. Anspieltipp: "Go!"
1. Olli Banjo - Lifeshow: Drittes Album, drittes Meisterwerk. Auf "Lifeshow" ist für jeden etwas dabei. Representer, verrückte Stories, Nachdenkliches! Anspieltipp: "Black boys"

Um die im Titel erwähnten Download-Links zu erhalten, klicken Sie bitte auf diesen Link. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Konsum der verlinkten Alben. Ihr Herr Merkt

Seo - Bemerkenswert (Review)

Das Örtchen Winsen Luhe in Niedersachsen ist wohl den wenigsten HipHop-Köpfen in der Bildungswüste Deutschland ein Begriff. Der Nachwuchs-Rapper Seo schickt sich nun an, diesen Umstand zu ändern und Winsen Luhe auf die HipHop-Karte zu setzen. So wird die lange Zeit vermisste "Inspiration" berappt, nachgedacht, das Dorfleben berappt, bessere Tage ersehnt und mit dem Wochenende gefunden. Dabei verzichtet Seo weitgehend auf die genreüblichen Klischees und wandert abseits von bereits zu oft beschrittenen Pfaden. Allerdings stellt auch diese Formel keine Garantie für ein rundum gelungenes Album dar, vor allem wenn der Künstler ebenfalls auf genreübliche Notwendigkeiten wie ausgefeilte Flows und Wortspiele, abwechslungsreiche Beats und überraschende Songkonzepte verzichtet. So geraten selbst Tracks wie "Crazyness" oder "Wochenende" einschläfernder als eine Kindergarten-Theatergruppe-Vorstellung im Seniorenzentrum. Der einzige Track, der aus der trägen Masse hervorsticht, ohne jedoch wirklich zu überzeugen ist "Und dann". Mehr wachhaltende Elemente hätten definitiv nicht geschadet. Für einige mag das "Chill-Mucke" sein, für mich verdient es lediglich das Prädikat "langweilig". Im zarten Alter von 16 Jahren hat der gute Junge aber auch noch genügend Zeit, um dazu zu lernen. Vielleicht klappt es dann auch mit der "Inspiration". Bis dahin "Gute Nacht". Wertung: 0,5/6 Seo @ MySpace

Die meist antizipierten Alben 2008

Verehrte Leserinnen und Leser, nur noch 20 Mal schlafen, dann kommt das Christkind und noch 27 Mal schlafen, dann ist das für Deutschrap wunderbare Jahr 2007 vorbei. Aus diesem Anlass möchte ich Ihnen die meit antizipierten Alben 2008 vorstellen. EDIT: Aufgrund der gerechtfertigten Kritik an der Lieblosigkeit dieses Beitrages, habe ich das Geschriebene nochmals einer kleinen Überarbeitung unterzogen. Ich bitte um Verständnis für das anfänglich halbgare Produkt. Sido - Ich und meine Maske: Vor "Maske" war ich Hater, nach "Maske" war ich neutral, nach "Ich" war ich Fan, nach "Ich und meine Maske" werde ich Groupie. Hoffentlich! Herr Merkt tippt das Releasedate: April 2008 Papoose - Nacirema dream: Es gibt wohl kaum einen Artist, der vor seinem ersten offiziellen Album schon so viele veritable Untergrund-Hits zu verbuchen hat, wie dieser Papoose. Wollen wir hoffen, dass auch das Album den ein oder anderen Hit enthält. Herr Merkt tippt das Releasedate: März 2008 Fler - Fremd im eigenen Land: Kugelsicherer Jugendlicher, Weiße Wut, Fremd im eigenen Land. Drei kontroverse Titel für ein immer wieder verschobenes Album. Der erste Titel scheint seine Wirkung hinterlassen zu haben, da Angreifer schon von Schusswaffen auf Messer umgestiegen sind. Herr Merkt tippt das Releasedate: Februar 2008 Ali A$ - Geld her, ich habe eine Bombe: Nach großartigem Mixtape mit dem "Neuen Süden" und "Wie baut man eine Bombe" sind die Erwartungen an den Münchner aus dem Hause Deluxe groß. Herr Merkt tippt das Releasedate: Juli 2008 Saigon - The greatest story never told: Wollen wir nicht hoffen, dass sich der Titel erfüllt und das Album der Öffentlichkeit unzugänglich bleibt. Herr Merkt tippt das Releasedate: Januar 2008 Dynamite Deluxe - TNT: Die Legende meldet sich zurück. Samy kehrt zurück zu alten Werten, um sich weiterhin den BlingBling-Lifestyle, den er letztlich noch berappte, leisten zu können. Herr Merkt tippt das Releasedate: Januar 2008 Dr. Dre - Detox: Zum vierten Mal in Folge schafft es Detox in die Liste der meist erwarteten Alben des kommenden Jahres. Rekordverdächtig und sogleich der Treppenwitz der HipHop-Szene! Herr Merkt tippt das Releasedate: irgendwann 2010 Olli Banjo & Jonesmann - tba: Dream Team. Falls das Album jemals in den Läden steht, wird es sicherlich mit der Konkurrenz schlafen. Bis es soweit ist, kann sich der Interssierte seine Zeit mit "Sparring 3" vertreiben. Herr Merkt tippt das Releasedate: September 2008 F.R. - tba: Langsam verliert F.R. seinen Newcomer/Jungspund-Bonus. Bei seinen zunehmenden Skills ist dies jedoch nicht weiter tragisch. Album Nr. 3 ist in Arbeit und wird nächstes Jahr fallen. Herr Merkt tippt das Releasedate: Juni 2008 Lil' Wayne - The carter III: Wenn er keine verrückten Interviews gibt oder gerade nicht mit seinem Mentor knutscht, macht der Mann aus dem Süden ansprechende Musik. Man darf gespannt sein auf dieses häufig verschobene Werk. Herr Merkt tippt das Releasedate: März 2008 Curse - tba: Deutschlands Vorzeige Öko-Rapper wäre auch mal wieder dran von wegen "Album werfen". Jeder Rucksackträger blickt gespannt auf Minden. Herr Merkt tippt das Releasedate: August 2008 Prinz Pi - tba: Schon alleine aus Realness-Gründen muss man auf das zweite Album des guten Gewissens des Berliner Untergrundes warten. Anders geht es gar nicht. Herr Merkt tippt das Releasedate: Mai 2008 Manuellsen - tba: Backup von Nana, German Dream, Deluxe Records. Eine interessante Karriere, die mit dem zweiten Solo-Album nun endlich an Fahrt gewinnen soll. "Vor-bye" hat mich schonmal überzeugt. Herr Merkt tippt das Releasedate: März 2008

Ersatzbeschäftigung für Ersguterjunge-Fans

Sehr geehrte Ersguterjunge-Fans, mir kam zu Ohren, dass Sie seit kurzem nicht mehr bei "MTV TRL" oder "VIVA Get the clip" für Ihre Idole voten können. Da nun geschätzte 50% Ihrer Freizeit mit einer alternativen Beschäftigung gefüllt werden müssen, möchte ich anregen, dass Sie einfach für meinen Blog voten! Hierfür klicken Sie einfach auf die Banner, die Sie am rechten Rande meines Blogs unter der Rubrik "Toplist" finden! Sie müssen nicht einmal IP-Sperren oder sonstige Hindernisse umgehen, die sie bei "MTV TRL" daran hinderten, mehrfach pro Stunde zu voten. Und das Beste ist, dass das Ganze umsonst ist. Sie werden sich darüber freuen, endlich wieder einen Sinn in Ihrem Leben gefunden zu haben und ich werde mich darüber freuen, Ihnen geholfen zu haben. Mit freundlichen Grüßen Herr Merkt

Germany vs. Reno: Der Vergleich (Review)

Dieser Tage veröffentlichen die beiden "Alles Real"-Künstler Germany und Reno nach einigen Jahren im HipHop-Spiel ihre ersten Solo-Alben "Die Stunde der Wahrheit" und "Zu schön um wahr zu sein". "Herr Merkt spricht über HipHop" nimmt dies als Anlass für einen direkten Vergleich der beiden Alben. Die Künstler: Germany: Germany trat an der Seite von Lord Scan und Italo Reno als "Der Klan" in das Spiel. Nach der Trennung von Lord Scan veröffentlichte er mit seinem "Partner in Reim" Italo Reno unter anderem das Album "Hart aber herzlich". Reno: Als Italo Reno trat er an der Seite von Lord Scan und Germany als "Der Klan" in das Spiel. Nach der Trennung von Lord Scan veröffentlichte er mit seinem "Partner in Reim" Germany unter anderem das Album "Hart aber herzlich". Die Alben: Die Stunde der Wahrheit: Das Album von Germany erschien bereits am 16.11.2007. Nach einem furiosen Start mit drei von Claud produzierten Representern wird das Album zunehmend persönlicher, was in musikalischer Vergangenheitsbewältigung, Oden an die eigene Mutter und die so innig geliebte Musik zum Ausdruck kommt, bevor Germany am Ende nochmals einige Representer auffährt. Zu schön um wahr zu sein: Renos Album erschien am 30.11.2007. Das Album lässt sich grob in einen ersten Entertainment-Abschnitt und einen persönlichen zweiten Abschnitt unterteilen, wobei Reno bei Zweiterem klar besser wegkommt (löbliche Ausnahmen bestätigen die Regel), da er nicht über die ausgefeilte Reimtechnik verfügt, um ein reines Entertainment-Rap-Album zu tragen. Die Features: Germany: Germany verzichtet bis auf Greis und Samir an den jeweiligen Hooks auf Gäste. Eine weise Entscheidung, da dies dem Album Homogenität (Anmerkung der Redaktion: Hat nichts mit "schwul" zu tun.) verleiht. Reno: Auch Reno kommt mit wenigen Gästen, personifiziert durch Curse, Harris, Germany und Greis aus. Erfreulicherweise verzichtet auch er auf weitgehend talentfreie Rapper aus dem engeren Bekanntenkreis. Leider verzichtete er aber auch auf einen bereits eingespielten sido-Track. Die Produzenten: Germany: Claud, Sashliq, Curse, Patrick Ahrend. Reno: Phrequincy, Beathoavenz, Claud, Sashliq, Crada, Jimmy Ledrac, Roey Marquis II, DJ Rocky, Jaleel, Beatgees, Farhot, Kool DJ GQ. Die Videosingles: Germany: Der meist Unterschätzte Reno: Deutschland, Deutschland Germany zeigt sich bei der Auswahl der Single treffsicher, während Reno mit "Deutschland, Deutschland" daneben greift und einen der schwächsten Tracks des Albums pickt. Die Highlights: Germany: Welcome to Germany (feat Greis), Der meist Unterschätzte, Ich habe nichts, Es tut nicht mehr weh, Mein Herz Teil 2 (feat Samir), Over now Reno: Reno (feat Curse), Endlich froh, Ich ficke Rap, Nur für dich (feat Harris), La vie devant toi (feat Greis), Einen Tag zu leben (feat Germany), Geiseldrama, Gott sei dank Honorable Mention: Germany: Songtexte im Booklet Reno: Songtexte im Booklet Die größten Aufreger: Germany: Bruce Skits Reno: "Ying Yang"-Plagiate, "Geh auf's Ganze" geht gar nicht Die Wertungen: Germany: 4/6 Reno: 3,5/6

Sido - Weihnachtssong 2007 (Review)

Alle Jahre wieder (zumindest seit 2003) ist Sidos "Weihnachtssong" ein treuer Begleiter eines jeden HipHop-Fans während der Weihnachtszeit. Sozusagen das "Last Christmas" der deutschen HipHop-Szene. Im zweiten Jahr der Single-Verwertung ließen sich der Künstler und Aggro Berlin nicht lumpen und verpassten dem Song einen Neuanstrich ohne ihn jedoch tiefgreifend zu verändern. So gab es lediglich kleinere Beat-Modifikationen durch die Goofiesmackers und einige Zeilen (u.a. die Bushido-Line) wurden ausgetauscht. Alles in Allem kann man also wenig falsch machen, zumal es als Bonus noch einen sehr hörenswerten Remix von Peilermann & Flow gibt. Zugreifen! Wertung: 4/6

Coming Soon: Reno vs. Germany

Verehrte Leserinnen und Leser, ich war heute im Plattenladen und habe mir die beiden Alben "Zu schön um wahr zu sein" (Reno) und "Die Stunde der Wahrheit" (Germany) gekauft. Für sich alleine, wäre dies sicherlich noch keinen einzelnen Beitrag wert, allerdings möchte ich hiermit ankündigen, dass ich die kommenden Tage eine vergleichende Review der beiden Alben posten werde. Interessierte bleiben getuned! Zur Einstimmung können Sie sich schon einmal die Videos zu "Deutschland , Deutschland" (Reno) und "Der meist Unterschätzte" (Germany) zu Gemüte führen!

Kollegahs Charterfolg

Wie ich soeben in Erfahrung bringen konnte, wird der Künstler Kollegah mit seinem Meilenstein "Alphagene" am kommenden Freitag auf Platz 51 der deutschen Albumcharts einsteigen. Da das Label Selfmade Records diese Chartplatzierung feiert, gratuliert "Herr Merkt spricht über HipHop" natürlich zu diesem Erfolg. Wieder einmal sind selbstverständlich die Downloader daran Schuld, dass das Album keine Top 10-Platzierung belegte. So bitte ich Sie inständig, sich das Album auf legalem Wege zuzulegen, falls Ihnen Kollegahs Stil zusagen sollte.

Splitty One wirft kostenloses Mixtape in das weltweite Netz

Der Nachwuchs-Künstler Splitty One macht seinen Fans und jenen, die es noch werden wollen, ein ganz besonderes Geschenk in der Vorweihnachtszeit. So stellt er das bis dato lediglich käuflich erwerbbare Mixtape "Get that cash Reloaded" nun zum kostenlosen Download in die unendlichen Weiten des weltweiten Netzes. "Herr Merkt spricht über HipHop" freut sich mit all jenen, die zu geizig waren, 7 Euro in dieses großartige Werk zu investieren. Zum Download des Mixtapes gelangen Sie hier. Da viele LeserInnen gepflegt auf meine Reviews koten, werde ich Ihnen und mir in diesem Falle die Mühe ersparen und wünsche Ihnen viel Spass beim Hörgenuss.

Wunschzettel

Liebe Fans, der "Tokio Hotel"-Adventskalender ist bereits seit Wochen aufgehängt und so langsam verbreitet sich die weihnachtliche Stimmung auch bei mir. Da ich Sie seit Monaten auf höchstem Niveau unterhalte, verstehe ich es nur allzu gut, dass in Ihnen der Wunsch aufkommt, meiner Wenigkeit ein Weihnachtsgeschenk zu machen. Damit Sie sich nicht weiter mit der Ideenfindung quälen müssen, habe ich mich dazu entschlossen, eine kleine Liste mit Artikeln zu erstellen, die sich noch nicht in meinem bescheidenen Besitz befinden. - "Street Credibility" - Objektivität - Musik-Flatrate - HipHop-Bravo Jahresabo Vielen Dank im voraus. Ihr Herr Merkt

Olli Banjo - Lost tapes (Review)

Ohne jeglichen Szenehype und Werbeaufwand veröffentlichte Olli Banjo diese Tage seinen neuen Tonträger "Lost tapes", auf dem sich exklusives Material aus den Jahren 2000-2004 wiederfindet. Grundsätzlich kann man solchen Unterfangen skeptisch begegnen, da es sich bei derartigen Veröffentlichungen oftmals um Ausschussware handelt, die in harten Zeiten dann doch noch zu Geld gemacht werden soll. Von Ausschussware kann man jedoch bei der vorliegenden Veröffentlichung des Herrn Banjo nicht sprechen, da sich hinter dem Titel "Lost tapes" einige Perlen verstecken, die auch den Alben beziehungsweise dem Album aus der jeweiligen Schaffensperiode beziehungsweise "Erste Hilfe" gut zu Gesichte gestanden hätten. Da wäre zum einen der herrliche Track "LSD". Man muss nicht mehr erwähnen, dass der Song das Thema Drogen behandelt und in einer mittleren Katastrophe rund um einen Rauhaardackel endet. Weniger dramatisch, aber nicht minder unterhaltsam behandelt der inoffizielle "Scheisse und pervers"-Vorgänger "Alkohol" durchzechte Nächte, bevor Olli in "Schulzeit" sein Schulwissen auf den Punkt bringt und für einen wohl durchdachten Banküberfall einsetzt. In diese Auflistung der Highlights reiht sich auch der 2002er-Track "Krank" ein, auf dem Olli auf gewohnt ironische Art und Weise auf die Mißstände in der Gesellschaft hinweist und dabei Sozialkritik auf höchstem Niveau anbringt. In eine ähnliche Kerbe schlägt er auch mit dem biographischen "Christian", in welchem er den prototypischen Werdegang eines Jungen beschreibt, der auf die schiefe Bahn gerät und keinen Anschluss an die Gesellschaft mehr findet. Weniger sensationell, aber dennoch auf einem hohen und für einige Kollegen nicht erreichbaren Niveau fallen die Tracks "Reifezeit", "Rapflows" und "Dumm wie Brot" aus. Zusätzlich zu den acht mehr oder weniger verschollen Perlen sind auf "Lost tapes" vier Erstversionen von bereits mehr oder weniger bekannten Tracks vertreten. Dabei ist lediglich "Selbstmord" mit Kool Savas erwähnenswert, welches durch den neuen alten Beat an Klasse zugewinnt. Außerdem hat Headrush das geniale Instrumental von "Königsklasse" auf den Tonträger gepackt, wodurch auch für den letzten Skeptiker die Kaufentscheidung erleichtert werden dürfte. Alles in Allem ein in sich stimmiges Produkt, welches die außergewöhnliche Diskographie des Künstlers Olli Banjo sinnvoll ergänzt. Wertung: 4/6

Herr Merkt erklärt Kollegahs Wortspiele

Verehrte Leserinnen und Leser, sollten Sie Kollegahs unglaubliche Wortspiele überfordern, möchte ich Ihnen an dieser Stelle meine Hilfe anbieten und Ihnen die Wortspiele des Albums, die Sie nicht verstehen, erklären. Posten Sie die betreffenden Wortspiele mitsamt Kontext einfach als Kommentar zu diesem Beitrag und ich werde versuchen, Ihre Anfrage schnellstmöglich zu bearbeiten. Mit freundlichen Grüßen Herr Merkt

Achtung! Achtung!

Der Rapper Olli Banjo hat Insider-Informationen zufolge einige seiner liebsten Kassetten verloren. Der Quelle zufolge sollen diese Kassetten innerhalb der nächsten Tage beim Plattendealer Ihres Vertrauens auftauchen. Unter anderem befinden sich darauf das Instrumental zu "Königsklasse", der Track "Krank" und einige noch unveröffentlichte Tracks. "Herr Merkt spricht über HipHop", sowie sicherlich auch der Künstler selbst, wären Ihnen zu Dank verpflichtet, wenn Sie die verlorenen Exemplare bei den entsprechenden Plattendealern aufsammeln und bei sich beherbergen könnten, bis sich der Künstler persönlich bei Ihnen meldet, um seine verlorenen Kassetten wieder abzuholen. Sollte sich der Künstler binnen 7 Tagen nicht bei Ihnen melden, werden Sie offiziell zum Besitzer der verlorenen Kassetten. Ich bedanke mich recht herzlich für Ihre Aufmerksamkeit!

Hater's Finest - Die Top 10

Verehrte Leserinnen und Leser, als Reaktion auf meine doch etwas harsche Kritik am aktuellen Kollegah Album, erreichten mich einige erregte Kommentare, die ich Ihnen keinesfalls vorenthalten möchte. Da die Beleidigungen allerdings oft redundant sind, beschränke ich mich auf die zehn schönsten Verbalinjurien. Vielen Dank an alle, die diesen Beitrag möglich gemacht haben. 10.) Zum Glück hast du keinen premium blog. was du schreibst ist einfach nur lächerlich hoch 10. such dir n anderes hobby, rap ist nicht dein ding. alphagene fickt alles. (Mike auf hiphop.de) 9.) ja, haha du bist auch "langweilig"... das is ja mal das lustigste was ich je gelesen hab hahaha die ersten 8 tracks sidn schlecht... vielleicht solltest du mal von deinem keep it real hip hop film runter kommen und mal objektiv diese musikalische leistung schätzen, was du nämlich hier definitiv nich tust. naja, arme community, aber wat soll's, egtl. sollte man sowas ignorieren (Anonymous auf hiphop.de) 8.) Was für ein lächerliche Review, der nicht annähernd glaubwürdig erscheint und schlichtweg Tatsachen verschweigt. Unglaublich. Mit HipHop solltest du das hier lassen, denn Ahnung davon hast du nicht im Geringsten. Aber ganz ehrlich: Hauptsache mittelprächtige Leute wie Mädness, Olli Banjo (ok, durchschnittlich ist übertrieben) oder Megaloh als große Rapper proklamieren, aber dann Prinz Pi oder Kollegah abgrundtief kritisieren. Was für ein Quatsch. Es gibt keine Fähigkeit, in welcher Banjo Kollegah das Wasser reichen kann. Ach, was sag ich Banjo, was Technik anbelangt ist Kollegah mglw. weltweit sogar unerreicht. (Jan Karon auf Blogspot) 7.) du bist schwul!!! (Anonym auf Blogspot) 6.) Herr Merkt spricht über Hip Hop? Vielleicht solltest du den Titel ändern in "Herr Merkt verpestet das Internet mit dämlichem Gerede über Dinge, von denen er NICHTS versteht" ;-) (Anonym auf Blogspot) 5.) Die review ist lächerlich, ohne dir zu nahe treten zu wollen. du bist nich ganz klar im kopf! Bewerte es einfach nicht, wenn es nicht deinen Musikgeschmack trifft, ich bewerte auch kein Death Metal. Ich hoffe sie konnten mich nachvollziehn. (Butill im MZEE-Forum) 4.) mein gott, du bist ein fall für die klapse, ganz ehrlich. dein gesieze ist noch um ein vielfaches peinlicher als die review. das hat nichts mit geschmack zu tun, das ist einfach eine beleidigung für jeden deutschrapfan. der einzige grund, weshalb irgendeiner deine review liest, ist die schlechte bewertung. mein rat: mach ein praktikum bei irgendeiner tageszeitung... und lass deinen müll dort ab. deine versuche, durch solche anreden möglichst seriös zu wirken, sind unpassend und peinlich. (Sarcazm im MZEE-Forum) 3.) warum schreibst du ne review wenn du ein torch-schwanzlutschender hurensohn bist?! (Tom auf hiphop.de) 2.) hör dir K.I.Z Hurensohn an, dann weiß du was du bist und was ich mit dir mache (Anonym auf Blogspot) 1.) haste keine ohren am kopf..? mann wie kann so ein arschloch wie du darüber rewiev machen mann...mann mekrt das du voll kein plan hast..scheis bushido groppie (Anonymous auf hiphop.de) Ich hoffe, Sie haben sich genauso gut amüsiert wie ich. Um Ihr Amusement zu steigern, habe ich keinerlei Korrekturen der Rechtschreibfehler vorgenommen. Und denken Sie daran: "Sie nennen mich Hurensohn, ich nenne Sie Bruder." Mit freundlichen Grüßen Herr Merkt

Kollegah - Alphagene (Review)

Man kann nicht behaupten, dass Kollegah mit seinem momentanen Hype eine schlechte Ausgangslage hätte, um das deutsche Rapspiel zu übernehmen. Allerdings wäre es für das besagte Spiel wohl besser, wenn dies nicht passieren würde. Zweifelsohne hat Kollegah große Stärken im Bereich des Punchline-Verfassens, allerdings kann er mit seinem monotonen Flow, der höchstens mit unverständlichen Double-Times variiert wird, keinen Blumentopf gewinnen. So sind die ersten acht Tracks inklusive des langweiligen "Kuck auf die Goldkette 2007" höchstens durchschnittlich und häufig schlecht (z.B. "Endlevel" mit DeinEltan). Das erste potentielle Highlight liefert Kollegah dann mit dem autobiographischen "Vom Dealer zum Star", auf dem Rizbo und T.O.N.I. Pharaos Eurodance-Hit "There is a star" samplen und auf halber Strecke einen Rohrkrepieren abliefern. Schade eigentlich, jedoch hätte man sich beim folgenden Track "Der Boss hängt voll Gold" wenigstens gewünscht, dass Kollegah so weit kommt, da es sich hier um ein Lehrbuchbeispiel für einen Totalausfall handelt. Bei "Alles was ich hab" geht es dann zumindest thematisch wieder bergauf, allerdings kann ich auch hier, selbst ohne ADS, nicht länger als eine Strophe zuhören ohne Skip-Reflexe zu bekommen. Für ein wenig Abwechslung sorgt dann zumindest der gute Favorite auf "Selfmade Endbosse", wobei hier der Beat von Nace & Shalla an meinem dünnen Nervenkostüm sägt, weshalb es auch dieser Track nich in meine Rotation schaffen wird, zumal auch die Hook im besten Fall gewöhnungsbedürftig ist. Auch die beiden folgenden Tracks mit Features von Bass Sultan Hengzt ("Machomannstyle") und K.I.Z. ("Legenden") fallen in die Rubrik mit der Aufschrift "langweilig". So bleibt nach dem Konsum des Albums der Eindruck, dass kein Mensch dieses Album wirklich braucht. Klar sind die Punchlines auf "Champions League"-Niveau, allerdings sorgen der bereits erwähnte monotone Flow und das größtenteils langweilige Soundbild für einen negativen Gesamteindruck. Kollegah wird es verkraften, denn "Ein Junge weint hier nicht". Wertung: 2/6

Erinnerungen an das Kinderzimmer: Ein Tribut

Es ist vorbei. Textor und Quasimodo werden nicht weiter als Kinderzimmer Productions einen Gegenpol zum aktuellen Trend setzen und die Gruppe mit baldiger Wirkung auflösen. Die Gruppe sorgte seinerzeit mit Alben wie "Im Auftrag ewiger Jugend und Glückseligkeit" und "Die hohe Kunst der tiefen Schläge" für Furore, um mit ihrem weiteren Output immer weiter aus dem Horizont des durchschnittlichen HipHop-Fans zu entschwinden. "Herr Merkt spricht über HipHop" möchte als Tribut für diese etwas andere Band nochmal auf einige Videos aufmerksam machen, um das Erbe des Kinderzimmers zu ehren. "Irgendwo dazwischen" von "Irgendjemand muss doch" Offensichtlich waren Kinderzimmer Productions schon soweit fernab des Radars, dass keine weiteren Videos der Band im weltweiten Netzwerk zu finden sind. Daher muss ich Sie mit dem obigen Video vertrösten und rufe zu einer Gedenkminute auf.

Patrick mit Absicht - Jack is back (Review)

Die Welt ist ungerecht und gemein! Eine Aussage, die das vorliegende Album nicht nur wegen des hervorragenden Tracks "Ein ernster Song", in dem PMA die teils oberflächliche Gesellschaftskritik anderer Vertreter der Spezies Rapper durch die Nussschokolade zieht. Patrick mit Absicht hätte es nämlich mehr als verdient, die Anerkennung der deutschen HipHop-Szene zu bekommen, da er mit konstant gutem Output einiges "Für Rap" leistet. Eben jener Track wird durch einen glänzend aufgelegten Olli Banjo auf einem guten Instrumental der Instrumens veredelt. PMA und OB harmonieren großartig. Weitere Unterstützung erhält der selbste ernannte "Macho Man", den er auf Tracks wie "Mucho Macho" heraushängen lässt, von Artgenossen wie Franky Kubrick ("Bla, bla") und D-Flame ("Komm, beweg dich"), sowie von seinen Labelkollegen no.one, Kriz und Bartholomäus ("Nochmal"), die sich allesamt gekonnt in Szene setzen. Besonders positiv fällt PMAs Herangehensweise an ernstere Themen, wie zum Beispiel auf dem eingangs erwähnten ernsten Song oder auch auf "Darth Vader ist mein Vater", auf dem eine schwere Kindheit nachgezeichnet wird, auf. PMA schafft es hier durch seine erfrischend lockere Art, den Themen eine angenehme Leichtigkeit zu verleihen ohne dabei die Betroffenheit des Hörers vollends auszublenden. Ein weiteres Highlight stellt der von m3 & Noyd produzierte Banger "Me, myself & Jack" dar, auf dem sich PMAs verschiedene Persönlichkeiten zu verschiedenen Agendas der aktuellen HipHop-Szene äußern. Generell wandelt Patrick auf Tracks wie "Axteffekt" oder "Zu ill" auf dem schmalen Pfad zwischen Genie und Wahnsinn. Begutachtet man die musikalische Qualität des Werkes, kann man PMA jedoch sorgenlos auf der Genie-Seite einordnen. Die Produktionen stammen neben den bereits erwähnten Beatbauern von Phrequincy ("Komm, bewg dich"), Lord Scan ("Axteffekt"), Brisk Fingaz (u.a. "Nochmal"), P-Koss (u.a. "Jack is back") und weiteren Beatbastlern, die aufgrund meiner Faulheit unerwähnt bleiben müssen. Ist Jack nun also wirklich back? Die Antwort muss leider "Nein" lauten, da man schon einmal "da" gewesen sein muss, um "back" zu sein. Und damit schließt sich der Kreis: Die Welt ist ungerecht und gemein! Wertung: 4,5/6

"Herzilein": Skandal um verschollene Textpassage

Wie mir zuverlässige Quellen zuspielten, wurde soeben eine bis dato unveröffentlichte Text-Passage aus dem Skandal-Lied "Herzilein" entdeckt. Das Musikstück handelt von einer Partnerschaft, die aufgrund des übermäßigen Alkoholkonsums und der daraus resultierenden Vernachlässigung partnerschaftlicher Pflichten zu scheitern droht. Dabei verherrlicht das Musikstück den herrschenden Zustand ohne den Scheinwerfer auf die negativen Konsequenzen des Verhaltens der Protagonisten zu werfen. Die unveröffentlichten Textzeilen wurden nicht ohne Grund aufgrund ihrer Brisanz ersatzlos gestrichen. Herr Merkt wäre nicht Herr Merkt, wenn er Ihnen die verschollen geglaubten Textpassagen vorenthalten würde. "Der Gärtner hatte geschlossen schon ein Weilchen/ trotzdem verpass' ich dir gerne ein Veilchen! Das hat der Wein gemacht!" Eine dramatische Eskalation, die nur zu gut die Fokussierung der Volksmusik-Szene auf Gewalt und Alkohol widerspiegelt.

Wochenrückblick II

Verehrte Leserinnen und Leser, wieder einmal wird es Zeit für einen Wochenrückblick. Minderjährige und zarte Seelen sollten aufgrund der teils schockierenden Enthüllungen auf der Stelle das Lesen einstellen. - Wie die Backspin berichtet, nimmt sich Scooter-Frontmann Hans-Peter Baxxster ein bis zwei Tage Zeit, um an seinen Texten zu feilen. So klärt sich endlich das Mysterium um literarische Glanzleistungen wie "The question is what is the question" oder "Respect to the man in the ice cream van" auf. - Olli Banjo ist endlich auf dem Cover der Backspin! "Herr Merkt spricht über HipHop" möchte recht herzlich gratulieren! - Kollegah bestätigte im aktuellen Backspin-Interview das Gerücht, dass er seine Texte im Sitzen einrappt um entspannter zu klingen. Fans hoffen dennoch weiterhin auf Punchlines am laufenden Band. - Die Backspin hat ihre Newcomer-Rubrik "Erste Schritte" in "Unterm Radar" umbenannt. Weiterhin kann man einen Mix zu den Veröffentlichungen, die in dieser Rubrik vorgestellt werden, auf der offiziellen Homepage des Magazins herunterladen. - Wie Kool Savas bei MTV TRL berichtete, hat er seit dem legendären Beef nicht mehr mit Eko Fresh gesprochen. Eine verständliche Bewegung, da ich ebenfalls sauer wäre, wenn man mir als Vegetarier "Rindfleisch" antragen würde. - Wie aus dem Optik-Blog hervorgeht, möchte Kool Savas in naher Zukunft kein Konzeptalbum mit Kinderchören und sozialkritischen Texten aufnehmen. - Hecklah & Coch reißen zusammen mit sido den Club ab. "Glänzend"! - Der großartige Joe Rilla bringt den Osten zum Rollen. "Auferstanden aus Ruinen"! - Zum Abschluss noch ein kleines Betthupferl. Wer bei dem Dreck wach bleibt, hat meinen tiefsten Respekt verdient!

Breaking News: Dynamite Deluxe (Video)

Der Samy liebt diesen HipHop-Scheiß, sofern man diesem neuen Track, der die erste Single zum im Januar erscheinenden Dynamite Deluxe Album werden soll glauben schenken darf.
Ich glaube, dieser Track wird die HipHop-Szene in zwei Lager spalten. Die eine Seite wird den Track samt Thema feiern. Die andere Seite wird sich fragen:"Wallah habibi, was ist Breakdance?" Als alter Verfechter der HipHop-Werte muss ich mich selbstverständlich zur ersten Fraktion zählen und freue mich, dass Samy Deluxe zumindest ein wenig zu seinem alten Style zurückgefunden hat, jedoch ohne zu stagnieren.

Preisverleihungen

Es ist doch immer das Gleiche mit diesen Preisverleihungen! Jedes Jahr noch besser, noch schriller und mit noch mehr Star-Power - wenn man den Veranstaltern glauben darf. Warum nur hinterlässt dann jede dieser Veranstaltungen einen faden Beigeschmack? - Sind es die verpatzten Auftritte von zu Recht gefeierten, beim Auftritt aber leider zugedröhnten Künstlerinnen? - Ist es die ernüchternde Erkenntnis, dass wieder einmal - entgegen aller Ankündigungen - nichts aufregendes passierte und der Abend nur so vor sich hinplätscherte? - Ist es der Umstand, dass solche Preise immer mehr an Wert verlieren, da sie in zunehndem Maße über das Internet gevotet werden, wo sich Teenies in Voting-Armeen versammeln, die in Schichten arbeitend, Beschränkungen umgehend, Ihrem Liebling die Preise zuschanzen? - Ist es, weil gerade bei europäischen Veranstaltungen, die großen Stars und Preisträger immer wieder durch ihre Abwesenheit glänzen? - Oder liegt es eventuell doch daran, dass man als HipHop-Fan durch die Auswahl der Live-Acts nur in den seltensten Fällen auf seine Kosten kommt?

Herr Merkt hilft: Die !!! (part II)

- Deutschland besteht zu 90% aus Prostituierten! Oder woher kommen die ganzen Hurensöhne? - Bushido erreicht das nächste Level, indem er nun nicht mehr nur Rapper auf internationaler Ebene verklagt, sondern auch von Rockern auf internationaler Ebene verklagt wird! - Die wirklichen HipHop-Klassiker dauern selten länger als 50 Minuten! - "Schizogenies" bestätigen die Regel! - Niemand ist wirklich überrascht, dass 50 Cent trotz weniger verkauften Platten als Kanye West seine Karriere fortführt! - Bushido produziert gerade sein drittes "letztes" Album! - Kollegahs monotone Delivery geht mir auf den Sack! - Eko Fresh und Kool Savas sind weiterhin Brüder im Geiste! - HipHop wandert immer mehr von "Do it yourself" zu "Zerstöre die Werke Anderer"! - Wäre Massiv doch bloß auch auf diesen Zug aufgesprungen! - Ich habe Angst vor militanten Massiv-Fans! - Das Hören von Musik über Handylautsprecher schont die Ohren! - Lieber taub als assi! - Der 08/15-HipHopper ist nicht mehr gewillt, nach neuen Talenten zu suchen und beschränkt sich in seinem Konsum auf vorgekaute Ware! - Mit K.I.Z. wurden endlich einmal wieder die Richtigen vorgekaut! - sido wird auch diesmal an den Erwartungen an sein Album wachsen und ein großartiges Album vorlegen! - Nein, ich habe es mir noch nicht aus dem Netz gezogen! - "Eigentlich alles" ist kein Musikgeschmack! - "Eigentlich alles, außer Rap" ebenso wenig! - Wenn der Mond in mein Ghetto kracht, habe ich keine Zeit mehr, eine Knarre zu ziehen! - Erdbeeren sind rein botanisch gesehen Nüsse! - Das hat zwar nichts mit HipHop zu tun, aber Bildung schadet bekanntlich nie! - Es sei denn, man spekuliert auf einen Plattenvertrag bei SonyBMG! - Die illusorische Anonymität des Internets verleitet zu Verleumdungen ohne vorherige Prüfung der Fakten! - Ich weiß, wer Sie sind! - Der November wird mit Veröffentlichungen von Germany, Reno, Olli Banjo, Patrick mit Absicht, Eko Fresh und Kollegah ein interessanter Monat! - Wahrscheinlich habe ich die Hälfte vergessen! - Bushido habe ich mit Absicht weggelassen, da sein "Best of"-Album nun wirklich kein Mensch braucht! - B-Tight mag das Münchner Jugendamt..........not! - Zum Glück haben die nur den Track "Ich bin's" gehört! - HP Baxxter ist der Einzige, der auf dem 80's Flashback nachhaltige Wirkung erreicht! - Und er schreit immer noch!

Kool Savas - Tot oder lebendig (Review)

Nun halte ich es in Händen, das Album, welches die Deutschrap-Gemeinde in zwei Lager spalten wird. Die Einen werden es aufgrund der tadellosen raptechnischen Umsetzung und des homogenen Soundbildes lieben, die Anderen werden es aufgrund der inhaltlichen Beliebigkeit und Leere schmähen. Da wären die unzähligen inhaltlich austauschbaren Representer à la "Der Beweis", "Alle schieben Optik", "Essah" und "Orakel", sowie die "All 4 One"/"Guck my man"-Melange "On top" mit Azad, bei denen einen immer wieder das Gefühl beschleicht, das alles schon einmal irgendwo gehört zu haben. Da es zumindest nicht an der Umsetzung mangelt, möchte ich beide Augen zudrücken und Savas mit zwei blauen Augen davon kommen lassen. Auf der eindeutigen Haben-Seite weist das Album die unglaublichen Style-Manifeste "T.O.L. Intro" und "Mona Lisa", den leicht sozialkritischen Track "Krank", "Nur ein Spiel", den Titeltrack "Tot oder lebendig" und den abschließenden Track "Melodie" mit Moe Mitchell und Senna von den Monrose auf. Damit wären auch schon alle Tracks des mit 40 Minuten recht kompakt geratenen, komplett von Melbeatz produzierten Albums abgehandelt. Durch die starke Konzentration auf Savas als Protagonisten und die Beschränkung auf nur eine Produzentin wirkt das Album sehr rund und ist aufgrund der guten Arbeit aller Beteiligten gut für den mehrfachen Durchlauf geeignet. Immerhin stimmt der Vibe. Und warum sollten wir dieses Kriterium, welches wir größtenteils auf fremdsprachige Alben anwenden nicht auch auf Alben in unserer Muttersprache anwenden? Ausnahmsweise. Wertung: 5,5/6

Bewertungen

Verehrte Leserinnen und Leser, da ich mit meiner 100er Skala einem psychologischen Fallstrick erlegen bin und die Bewertungen durchschnittlich zu hoch ausfiel, werde ich die Bewertungen rückwirkend auf eine Zehner-Skala übertragen. Ich bitte um Ihr Verständnis und hoffe, dass Sie sich rasch umgewöhnen können.

Letten im Weltall - Zum Abschuss bereit (Review)

Die Letten im Weltall, das sind die beiden MCs Fizzy Fresh und ErstePerson Singular (EPS), die es auf ihrer Flucht aus Lettland in das beschauliche Städtchen Freiburg verschlagen hat. Eben jener Stadt widmen sie zusammen mit Mile eine Hymne, die gekonnt ein idyllisches Bild der Stadt zeichnet und einen Seitenhieb in Richtung der Rapkilla bereit hält. Neben "Freiburg" tritt Fizzys "ZweiVorEins"-Partner Mile auch auf der Internet-Hater-Abrechnung "www.vollidioten.de" und dem Allstar-Track "Gruppe X'n 80" neben Cashes Cle, Pfauth, Hofi Anan und Teufel gekonnt in Erscheinung. Lediglich der "Pädagoge Skit" ist zumindest nach meinem Geschmack für mehrfachen Genuss nicht geeignet. Für den Skit entschädigt dann allerdings das großartige "Televolution", in dem Fizzy im Alleingang die halbe Fernsehwelt auseinandernimmt und in einen unglaublichen Text verpackt. Ein weiteres Highlight bildet "Wo is die Liebe hin", in dem ein kritischer Blick auf Rassismus und Geld als der Liebe abträgliche Faktoren geworfen wird. Auf "Der Beste" loben sich die Letten gegenseitig derartig in den Himmel, dass ein zukünftiger werbewirksamer Split inklusive gegenseitigen Diss-Tracks eigentlich unmöglich wird. Unbedingt reinhören sollte der HipHop-Kopf auch in die beiden Tracks mit Mars (Illyrium), von welchen vor allem "Schnell gelebt" als Plädoyer gegen ein Leben auf der Überholspur ein weiteres Highlight der Platte darstellt. Der Song wartet mit einer hervorragenden Textidee auf, welche ich allerdings den hoffentlich zahlreichen Käufern vorbehalten möchte. Auch "Orders from hell" überzeugt mit drei ausgefeilten Geschichten über drei tragische Schicksale und sticht so wohltuend hervor. Der Track "Die alten Bilder" dürfte jedem mit wohlbehüteter Kindheit Gänsehaut auf den Körper zaubern und auch mit dem Entscheidungs-Track "WaDuWolle" sollte sich so ziemlich jeder identifizieren können, während "Ententanz" mit Enten, Affen und Letten auf psychoaktiven Pilzen ein wenig abgedrehter ist, aber dennoch gut in das Gesamtbild des Albums passt, welches durch eine große Themenvielfalt besticht und dabei gekonnt die gängigen HipHop-Klischees umschifft oder gar parodiert ("Hey Süße Skit"). Das Soundbild des Albums fällt mit Beats von Czukles, Fizzy und Agent Dan eher Oldschool aus, ist aber dennoch auf gutem Niveau produziert und abgemischt, auch wenn das Rad der Beats nicht neu erfunden wird. Im Großen und Ganzen handelt es sich bei "Zum Abschuss bereit" also um ein sehr rundes Werk, welches das Gehör der HipHop-Nation verdient hätte. Interessierte besuchen die Homepage der Letten, wo sie sich einige Tracks auf die Festplatte kopieren können. Wertung: 3,5/6

"Alles Aufgemischt"

Man kann sich den Musikgeschmack seiner Freunde nicht aussuchen. Und seine Freunde anhand des Musikgeschmacks zu wählen ist zwar eine naheliegende, aber eine ab einem gewissen Alter zu oberflächliche Herangehensweise. Daher begibt es sich dann und wann, dass sich der Großmeister des HipHop in Diskos mit zweifelhafter Musikauswahl wiederfindet. Nun ist es ja nicht so, dass in diesen "Alles Aufgemischt"-Diskos kein Rap läuft, allerdings bleibt der Horizont solcher DJs in Sachen HipHop doch sehr beschränkt, so dass die bestenfalls zehn Raptracks an einem Abend sich mit hoher Wahrscheinlichkeit aus einem beschränkten Pool geringer Aktualität zusammensetzen. Zu diesem Pool zählen: Black Eyed Peas - Hey Mama Die Fantastischen Vier - Populär/Einfach sein Method Man/Redman - Da rockwilder Seeed - Dickes B/Ding Wu-tang Clan - Gravel pit Fettes Brot - Jein MOP - Ante up Das Bo/Jan Delay - Türlich türlich irgendwas von Gnarls Barkley irgendwas von Eminem Zwar sind einige dieser Tracks wahrliche Klassiker, allerdings ist es mehr als schade, dass nicht das gesamte Potenzial dieser vielversprechenden und doch sehr tanzbaren Musikrichtung ausgeschöpft wird, zumal sich nach meinem subjektiven Empfinden die Tanzflächen verhältnismäßig stärker füllen, als wenn durchschnittlicher Indie-Pop läuft. Dabei kann ich allerdings auch einer systematischen Verzerrung zum Opfer fallen, da ich natürlich nicht mit einem Block für Strichlisten auf der Tanzfläche stehe. Um mehr Vielfalt in die "Alles Aufgemischt"-Sets dieser Nation zu bringen, möchte ich interessierten DJs einige Vorschläge zur Verbesserung unterbreiten: Sugarhill Gang - Rapper's delight Megaloh & Harris - Bis die Nadel bricht K.I.Z. - Hölle/Pogen/Geld essen Shaggy - Dance and shout Redman - Let's get dirty Foreign Legion - Happy drunk Erick Sermon & Redman - React Torch & Toni L - Wir waren mal Stars Chamillionaire/Krayzie Bone - Ridin' Olli Banjo - Königsklasse (& sido)/Viel zu hart (& Manolito) DMX & Busta Rhymes - Come thru Busta Rhymes - Touch it Ich muss zwar zugeben, dass sich die Aktualität dieser Liste ebenfalls stark in Grenzen hält, allerdings wäre durch mehr Variation bei der Auswahl der gespielten Stücke schon ein erster Schritt in die richtige Richtung getan.

Kollegah - Guck auf die Goldkette 2007 (Video)

Neuer Track, altes Problem. Lustige Wortspiele, beeindruckende Reimketten, allerdings aufgrund des Vortragsstils fast unerträglich. Langsam glaube ich nicht mehr daran, dass mich "Alphagene" überzeugen kann. Kollegah sollte es vielleicht mal als Author versuchen.

Amar & Kool Savas - S & A (Video)

"Hip Hop ist in Deutschland meistens Mittelmaß und häufig wack." Treffender könnte man diesen Song kaum beschreiben, den Amar als Vorbote auf "Cho! Hier habt ihr euer Mixtape" auf die Rapfans los lässt. So üben sich der King of Rap und sein Schützling in mittelmäßigem Angeberrap und verkraulen sicher den ein oder anderen willigen Käufer.

Der Neue Süden - Oktoberfest Edition 2007 (Review)

Ali A$, Pretty Mo, Semi B und Grosses K lieferten mit ihrem Mixtape "Xklusiv Teil 2" ohne Frage eine der unterhaltsamsten Veröffentlichungen eben jener Gattung, die einen derart positiven Eindruck hinterließ, dass ich nicht zurückschreckte, 12 Euro (inklusive Versand und Nachnahmegebühren) für nur 6 Tracks auf dieser EP auszugeben. Natürlich bleibt "München" mit Spider Murphy Gang-Anleihen die ultimative Hymne auf die bayerische Hauptstadt, allerdings bildet der bereits bekannte Track das eindeutige Highlight der EP, an welche die restlichen fünf Tracks nicht im Ansatz herankommen. Ali A$ spuckt halbherzige Standard-Kost auf dem enttäuschenden "D.N.S.", bei Semi Bs "Ein Prosit" möchte der Funken nicht so richtig überspringen und auch "Wiesn-Zeit" bleibt selbst nach mehrmaligem Hören und einem guten Vers von Pretty Mo ein Rohrkrepierer. Die Abrechnung mit allen promisken Frauen ("Sie ist...") ist zwar nicht wirklich schlecht, bleibt aber bei weiten hinter Ali A$s Referenzwerk "Scheine über Schlampen" zurück. So bleibt nicht zuletzt aufgrund des horrenden Preises ein fader Beigeschmack, da ich weiß, dass Pretty Mo und vor allem Ali A$ es eigentlich besser könnten. Machen wir es einfach wie mit dem Tschechien-Spiel und sprechen nicht mehr darüber! Wertung: 3/6

Die ewigen Talente

Ich weiß schon gar nicht mehr, wie lange Rapper wie Saigon, Papoose, Skyzoo oder Maino als das heißeste gehandelt werden, was die amerikanischen Talentschmieden zu Tage forderten, allerdings muss das schon eine ganze Weile her sein. Weshalb hat es keiner der obigen Künstler bis zur aktuellen Stunde geschafft, seinene Status als ewiges Talent gegen den Status des "Superstars" einzutauschen? An mangelndem Talent oder fehlendem hochqualitativem Output kann es jedenfalls nicht liegen, dass die großen Plattenfirmen die Alben der besagten Künstler immer wieder verschieben (Saigon) oder die Künstler wie heiße Kartoffeln wieder fallen lassen (Papoose). So muss sich der hiphop-affine und anspruchsvolle Hörer immer wieder mit ansehen, wie zweifelhafte Gestalten à la Souljah Boy oder die Shop Boyz die Charts aufmischen, während Talente wie Saigon oder Papoose weiter am Block schubsen müssen. Oder was auch immer man mit einem 1,5 Millionen Vorschuss so anstellt.

Der Nächste, der bläst

Verehrte Leserinnen und Leser, K.I.Z. haben vor kurzem Ihren persönlichen Durchbruch in der deutschen Medienlandschaft geschafft und traten somit in die Fussstapfen von so erfolgreichen Rappern wie sido und Bushido. Im tiefen Untergrund der deutschen HipHop-Szene warten einige hungrige MCs nur darauf, es den obig genannten Rappern gleich zu tun und dick in die Charts zu gehen. "Herr Merkt spricht über HipHop" macht es sich zum Auftrag, Ihnen regelmäßig Talente vorzustellen, die "next to blow" sind, wie die Amerikaner so schön sagen. Olli Banjo: Dem tiefen Untergrund entwachsen, jedoch immer noch auf den großen Durchbruch wartend. Würde sich Szene-Hype in Verkäufe übersetzen, wäre Banjo sicher ganz vorne. Den nächsten Anlauf auf die oberen Chart-Ränge startet Olli Banjo mit seinem Mixtape "Sparring 3" mit prominenter Unterstützung, da ich nicht davon ausgehe, dass "Lost Tapes" die Grenzen der HipHop-Community überquert. Megaloh: Berlin's versiertester MC mit Unmengen an Potential, welches er vielfältig einzusetzen weiß. Von der Anti-Nazi-Hymne "Angst", über "Kopf hoch"-Nummern wie "Pump das" bis hin zu unglaublichen Club-Bangern à la "Hundshit" deckt das Repertoire von Megaloh ein riesiges Sprektrum an Themen ab. Anstatt bei Aggro Berlin zu unterschreiben zog es Megaloh seinerzeit vor, ein eigenes Label hochzuziehen. Man kann nur hoffen, dass diese mutige Entscheidung Blüten trägt. Ali As: In Punkto Punchlines braucht sich dieser Münchner Spucker nicht hinter seinen Label-Kollegen Snaga & Pillath zu verstecken. Nach dem sensationellen Mixtape "Wie baut man eine Bombe" und dem Mitwirken beim Neuen Süden wartet HipHop-Deutschland gespannt auf das Album "Geld her, ich habe eine Bombe". Mit Samy Deluxe als Label-Boss gepaart mit einem ausgezeichneten Sinn für Humor stehen die Zeichen gut. Maeckes & Plan B: Nach dem gefeierten Album "Als wären wir Freunde" soll Ende des Jahres eine DVD mit der "Rap Up Comedy" die Läden treffen. Für Sympathisanten mit der erfrischenden Art dieser Beiden sicherlich ein Pflichtkauf und für Maeckes & Plan B ein weiterer Schritt nach vorne. Sicherlich im Moment einer der Acts mit dem größten Potential. F.R.: Jung an Jahren, ausgestattet mit massig Talent. In spätestens fünf Jahren wird F.R. mit an der Spitze des Spiels stehen. Favorite: Favorite hat einenHang zum Wahnsinn, welchen er auf seinen Veröffentlichungen ausgiebig auslebt. Wenn Deutschland bereit dafür ist, dann wird Favorite ein ganz Großer. Allerdings kann das noch ein bisschen dauern. Marteria: Nach zwei überdurchschnittlichen Alben hat sich Marteria in der Deutschrap-Elite etabliert. Da die Musik jedoch ein wenig zu experimentell für die breiten Massen ist, wird es Marteria schwer haben, sich an der Spitze zu etablieren. Huss und Hodn: Was ich bisher gehört habe war dreckiger, roher Rap gepaart mit der Einstellung, auf alle Konventionen zu koten. Bei mir kann das Duo damit zwar punkten, allerdings wird man es in der großen weiten Welt damit schwer haben, einen Fuß in die Tür zu bekommen. Patrick mit Absicht: Der "King of Krank" trägt seinen Namen zurecht. Am 02.11.2007 wirft er sein mit Spannung erwartetes neues Album "Jack is back". Bis dahin sollte der interessierte Kopf in die EPs "Jack the Mixtape" und "Insert coin", sowie in das Street-Album an der Seite von Phrequincy hineinlauschen. Der Patrick hat ein unglaublich großes Potential, welches er mit Absicht einsetzt, um seine wachsende Fangemeinde (minus Ali As und Pretty Mo) zu verzaubern. Pimpulsiv: Nach einer beeindruckenden Free-Download-EP, sowie dem großartigen Album "Hoetry" stehen die Zeichen ganz passabel, um mit Raps aus Bielefeld die Welt zu erobern. Man darf gespannt auf die weiteren Schritte des Duos achten. Sera Finale: Nach dem Album "Die nächste Kugel im Lauf" dürfte sich Sera Finale in den Köpfen der anspruchsvollen HipHop-Gemeinde festgebrannt haben. Schade nur, dass der durchschnittliche deutsche Musikhörer keine so hohen Ansprüche an die Musik stellt, für die er sein hart erarbeitetes Geld ausgibt.

Herr Merkt vs The Beats

Verehrte Leserinnen und Leser, in losen Abständen werde ich Personen aus meinem Bekanntenkreis darum bitten, mir verschiedene Musikstücke vorzuspielen, zu welchen ich meine Meinung abgeben werde. Wir beginnen mit meiner guten Freundin Heidi, die der aufmerksame HipHop-Kopf spätestens seit dem HipHop-Quartett kennen dürfte. Ich hoffe, Sie haben Freude an dieser neuen Rubrik von "Herr Merkt spricht über HipHop". Braille - The IV: Herr Merkt: Der Beat hat was, wird aber auf Dauer langweilig. Die Stimme ist indiskutabel. Wer ist das? Heidi: Braille HM: Kenn ich nicht! Will ich nicht kennen lernen! Nächster Track! Cold Heat feat Craig G & DJ JS-1 - HipHop Manual: HM: Schon besser. Sie haben also doch Geschmack. War Craig G nicht Eminems Ghostwriter bei 8 Mile? H: Richtig. Sie sind so weise, Herr Merkt! Massiv - Löwenherz: HM: Kein Kommentar! H: Warum? HM: Ich habe meine Gründe! H: Welche? HM: Ich kann nur soviel sagen, dass beeindruckende Statur gepaart mit geringer verbaler Intelligenz fatale Folgen für den verbalen Aggressor haben kann. H: Aha. Maeckes & Plan B - Go: HM: Bester Track vom Album. Muss man eigentlich nicht mehr dazu sagen. Armand van Helden feat Common - Full moon: HM: Ich kann mir vorstellen, dass dieser Track sich sehr schön zum Pillen schmeißen eignet. Sowas kann ich nicht gut heißen und ich frage mich, wieso sich ein solch kredibiler Künstler wie Common für so etwas hergibt. H: Ich nehm auch ohne House die Pille! HM: Gehen wir weiter zum nächsten Track. C3F - Steve: HM: Die Idee ist gut, aber irgendwie springt der Funke nicht so richtig über. Wer ist das? H: C3F aus Hannover. Die haben eine kostenlose EP auf MZEE zur Verfügung gestellt. HM: Nette Geste. Aber ehrlich gesagt würde ich dafür kein Geld ausgeben. Mach One & Darn feat K.I.Z. & Massimo - Schubidu: HM: Einer meiner aktuellen Lieblingstracks. Ich werde wohl ein Auge auf die Entwicklung von Mach One werfen müssen. Scheint mir doch sehr talentiert zu sein. Lil' Wayne - Rider: HM: Ah. Lil' Wayne. Bin ich kein großer Fan von. Heidi: Ich find den auch hässlich! Jay-z feat Pharrell - Blue magic: HM: Schlechter Track. Ich erwarte vom Album eine deutliche Steigerung, ansonsten wird das sehr bitter werden. Fizzy Fresh feat Mile - Conscious continues: HM: Großartiger Track? Haben Sie sich den von meinem Blog heruntergeladen? H: Aber natürlich, ich bin Stammleserin? HM: Gutes Mädchen! Halten Sie Ausschau nach dem "Letten im Weltall"-Album, das schon bald die Presswerke der Nation verlassen wird! H: Das wars. Mehr Tracks habe ich nicht dabei! HM: Schade, gerade hat es angefangen, Spass zu machen. Wie ich finde, haben Sie Ihre Sache gut gemacht und Sie dürfen gerne wieder kommen.

Herr Merkt Essentials: Kool Savas

Auch wenn der Status, den sich Kool Savas mit seinem legendären Album "Der beste Tag deines Lebens" erarbeitet hat, ein wenig ins Wanken kommt, hat uns Savas Yurderi einige klassische Tracks hinterlassen, die seinen Namen für immer in die Analen des deutschen HipHop meißeln. In der neuen Ausgabe von "Herr Merkt Essentials" werde ich versuchen, die fünf wichtigsten Tracks dieses Künstlers herauszuarbeiten.

- King of Rap (mit Plattenpapzt): Der namensgebende Track an der Seite vom Plattenpapzt. Knochentrocken, on point, stilistisch perfekt.

- Haus und Boot (mit Valezka): Eine unglaubliche Hook von der damals noch und heute wieder in der Versenkung verschwundenen Valezka, gepaart mit zwei 16ern, die die Konkurrenz das Fürchten lehrten, rückten Savas erstmal für das MTViva-Publikum in das Rampenlicht.

- Neongelb (mit DJ Ara): Wahnsinniges Double-Time-Style-Manifest, welches bis heute in seiner technischen Perfektion unerreicht bleibt.

- Das Urteil: Ein Schlüsseltrack in der Karriere des Kool Savas. Ganz HipHop-Deutschland blickt auf den Berliner und wird Zeuge des größten deutschsprachigen Diss-Tracks aller Zeiten. All Time Classic!

- Komm mit mir (mit Ercandize): Auto-Tuning-Hymne und Liebeserklärung in Einem. Unglaublich gute Verschmelzung zweier konträrer Themen. Diese Liste mag von Ihren persönlichen Listen abweichen. Dies tangiert mich jedoch höchstenfalls periphär.

Kool Savas - Der Beweis (Video)


Das ist es also, das lange überfällige Video zum Track "Der Beweis" vom wankenden King of Rap. Ein gelungenes Video, welches die Atmosphäre des Tracks gut unterstreicht. Allerdings bleibe ich dabei, dass auf dem Album mehr kommen muss, damit Savas die Krone nicht endgültig verliert.

Herr Merkt TV: Special Edition II

Verehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, die heutige Sonderausgabe von Herr Merkt TV beschäftigt sich mit jenem Genre, welches HipHop in Deutschland den Weg ebnete! Ich spreche nicht von Soul, Jazz oder gar Funk, ich spreche von EuroDance, in welchem Rapper wie ODC, Raz-ma-taz oder Stay-C ihre Skillz über Beats mit hohen BPM-Zahlen legten. Als kleine Reminiszenz an dieses längst vergessene Genre sehen Sie nun bei Herr Merkt TV die besten Videos aus den Neunzigern. Wir beginnen mit dem stärksten Track einer der herausragendsten Gruppen aus den Hochzeiten des Genres. "Fred come to bed" von E-Rotic. Der Kopf hinter E-Rotic macht heute vor allem durch das Aufkaufen von nicht verkauften Einheiten für ehemalige DSDS-Sternchen auf sich aufmerksam.
Mit dem Wechsel hinter den Kulissen schwand auch der Erfolg von E-Rotic. Doch auch Lyane Leigh und Raz-ma-taz machten al SEX Appeal nicht minder erfolglos weiter. "Voulez vous coucher avec moi" stellt eine beeindruckende Fortsetzung des Werkes von E-Rotic dar. Der Erfolg des Eurodance war nicht ein rein europäisches Phänomen, sondern schwappte auch auf das Mutterland des HipHop - die USA - über. Vorreiter der Bewegung war dabei vor allem The Real McCoy aka M.C. Sar & The Real McCoy. Ihr größter Hit sollte "Another night" bleiben. Ein weiterer Exportschlager war "Be my lover" von La Bouche, deren Sängerin Melanie Thornton vor einigen Jahren bei einem Flugzeugabsturz verstarb. Was wäre EuroDance ohne die großen Klassiker wie "Omen III" von Magic Affair, "Feel the heat of the night" von Masterboy oder "Mr. Vain" von Magic Affair? DAmit Sie diese Frage für sich selbst beantworten können, stelle ich Ihnen diese drei Videos nun am Stück vor. Eine beeindruckende Werkschau der großen Hits kann nicht vollständig sein ohne Twenty 4 Seven. Große Musik aus der EuroDance-Hochburg Holland. "Leave them alone"! Was viele nicht wissen ist, dass Captain Hollywood der erste Rapper bei Twenty 4 Seven war, bevor er durch Stay-C ersetzt wurde. Stolz präsentiere ich Ihnen seinen großen Hit "Flyin* high", der aich heuten och auf der sido-DVD Verwendung fand. Der folgende Track zeichnet sich nicht durch hochqualitative Rap-Skillz, sondern vielmehr durch eine sehr eingängige Hook aus. "Fly" von den 2 Brothers on the 4th Floor. Ein weiterer erfolgreicher Act stammt aus der Hansestadt Bremen - Mr.President. Hier das Debut in Original-Besetzung. "Up'n'away"! Auch Pharao dürfte dem ein oder anderen noch ein Begriff sein. Was viele nicht wissen ist, dass der Rapper von Pharao die Rap-Parts auf E-Rotics Debut "Max don't have sex with your ex" übernahm. Wieder einmal etwas dazu gelernt. Nun aber zurück zur Gruppe Pharao und deren Hit "There is a star". Langsam kommen wir zum Ende dieser Tribut-Ausgabe an den Eurodance, welche ich mit Clock abschließen möchte, die in Deutschland nie einen Fuß auf den Boden bekamen, obwohl sie den am derbsten flowenden MC - ODC - am Start hatten. Überzeugen Sie sich selbst auf "Everybody"! Ich hoffe, Sie fanden Gefallen an dieser Ausgabe und möchte mich nun von Ihnen verabschieden. Bis demächst.

Ein offener Brief an die "Juice"

Verehrte Juice-Redaktion, in der am kommenden Freitag erscheinenden Ausgabe des HipHop-Magazins "Juice" findet sich ein prinzipiell lesenswerter Artikel über die stetig wachsende HipHop-Blogosphäre. Es ist begrüßenswert, dass auch etablierte Medien auf dieses Untergrund-Phänomen aufmerksam machen, allerdings finde ich es schade, dass in dem Artikel nur englischsprachige Blogs berücksichtigt wurden, da es auch einige lesenswerte deutschsprachige Blogs gibt. Lassen wir nun das Gelaber um den heißen Brei! Was haben Sie sich nur dabei gedacht, als Sie meinen Blog unter den Tisch fallen ließen? Haben Sie etwa Angst um Ihre Leserzahlen? In meinen Augen haben Sie hierdurch Ihre Glaubwürdigkeit verloren, zumal wir eine MySpace-Freundschaft pflegen! Sind MySpace-Freundschaften denn gar nichts mehr Wert? Ich spiele mit dem Gedanken, Ihnen Massiv auf den Hals zu hetzen. Mit freundlichen Grüßen Ihr Abonnent Herr Merkt

Wochenrückblick

Lange ist es her, seit ich Sie mit meinem letzten Beitrag beglückte. Besorgte Gemüter möchte ich beruhigen und Ihnen versichern, dass es mit diesem Blog auf jeden Fall weiter geht. Doch warum dann die lange Pause? Die Antwort ist so simpel wie offensichtlich. Vergangene Woche ist einfach nichts aufregendes passiert, was in meinen Augen einen eigenen Beitrag verdient hätte. Ersschlechterrapper D-Bo veröffentlichte vergangenen Freitag ein Album, für welches jede weitere geschriebene Zeile zu viel Aufmerksamkeit bedeuten würde. Massiv verkündet stolz das Release-Date seines offiziellen Albums "Ein Mann, ein Wort" und "schenkt" den Fans zur Einstimmung drei verschiedene Vorab-Singles. Allerdings frage ich mich, was genau daran das Geschenk sein soll, da diese Singles alle für teures Geld zu kaufen sind. Wer mich aufklären möchte, kann dies gerne tun. Jedoch hat SonyBMG anscheinend gelernt und limitiert eine dieser Singles auf 1000 Stück. Somit dürften sich die Kosten für das Einstampfen der nicht verkauften Exemplare wenigstens bei dieser Veröffentlichung in Grenzen halten. Kool Savas verfehlt mit seiner Internet-Single "Der Beweis" klar sein Ziel und schafft es nicht, den von ihm sicherlich gewollten Hype zu erzielen. Dies liegt in meinen Augen auch daran, dass versäumt wurde, rechtzeitig ein Video nachzuschieben. So steht "Tot oder lebendig" unter keinem allzu guten Stern, zumal Die Ärzte mit "Jazz ist anders" am selben Tag ein Album werfen, welches einige Spontankäufer abwerben könnte. Kollegah tut es dem koolen Savas gleich und verbreitet mit "Veni vidi vici" einen Promotion-Track zum am 16.11.07 erscheinenden Album "Alphagene" im Internet! Kollegah kam und sah, aber siegen sieht anders aus. Die dritte Ausgabe des beliebten Samplers "Kennenlernrunde" wird auf unbestimmte Zeit verschoben, da sich bei der Sichtung des aktuellen Materials nicht genügend würdige Tracks fanden. Bewerbungen werden gerne unter herr.merkt@banjofan.de entgegen genommen. Mit dem "Word Up"-Magazin geht ein neues HipHop-Mag an den Start. Das Magazin ist kostenlos und kann neben diversen Auslagestellen im Großraum Stuttgart auch online betrachtet werden. Eine gute Sache, wobei ich es als störend finde, dass man sich das Magazin nicht als pdf-Datei herunterladen kann. Personen, die sich an Sachbeschädigungen (vor allem zu Lasten der Deutschen Bahn AG) erfreuen, können sich hier ein kostenloses Graffiti-Magazin als pdf-Datei auf den Rechner ziehen. Jay-z schenkt uns am 06.11.07 sein neues Album "American gangster" und vorab ein Video zum Track "Blue magic" mit Pharell. Ich habe Jay-z und auch Pharrell schon stärker gehört. Enttäuschend. Auch das Aggro Berlin Großaufgebot minus Kitty Kat drehte mit "Keiner kann was machen" ein Video ab. Fler und B-Tight gehen gerade noch so als Mittelmaß durch, Tony D verfehlt die Hürde klar, während sido den Track mit einem hervorragenden Part rettet. In gut vier Wochen erscheinen die verlorenen Kassetten des Olli Banjo. Für nähere Informationen und weitere Updates möchte ich gerne auf die großartige Seite "Banjofan" verweisen. Am 26.10.07 bringt der talentierte Mädness sein Album "Unikat" auf den Markt. Pflichtkauf! Wer noch nicht überzeugt ist, kann sich hier das Snippet zum Album anhören und hier die kostenlose EP "Aus dem Nichts" herunterladen. Hiermit möchte ich diesen Wochenrückblick schließen. Bleiben Sie mir treu!

Das HipHop Quartett #1

Herr Merkt: Verehrte Leserinnen und Leser, ab heute werde ich in losen Abständen drei Mitstreiter einladen, um über die aktuellen Vorkommnisse in der HipHop-Szene zu diskutieren. Mein Name ist Herr Merkt und ich werde versuchen, die Diskussion zu leiten. Genug der einführenden Worte, stellen Sie sich vor! Torben: Hallo, mein Name ist Torben. Ich komme aus Wanne-Eickel und höre Berlin Crime und die alten Aggro-Sachen. Heidi: Ich bin die Heidi und weiß gar nicht, was ich sagen soll. Torben: Vielleicht deine Maße? Heidi: Du Schwein! Herr Merkt: Bitte reißen Sie sich zusammen. Schließlich wollen wir hier eine anregende Diskussion führen. John, Sie haben Sich noch nicht vorgestellt. John: Vielen Dank. Ich bin John und kann mit den aktuellen Entwicklungen im HipHop weg von den vier Elementen hin zum Gangstertum nichts anfangen. Ich wünschte, alles wäre noch so wie in den Neunzigern als Blumentopf, Torch und Curse das Sagen hatten! Herr Merkt: Eine interessante Aussage. Aber denken Sie nicht, dass auch die aktuelle Form von HipHop, wie sie sido, Olli Banjo oder Kool Savas praktizieren, ihre Daseinsberechtigung hat? John: Wer ist Olli Banjo? Heidi: Deutschlands schönster Rapper! Kennst du den nicht? Der ist so süß! Herr Merkt: Nun aber zurück zu meiner Frage! Beschränken Sie sich bei Ihren Ausführungen auf die Rapper die Sie kennen! John: Alles klar. Ich will nicht anmaßend sein und behaupten, sido und Kool Savas hätten gar keine Daseinsberechtigung, allerdings haben diese Künstler noch nie gebreakt und haben deshalb nichts mit Rap zu tun. In meinen Augen! Herr Merkt: Das ist sicher eine Argumentationsweise! Was denken die Anderen? Torben: Bleib mir weg mit diesen Popschwuchteln! Herr Merkt: Ich muss auf das Sie bestehen. Mich dürfen nicht einmal alle Duzen, mit denen ich schlafen möchte, nicht wahr Heidi. Heidi: Hihi. Herr Merkt: Kommen wir auf die Popschwuchteln zurück? Was veranlasst Sie zu dieser Aussage? Torben: Schau Dir... Herr Merkt: Hmm... Torben: Schauen Sie sich doch mal die neuesten Sachen von denen an. Weichgespülter Pop. Nur Schwuchteln machen Lieder für ihren Sohn. Ich höre nur noch Bassboxxx, Frauenarzt, Orgi und Hirntot. Die machen noch richtigen Rap. John: Das hat doch nichts mit Rap zu tun! Herr Merkt: Ich neige eher dazu, John zuzustimmen. So bewegen sich sido und Kool Savas, aber auch Olli Banjo doch näher an den traditionellen HipHop-Werten als dies die von Ihnen genannten Künstler tun, Torben. Torben: Ach klappe! Herr Merkt: Themawechsel. Welches Album ist Ihr Favorit der letzten Monate? John: Seit Curse "Feuerwasser" kam nur noch Müll! Heidi: Ich mag das Album von Marteria. Ich hab gehört, der war früher mal Modell! Voll süß! Herr Merkt: Das überrascht mich jetzt aber. Die Musik ist doch etwas sperrig. Heidi: Ich habe noch nicht reingehört, aber das Cover ist so süß. Zum Knuddeln! Herr Merkt: Torben, was hat Sie beeindruckt? Torben: Die letzten Hirntot-Veröffentlichungen. Aber sowas wird in Deinem .... Herr Merkt: Ihrem ... Torben: Blog ja ignoriert. Alles schwules Gewäsch. Wie kann man nur die Entwicklung von Bass Sultan Hengzt loben? Früher hätte der sich selbst gedisst! Und Sera Finale ist die größte Schwuchtel. Kein Plan, was sich Orgi dabei gedacht hat! Herr Merkt: Mäßigen Sie Ihren Tonfall. Orgi wird sich wohl gedacht haben, dass da ein junger hungriger Künstler mit sehr viel Talent ein vielversprechendes Album im Petto hat, das der Öffentlichkeit nicht länger vorenthalten werden sollte. Torben: Pff.... John: Sera Finale kenn ich nicht. Aber aus Berlin kam ja noch nie was Gutes! Herr Merkt: Gut, kommen wir zum nächsten Thema! Kool Savas veröffentlicht in Bälde sein neues Album "Tot oder lebendig". "Der Beweis" kann man sich schon bei MZEE herunterladen. Was halten Sie von dem Track. "Tot oder lebendig?" John: Tot. Savas war für mich schon immer tot. Er ist Schuld daran, dass Rap sich derart entwickelte! Torben: Savas ist schwul! Heidi: Der hat doch ne Freundin! Herr Merkt: Die Dikussion ist ja bis jetzt nicht gerade fruchtbar. Ich denke, Savas ist noch lebendig, muss aber definitiv auf dem Album persönlicher Inhalte bringen. Aber die wurden ja schon angedeutet. Torben: Wenn ich schon perönlich höre, kriege ich das Kotzen! Ich will Porno-Styles!!! John: Bloß nicht! Herr Merkt: Aggro Berlin hat für die nächsten Monate auch einiges an Aktivität angekündigt! Da wären die dritten Alben von Fler und sido, die beide für November angekündigt sind. Kann das gut gehen? Torben: Aggro sind für mich seit "Mein Block" gestorben! Nur noch Kommerz! John: Aggro sind für mich irrelevant! Heidi: Kann man den Negerdildo irgendwo kaufen? Herr Merkt: Hmm, keine Ahnung, aber das ist ja auch nicht das Thema. Um meine Frage selbst zu beantworten, so denke ich, dass eines der beiden Alben - ich tippe auf sido - auf Dezember verschoben wird, damit man sich nicht gegenseitig im Weg steht. Ich persönlich erwarte seit "Ich" sehr viel von sido. Heidi: Ich fand den Song für seinen Sohn süß. Herr Merkt: Der war in der Tat gut. Torben: Gibts hier ne Kotztüte. Hätte ich gewusst, was das hier für ne Schwuchtelveranstaltung wird, wäre ich nicht gekommen. Herr Merkt: Immer ruhig bleiben. Über welches Thema würden Sie sich gerne austauschen. Torben: Keine Ahnung. Herr Merkt: Welches Album erwarten Sie denn sehnlichst? Torben: Auf was Neues von Hirntot! Herr Merkt: Das kann ja noch eine Weile dauern, nachdem das gesamte Hirntot-Material beschlagnahmt wurde. Torben: Das sind wenigstens noch richtige Gangster! Herr Merkt: Man könnte auch von geistiger Umnachtung sprechen, aber das ist wohl eine Sache der Sichtweise. John: Ich hätte nie gedacht, dass ich Ihnen einmal zustimmen würde, bei dem Müll, den Sie hier immer von sich geben! Herr Merkt: Ich werte das dann einmal bedingt als Kompliment. Gibt es noch etwas, das Sie unbedingt loswerden möchten? Heidi: Ich bin seit gestern wieder Single und suche einen neuen Lover. Bitte melden! John: Keep it real! Torben: Hirntot 4 Life! Herr Merkt: Vielen Dank! Damit möchte ich das heutige HipHop-Quartett abschließen, nicht ohne Sie auf das großartige Album "Freakshow" von Mach One & Darn hinzuweisen, welchem ich zu meiner Schande keine Beachtung schenkte. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. Bis zum nächsten Mal!